Gamepro bald nur noch quartalsweise?

Dieses Thema im Forum "Meinungen zum Heft" wurde erstellt von Companion Cube, 30. Juli 2011.

  1. Companion Cube Well-Known Member

    Companion Cube
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    Die amerikanische GamePro erscheint ab dem 8. November nur noch quartalsweise. Die Zeitschrift hat bereits eine lange Historie, die erste Ausgabe erschien 1989, sie war lange Zeit das auflagenstärkste Konsolenmagazin der USA. Hintergrund der Verlagsentscheidung ist der massive Umbruch in der Branche und die Umstellung der Lesegewohnheiten der Spieler.

    Die Redaktion möchte in Zukunft den Inhalt interessanter gestalten und die Haptik verbessern – des weiteren sollen die Artikel noch hochwertiger gestaltet werden und die Leser mit tiefgehenderen Informationen beliefern, als es angeblich auf Newssites der Fall ist. Laut Verlag legen sowohl Heftumfang als auch der Preis zu, letzterer auf 9,99 Dollar, ersterer um 50 zusätzliche Seiten. Dazu wird offensichtlich auch ein Einkaufsführer mit dem Namen "Ultimate Buyer's Guide" gezählt. Die jährlich nur noch vier Hefte sind für November, März, Juni und September geplant – nach der Strategie der Herausgeber soll das dann sein, wenn bei Spielern besonders viel Kaufinteresse bestehe. Wie sie dabei auf den Juni kommen, verrät die PM nicht.

    Die deutsche GamePro gehört übrigens dem selben Mutterkonzern, IDG Communications, hat aber bis auf den Namen nichts mit GamePro US zu tun. Doch auch der deutschen Variante scheint es, ausgehend von den IVW-Auflagenmeldungen der letzten Quartale, nicht unbedingt blendend zu gehen.


    http://www.gamersglobal.de/news/39616/gamepro-us-erscheint-nur-noch-quartalsweise

    Mal schaun, wenn sich das ganze betriebswirtschaftlich rechnet, wird IDG vielleicht auch ähnliches hierzulande probieren.
    Mit der Aktualität des Internets können Hefte immer weniger mithalten, aber dafür kann das Internet meist nicht so interessante Interviews, Reportagen und Hintergrundberichte liefern.
     
  2. Wulfaz keep trollin', trollin', trollin'

    Wulfaz
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    Quartalsweißes Erscheinen ist, so hart es klingt, ein schleichender Tod der am Ende schlimmer wird als ein direktes Einstampfen.


    Wen interessiert ein Test zu einem Spiel, welches entweder bereits Monate auf dem Markt ist, oder welches erst 2 Monate nach dem Heft erscheint, und so kein Test möglich ist?


    Tod auf Raten, da helfen 50 Seiten mehr, oder ein umfangreichere Infos auch nicht.

    Ich habe Gamepro.us nie gelesen, oder wahrgenommen. Der Amerikanische Markt für sowas ist aber gänzlich anders, IGN oder auch Gametrailers sind nunmal Globalplayer, ich zweifle stark das es in der Form überhaupt Konkurrenz anders wo gibt. Höchstens Kotaku.
     
  3. K7-DanSmith Well-Known Member

    K7-DanSmith
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    Wenn ich an die 90er zurück denke, wo man schon mal bis zu sechs Hefte im Monat gekauft hat, weil man alle Infos zu einem Spiel sammeln wollte... :aua:

    In gewisser Weise könnte ich mir das ganz gut vorstellen, einmal pro Quartal einen dicken Schmöker mit Specials, Interviews und was sonst noch so hineinpasst zu kaufen. Über kurz oder lang wird es wohl eh auf elektronische Vertriebswege hinauslaufen (das Unwort "App" jagt mir allerdings schon Schauer über den Rücken :uff:).
    Kostenpflichtige Mitgliedschaft für den "Heftinhalt" (Tests, Previews etc.) im Netz + Sonderheft... joa, bin zwar immer noch ein Freund des gedruckten Wortes und finde "elektronische Bücher" zum Kotzen, aber irgendwann wird man sich dem Fortschritt beugen müssen.

    Ob sich das Prinzip in Deutschland durchsetzen würde, sei mal dahingestellt. Die Mentalität ist dann doch anders. Und bis es soweit ist, erfreue ich mich an den kommenden Ausgaben in alter Stärke. :)
     
  4. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    @Wulfaz
    Doch, das kann durchaus funktionieren. Dann nämlich, wenn man nicht sich auf die zeitkritischen Sachen wie eben Tests einschießt, sondern spannende Previews und Specials in den Fokus setzt.
     
  5. Wulfaz keep trollin', trollin', trollin'

    Wulfaz
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    Okay, habe ich nicht bedacht. Aber ganz ehrlich, da muss man dann sehr viel Mehrwert geboten werden. Ich habe damals leider nie die Hefte in der Art gelesen, Gee und dieses andere Magazin, hat mich auch nie interessiert. Und die waren ja auch relativ schnell tot, obwohl es anscheinend Interessenten gab.
     
