IVW-Zahlen IV/2012

Dieses Thema im Forum "Meinungen zum Heft" wurde erstellt von Eddie, 18. Januar 2013.

  1. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    9.124
    Ort:
    Weißlauf, Himmelsrand
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    PS1, PS2, PS3, PS4, PSP, PSV, Gamecube, Wii U, X, X360, X1
    Wie wahr.
     
  2. Evil MAGAZINIAC | Herr der Zeitschriften Moderator

    Evil
    Registriert seit:
    19. Oktober 2002
    Beiträge:
    2.994
    Ort:
    Zeitschriftenhandel
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    CPU: AMD Ryzen 7 1800X
    Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1070 GAMING X 8G Aktiv
    Motherboard: ASRock Fatal1ty X370 Professional Gaming
    RAM: 32GB G.Skill RipJaws V rot DDR4-3200 DIMM CL15 Dual Kit @2933MHz
    Laufwerke: 512GB Samsung 960 Pro M.2 2280, 2000GB WD Black, 6000GB WD Blue
    Soundkarte: Onboard
    Gehäuse: be quiet! Silent Base 800
    Maus: Trust GXT 34
    Tastatur: Cosair K95 RGB PLATINUM
    Betriebssystem: Windows 10 Pro
    Monitor: 2x LG
    Dazu muss ja noch nicht mal ein Verlag pleite gehen. Webdiscs sind da auch schon ein schönes Beispiel. Erinnert sich noch wer an das eSports-Spielemagazin eGames aus dem Bauerverlag? Da wurde von heute auf morgen die Webseite dichtgemacht und weg waren alle "Online-DVDs". Oder bei Photoshop-Zeitschriften, "Leider haben wir die Lizenz nicht mehr, also müssen wir die Webdiscs löschen. Tut uns leid."

    Nachträgliches Abändern von Artikel, was ja auch auf Webseiten immer wieder gerne gemacht wird... :aua: Das ist ja alles nicht möglich, wenn du die Sachen physisch vor dir liegen hast...
     
  3. GAMEPROFF Stealthstorch

    GAMEPROFF
    Registriert seit:
    21. Oktober 2005
    Beiträge:
    42.427
    Der feuchte Traum der Partei von 1984.

    Aber ist ja alles so schön digital und cool und neu. Schöne neue Welt.
     
  4. In 15 Jahren werden auch die Hefte aus dem Jahr 1997 dementsprechend ausschauen. Papier ist eben auch nicht ideal, um Dinge ewig aufzubewahren. Da muss ich mir nur meine sorgsam aufbewahrten Powerplay-Hefte aus den 90er anschauen. Digitalisiert würden die schon Sinn machen - und vor allem platzsparender sein.

    Die Formate werden sich in Zukunft sicherlich noch weiter entwickeln. Es wird aber immer Möglichkeiten der Konvertierung geben. Da sehe ich eigentlich kein großes Problem.

    Also "angenehmer" ist IMHO eindeutig ein Tablet oder ähnliches auf der Couch oder im Bett. Zeitungen (von den Kleinformaten abgesehen) sind auf der Couch eher ein Abenteuer, bis man die einmal in der richtigen Position hat - und beim nächsten Artikel fängt das Zusammenlegen von Neuem an.

    Der Batteriezustand ist natürlich ein Thema, den kein Print-Produkt zu bewältigen hat. Andererseits muss ein Print-Produkt erst einmal den materiellen Weg zu mir finden. Únd da ist im Vergleich das Batterie-Problem ein erheblich geringeres.

    Der Rest deiner Punkte sind eben die von mir angesprochen emotionalen Befindlichkeiten. Klar, wenn ich mit Büchern, Zeitungen und Papier aufgewachsen bin, habe ich da natürlich eine andere Beziehung dazu. Ich blättere sogar richtig gerne durch alte Hefte oder Magazine - es hat etwas Nostalgisches. Deshalb verschließe ich allerdings nicht die Augen vor den vielen (objektiven) Vorteilen, die die neuen Medien bieten. Und ich bin mir sicher, dass da noch viele Vorteile dazukommen. Dieses Gebiet hat noch soviele Innovationen auf Lager, die wir uns noch nicht im Entferntesten vorstellen können. Man darf nicht vergessen, dass die ganze Geschichte noch in den Kinderschuhen steckt.
     