  6. Eddie Ein Füllhorn voller Füllhörner

    Eddie
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    Die GEE hat immerhin acht Jahre durchgehalten. ;)
     
  7. Wulfaz keep trollin', trollin', trollin'

    Wulfaz
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    GEE gab es aber auch Weltweit imho. Gamepro.us habe ich noch NIE irgendwo gesehen, ganz zu schweigen davon, überhaupt GEE mit Gamepro.de zu vergleichen :ugly:

    GEE war in der Verbreitung eher IGN oder Gametrailers....
     
  8. GAMEPROFF Stealthstorch

    GAMEPROFF
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    Die Gee ist laut Wikipedia rein deutsch. Und die Verbreitung mit Gametrailers ung IGN zu vergleichen finde ich extrem optimistisch. Die war Underground vom Underground...
     
  9. Wulfaz keep trollin', trollin', trollin'

    Wulfaz
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    Ah, stimmt. Ich meinte EDGE, sorry!

    Die gibt es aber sogar noch, oder? :aua:


    Mit diesem Nerdmist kann ich nichts anfangen :(, deshalb bin ich da leider nicht informiert drüber.


    Trotzdem dürfte die Rolle von Gamepro.us nicht ansatzweise so groß sein wie von IGN oder Gametrailers. Und das ist der springende Punkt :p


    Gleich vorweg, ich vergleiche Hefte mit Portalen, weil der Amerikanische Markt imho gar nicht anders vergleichbar ist sagt mir mein Gefühl. Ich behaupte einfach mal, dass dort die Verteilung E-Paper oder allg. Internetangebot zu Magazin eher 70:30 für das Netz ist. In DE dürfte es wohl (noch) umgekehrt sein!
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2011
  10. tUx

    tUx
    hi

    die gee gibt es doch noch ;) www.geemag.de

    die Print-Ausgabe kommt aber nur noch alle 3 Monate
    digital (ipad, iphone usw) kommt sie jeden Monat.
     
  11. Ja, die GEE wurde erst eingestellt, da man sich auf online konzentrieren wollte, was man zZ auch tut. Jetzt kommen Spezialhefte raus und von der online Variante gibts auch ein Mag, das vom Format her so einem Garfield öder Hägar Heftchen gleicht, als hätte man das Mag in der Mitter durchgeschnitten.

    An Amiland sieht man wo der Hase hinläuft. Auch wenn es hier noch einige Jahre dauern wird, wird der weg hier in D genau der gleiche sein wie in Amiland...digitale Medien werden die Oberhand gewinnen. Hat im Grunde mehr Vor als Nachteile und das wird irgendwann auch der letzte kapieren.
    Ich hoffe nur das die Buchpreisbindung irgendwann mal fallen wird!
     
  12. Silencer1972 Spieletestarchivar

    Silencer1972
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    Ich sehe keinen Vorteil darin, bald alles nur noch Digital auf einer Festplatte liegen zu haben. Der einzige Vorteil darin ist wohl, daß die Bequemlichkeit zu nimmt, wenn man z. B. in einigen Foren liest, daß man keine DVD mehr zum spielen einlegen muß. Da muß man sich schon fragen, wie faul die Gesellschaft inzwischen geworden ist.
     
  13. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Ich würde mir auch keine Zeitschrift holen, die nur alle 3 Monate erscheint. Selbst wenn die Reportagen dort die Besten sein sollten, die der Markt hat. Ist für mich nicht aktuell genug:ugly:
     
  14. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit Evolution.
     
  15. Jer1989 ... die Tila Tequila des GPF.

    Jer1989
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    Idlewild
    Die Entwicklung an sich macht durchaus Sinn. Denn in Sachen Aktualität kann auch ein monatlich erscheinendes Heft nicht mit dem Medium Internet mithalten, und wird deswegen in den Bereichen, in denen Aktualität der entscheidende Faktor ist, meiner Meinung nach auf Dauer mehr oder weniger komplett vom Internet ersetzt werden. Wenn man also sich tatsächlich dazu entscheidet, ein Printmedium weniger frequent, dafür aber umfangreicher herauszubringen, gesteht man sich letzten Endes nur ehrlicherweise ein, dass Aktualität nicht mehr der Faktor sein kann, auf den man setzen muss, wenn man am Markt überleben will. Man muss stattdessen mit anderen Inhalten, wie Phan sie schon aufgelistet hat, punkten, und schafft so idealerweise eine andere Form von Videospielmagazin, die auch nicht mehr direkt mit dem Internet im Konkurrenzkampf steht, weil man einem Heft durch andere Faktoren als einfache "Tests" einem Mehrwert geben muss und kann.
    Interessant finde ich das allemal, denn nur so machen Hefte auf lange Sicht einfach noch Sinn. Für News und Prozentangaben ist das Internet halt wesentlich besser geeignet.
     
  16. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Die GP ist aber ausgelegt Spiele zu testen. Wenn sie jetzt dieses Konzept über Bord werfen, hätte das Heft doch gar keinen Sinn mehr. Klar, man hat schon Interviews und GP Elements im Heft, das find ich persönlich auch sehr toll, nur zurzeit kann das Heft da dran allein nicht aufbauen.
     