  5. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    9.124
    Ort:
    Weißlauf, Himmelsrand
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    PS1, PS2, PS3, PS4, PSP, PSV, Gamecube, Wii U, X, X360, X1
    Was hat das mit emotional zu tun? Papier ist für mich was Lebendes im Ggs. zu einem Computer. Und ich hole mir gerne eine Zeitung oder Magazin, weil das für mich was Besonderes ist, eben weil lebendig und ned nur Bits und Bytes. Und ich kenne genug junge Leute, die auch für ihr Leben gerne lesen und ned Sklaven der EDV sind. Ich möchte auch nicht in einer Welt leben, in der alles nur elektronisch vorhanden ist. Und nein, auf ein Tablet kann ich mich nicht drauflegen oder es zusammenrollen wie ein Magazin, einmal runterfallen und der Schas ist hin. Eine Zeitung zusammenlegen ist ja wohl nicht kompliziert, oder? vielleicht ausgenommen zB die NZZ, LOL; elektronische Medien sind für mich eine Ergänzung, nichts weiter. Ja, ein reader ist okay für Urlaub oder Dienstreise, wenn ich nicht Romane mitzahen muß, aber daheim ist es für mich einfach erregend, aus meinen Büchern auszuwählen, mal durchzublättern, die damit verbundenen Erinnerungen wieder anzustoßen, einen Titel auswählen und mich dann wieder drin vergraben oder einen wundervollen Bildband durchzusehen, ohne daß ich was anstöpseln muß oder aufs hochfahren etc. warten muß. Oder in einer alten Bibliothek zu stehen und das gesammelte Wissen dort zu erfühlen, herrliche alte Folianten und Handschriften zu sehen - das ist ein unvergleichliches Erlebnis, das mir keine Kackdatei jemals auch nur ansatzweise bieten kann. Als Service okay, nicht mehr und nicht weniger. Aber diese teils Hysterie um jedermann andauernd online, nö, brauche ich echt nicht.

    megakay - 100 % Zustimmung. Ich archiviere auch gute Artikel zu Spielen, die ich mir Jahre danach noch anschaue, zB, weil ich gerade wieder damit angefangen habe, Drakan, tut gut, die alten Berichte zu lesen, die heute nirgends mehr gespeichert sind. Oder prächtige Sammlereditionen von Spieleguides, wenn ich das sehe, riehe, das Geräusch des Papiers höre, das ist was ganz was anderes, eben Sinnlicheres, sowas können mir irgendwelche Daten nicht bieten. Deswegen kauft man sich ja auch u.a. Bücher, Spiele in OVP, DVDs, Schallplatten etc. etc. Weil man haptisch was erfahren will und ned nur Daten aus dem Netz.
    Ich habe die Anfänge des WWW miterlebt, sehe mich als poweruser, beruflich wie privat, aber ich möchte nicht ständig vernetzt sein, oder, deftig gesagt, andauernd ein USB-Kabel im Hintern haben.

    Noch so ein Beispiel: Ich führe so ne Art Notizbücher (die schönen goldgeprägten von paperblanks), wo ich Gedanken festhalte, positive Ereignisse, wo ich mir Fotos, Postkarten, Kärtchen von Freund/innn, Eintrittskarten von Konzerten reinklebe etc. etc., das hat für mich einfach Erinnerungswert, das ist REAL und nicht nur ein elektronischer Furz. Das sind meine Gedanken und Erinnerungen in greifbarer Form.

    Oder: papierloses Büro - eine Illusion. Wenn ich für eine Vorstandssitzung oder Generalversammlung Unterlagen im Ausmaß von 300 - 400 Seiten habe, dann wollen unsere Mitarbeiter das ausgedruckt - kein Mensch lest solche Mengen am Laptop oder Tablet, auch weil man drauf Notizen macht usw. Vor 10 Jahren hat man das schon versprochen, ich kenne beruflich niemanden, bei dem Papier weniger geworden ist. Beim Aufkommen von Fernsehen hat man auch Büchern und Zeitungen den Tod prophezeit - Humbug. Es ergänzt sich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2013
  6. @ ElCoyote
    Du bist ein extremistischer Fetischist.
    -> Fetischist:
    Du riechst gern am Büchern und liebst es sie anzufassen etc. Ich habe hier div Bücher stehn da bekomme ich teilweise üblen Brechreiz wenn ich da reinschnupper so stinkt der Druck darin.
    -> Extremist:
    Du schlägst hier mit ner Vorstandssitzung auf und erzählst etwas von bis zu 400Seiten. Gerade hier würde es Sinn machen auf Papier zu verzichten. Der ganze Kram liegt bereits digital vor, wird ja irgendwo erstellt worden sein und so könnte es sich jeder vom firmeninternen Rechner ziehn, kein Problem. Der meiste Papierkram kommt nach so einer Versammlung eh in den Shredder.


    zu pdfs, pubs etc:
    Wo liegt das Problem sich die Dateien runterzuladen und irgendwo auf der heimischen HDD zu lagern? Nat. könnte mal eine Festplatte abrauchen, aber wozu gibts da Sicherungssysteme? Und wenn so ne pdf Datei auf meiner Platte liegt kann der Verlag das gerne bei sich löschen oder verändern, an der Datei die ich hier habe ändert sich nichts mehr.
    Vorteile dieser digitalen Fassungen sind schnell aufgezählt: wenig Platzbedarf, Volltextsuche, Schriftgrößen abänderbar, ohne große Hämmungen Notizen im Buch erstellen usw

    zu Heften und DVDs:
    Geht einfach mal in euch und seid ehrlich, wie oft holt ihr zB ein altes Heft raus das zB 10 Jahre alt ist und lest euch die alten Artikel durch? Oder wie oft geschieht das mit einer Heft DVD? Es kommt jeden Tag massenweise neuer Content dazu, kann also nicht all zu oft sein.

    zum Platz:
    Ja auch ich habe Bücher und massenweise Magazine und Heft-DVDs, soviel das ich sie im Keller lagern muss weil ich nicht mehr weiß wohin damit, kommt ja auch wöchentlich gut was dazu. Aber ich habe nicht unendlich Platz in meiner Bude und daher ist bei mir jetzt fast Schicht im Schacht was Magazine und Bücher angeht, da wird nur noch das nötigste als materielles Gut gekauft.
    Hier greifen doch gerade die Vorteile von digitalen Archiven. So ein ebook-Reader fasst alleine schon tausende von Büchern, weit mehr als ich wahscheinlich in meinem ganzen Leben lesen kann. Digitaler Kram belegt nur Festplattenspeicher, mehr nicht, da stehen keine Regalreihen voll Staubfänger mehr rum und man hat Platz für andere Sachen.
    Und da ich regelmäßig in der Bahn sitze sehe ich wie diese Reader immer mehr zunehmen, weil sie einfach Sinn machen. Sie machen jedenfalls mehr Sinn als zB solche Wälzer wie Kings Es oder HdR die jew über 1000Seiten haben mit sich rumzuschleppen und sogar DinA4 große Bibeln haben div Leute schon aus ihren Taschen gezogen.
    So ein Reader ist leichter und kleiner als ein Buch.
     
  7. Eine mutige Ansage. ;) In die Zukunft kann natürlich keiner von uns blicken, aber deine Prophezeiung halte ich - wenn es nicht zu einem kleine Fallout kommen sollte - für leicht unwahrscheinlich. Das "Tablet/Kindle-Gedöns" startet erst langsam so richtig an. Die Leute gewöhnen sich erst um. Und viele sind noch sehr skeptisch und zurückhaltend. Da wird es in den nächsten Jahren noch einen gewaltigen Schub geben. Schau dir mal die "Jungen" unter 20, 25 an: Da werden Nachrichten und Magazine fast nur mehr per Smarthone konsumiert. Die lernen sicher nicht mehr auf Print um.