  17. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    Sagt wer? Selbst WENN dem so wäre - eine Ausrichtung kann man ganz schnell ändern. Auch eine Kombination ist denkbar: Tests online (weil zeitkritisch), Hintergrundgeschichten als Print.

    Du solltest den Status Quo nicht als in Stein gemeißelt sehen.
     
  18. Wenn man jahrelang die neusten Spiele testet, dann ist das doch ganz klar eine Auslegung in richtung Spiele-Tests. So werden sich das die Verantwortlichen am Anfang wohl mal gedacht haben.

    Klar kann man diese ganz schnell mal ändern, die Frage ist, ob man sich damit nicht seine Stammleser vergrault, wenn man das alte Konzept über Bord wirft. Und ich glaube, dass gerade die heutigen Printmagazine von eben diesen Stammlesern leben.
     
  19. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    Aber was nutzt es dir daran festzuhalten, wenn das Produkt so nicht mehr gekauft wird? Dann muss man eben umplanen.

    Natürlich vergrault man damit jene, die ein reines Testmagazin haben wollen. Wenn das aber weniger sind als man mit einem anders ausgerichteten Magazin erreichen kann, dann ist die Rechnung nicht schwer.

    Man müsste auch garnicht einen harten Schnitt zur Vergangenheit machen: Weniger Tests im Heft (so das wichtigste) und daneben dann mehr Hintergrundkram. Weitere Tests gäbe es dann online. Das wäre ein Kompromiss, der nicht allzuviele Stammleser vergrault und neue Leser anlocken könnte. Nur: Dazu braucht es ein passendes Konzept, dass Online und Print wirklich berücksichtigt und entsprechend der Stärken dieser Plattformen nutzt.
     
  20. Falk Sturmfels Well-Known Member

    Falk Sturmfels
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    Die Buchpreisbindung darf auf gar keinen Fall kippen. Sie gewährleistet das Überleben vieler kleiner Buchläden und gibt beispielsweise Regionalautoren somit eine Plattform.
     
  21. Nicht die Buchpreisbindung gewärleistet das überleben div Buchläden und Schriftsteller sondern die Anzahl an verkauften Büchern.
     
  22. pinhead Well-Known Member

    pinhead
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    Das diese ein Autor so sieht ist klar ;)

    Aber ne Buchpreisbindung verträgt sich doch nicht richtig mit einer "freien Marktwirtschaft" oder ?

    Ich meine man stelle sich mal eine Videospielpreisbindung vor : Jedes Geschäft MUSS die neuen Spiele für 69 Euro verkaufen (stationäre Konsolen) und darf keinen Cent davon abweichen :eek:
     
  23. Silencer1972 Spieletestarchivar

    Silencer1972
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    Das ist blödsinn, dann brauche ich mir kein Heft mehr kaufen. Auf den kicker übertragen würde das bedeuten, daß es keine Spielberichte mehr geben würde, weil jeder schon die Sportschau gesehen hat und bei der cinema keine Filmkritiken mehr, weil man die auch online stellen kann. Das wäre das blödsinnigste Konzept überhaupt.
     
  24. PhanZero Hell's Messenger

    PhanZero
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    Es ist nur ein anderes Konzept für die Verbreitung der Inhalte. Dein erstes kicker-Beispiel ist blanker Unsinn, weil keiner auf die Inhalte verzichtet, weil es das schon woanders gab (das wäre so als würde keiner mehr einen Test zu einem Spiel bringen, weil Magazin X da schon einen gebracht hat). Das cinema-Beispiel passt schon eher, aber wäre das wirklich blödsinnig? Wenn du Internet und Printmagazin als Einheit siehst, dann muss es bei jedem etwas geben, was "eigen" ist. Warum also nicht die Stärke des jeweiligen Mediums nutzen? Im Internet kannst du Inhalte zeitnah bringen, während du im Heft Dinge bringt, die nicht zeitkritisch sind, sondern sich mit den Hintergründen befassen. So krass muss die Trennung auch nicht sein, es könnten auch durchaus die wichtigsten Tests im Heft sein. Aber die Grundüberlegung dahinter ist nicht blödsinnig, nur weil sie DIR nicht gefällt.

    Man könnte etwa Tests gekürzt im Heft bringen und dafür den Platz auf Previews oder Hintergrundreportagen verwenden. Online gibt es die Tests dann vollständiger bzw überhaupt - für Abonennten kostenlos, Besucher könnten einen kleinen Betrag zahlen.

    Ist nur eine Möglichkeit, an der Ausrichtung zu drehen. Ich will das nichtmal gutheißen, aber es steckt schon ein gewisser Charme dahinter, wenn man mal bereit ist, sich von seinem verkrusteten Weltbild zu lösen. Aber ja, früher war ja alles besser und sicherlich wird das auch heute noch möglich sein. Wir müssten nur dem Internet den Stecker ziehen...
     
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