    In der Print-Branche wird es mit Sicherheit zu keiner Renaissance mehr kommen. Mittelfristig werden sich nur die Gratisblätter und teure Qualitäts-Zeitungen am Markt halten können - letztere bei geringen Auflagen.

    Und zum Thema "klassische und bewährte Sachen sterben nie aus": Das passiert beinahe täglich und nennt sich Fortschritt. Oder wann hast du das letzte Mal einen Hufschmied gebraucht?

    Abgesehen davon, fühle ich mich als Journalist beinahe schon persönlich beleidigt, wenn die Leute der Art des Mediums dem mehr Bedeutung zumessen als dem Content. ;) Unter dem Strich zählt doch einfach nur der Inhalt - oder sehe ich da etwas falsch?
     
  8. Erstens würde ich nicht sagen, dass wir bei den Tablets schon am Ende der Entwicklungsstufe stehen. Das ist ja erst der Anfang und Prototypen von Tablets, die Papier imitieren, unzerbrechlich sind, etc, gibt es ja schon zur Genüge. Die meisten deiner Kritikpunkte werden also nicht allzu lange bestehen bleiben.

    Hey! Ich liebe Sammler-Editionen und schön gemachte Spieleguides. Nur weil sich der meiste Content-Konsum digital abspielen wird, heißt das ja nicht, das es so etwas nicht weiterhin geben wird. Ganz im Gegenteil sogar: Schließlich ist dies die einzige MÖglichkeit, am Printmarkt bestehen zu bleiben. Und darauf freue ich mich schon richtig. Denn gerade solche schön aufgemachen Editionen werden durch die Digitalisierung einen höheren Stellenwert bekommen. Tödlich wird es für billig produzierte Taschenbücher, für die es dann kaum mehr eine sinnvolle Verwendung geben wird.

    Was hat das mit dieser Diskussion zu tun? Ich habe ja auch nicht die Abschaffung von Fotobüchern angekündigt.

    Da kommt es auch viel auf die Branche an. Ich verwende in der Arbeit maximal ein paar Schmierzettel für den Notfall. Ansonsten läuft bei mir alles digital ab.
     
  9. Eddie Ein Füllhorn voller Füllhörner

    Eddie
    Registriert seit:
    5. Mai 2004
    Beiträge:
    6.960
    Ort:
    Iserlohn Rock City
    Naja, bei Amazon z.B. lädst du dir zwar ne Datei auf dein Gerät, aber da der Kindle schön artig mit den Amazonservern syncht, könnte Amazon theoretisch an den Dateien rumdoktoren. Keine Ahnung, ob die sowas schmal gemacht haben. :aua:

    Jein. Natürlich ist der Inhalt das wichtigste, aber die Art und Weise der Präsentation ist mindestens genau so wichtig. Ein Magazin/eine Webseite kann noch so tolle Texte haben, aber wenn alles beschissen layoutet ist, werde ich diese bestimmt nicht lesen. Und zum Thema Medium: Lange Texte auf einen normalen TFT zu konsumieren, finde ich ziemlich anstrengend. Dafür lese ich recht gerne mit meinem Tablet und meinem Kindle, wobei letzterer dank des eher nur semiguten Webbrowsers nur bedingt zum Konsumieren von Onlineinhalten geeignet ist.
     
  10. Stimmt schon, ich hab das ein bisserl übertrieben formuliert. Das Layout, die Präsentation und das Handling (auf einem Tablet/PC/Smartphone/was auch immer) sind natürlich auch wichtig, ich find's nur lustig, wenn hier einige quasi ein Buch nach der Hüllle beurteilen.
     
  11. GAMEPROFF Stealthstorch

    GAMEPROFF
    Registriert seit:
    21. Oktober 2005
    Beiträge:
    42.427
    Mensch, wird das geil sein, wenn ich in 50 Jahren meine älteren eBooks durchblättern will und die eine Hälfte nicht lesen kann, weil ich mal von Kindle zu DigiBokk2050 gewechselt bin und die andere nicht mehr, weil das Format veraltet ist :)

    Ein feuchter Traum für die Contentindustrie, damit wir uns ja mit jedem neuen Hardwarekauf jedes Buch neukaufen dürfen :)

    Da behalte ich lieber meine analogen Bücher und Zeitschriften, in einem standardisierten Dateiformat (.paper) und mit Abspielgarantie für +70 Jahre.


    Und vor 20 Jahren haben die Leute auch gedacht, dass wir 2010 Urlaub auf dem Mond machen und in fliegenden Autos, welche von Robotern geflogen werden zu Arbeit fliegen...
     
  12. Athavariel Well-Known Member

    Athavariel
    Registriert seit:
    10. Juli 2005
    Beiträge:
    1.926
    Print vs. Digital oder Romantiker vs. Realisten - Fight! :D
     
  13. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
    Registriert seit:
    29. Juni 2007
    Beiträge:
    258
    Eine digitale Zeitschrift, die ich auf meinem 10 Zoll Tablet wirklich lesen wollen würde müsste als PDF vorliegen und an das Format des Bildschirms angepasst sein, also kein einfacher "Scan" der gedruckten Zeitschrift. Nichts hasse ich mehr, als das ständige Zoomen und Scrollen.

    Des weiteren dürfte der Preis nicht höher als bei maximal 1 Euro liegen oder gar ganz kostenlos, wie eine Webseite (ist effektiv ja nichts anderes). Schließlich fällt Druck und Vertrieb (Spedition, Porto, Handel, Lager etc.) komplett weg, die mit weitem Abstand den Großteil der Zeitschriften-Herstellungskosten ausmachen - Redakteure, Layouter und ein wenig Hardware sind dagegen geschenkt.
     
  14. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    9.124
    Ort:
    Weißlauf, Himmelsrand
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    PS1, PS2, PS3, PS4, PSP, PSV, Gamecube, Wii U, X, X360, X1
    Wer lesen kann oder sinnerfassend lesen knn, ist im Vorteil. auf Reisen ist ein Reader sinnvoll, daheim brauche ich den nicht. Und es gibt ja auch Taschenbücher, die brauchen ned soviel Platz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  15. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    9.124
    Ort:
    Weißlauf, Himmelsrand
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    PS1, PS2, PS3, PS4, PSP, PSV, Gamecube, Wii U, X, X360, X1

    Mag sein, ich arbeite in der NGO-Szene, zum einen verlangen zB unsere Wirtschaftsprüfer unsere Akten in natura, zum anderen gibt es in südl. Ländern - Afrika, Asien, LA - noch überwiegend normalen Schriftverkehr. Daher sind wir auf Papier angewiesen.
     
  16. ElCoyote Jen's Lover

    ElCoyote
    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    9.124
    Ort:
    Weißlauf, Himmelsrand
    Mein RIG:
    Konsole(n):
    PS1, PS2, PS3, PS4, PSP, PSV, Gamecube, Wii U, X, X360, X1
    Exakt. Brauch nur manche alten PC-Titel anschauen - Total War Shogun 1, Grim Fandango, nicht mehr spielbar. Teils auch nicht als download erhältlich. Brettspiele sind ein gutes Beispiel - erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit trotz der ach so tollen Digitalisierung.
    Digitales hat seine Vorteile, keine Frage, ber polemisch gesagt möchte ich nicht mal mit dem Stecker im Anus herumlaufen. Alleine wenn ich sehe, daß so viele Leute in Öffis offenbar nicht mehr fähig sind zu normaler Kommunikation, sondern nur wie gehirntod auf ihren Tabletten und Wischihandys herumfuchteln und ohne Smartie offenbar nicht mal mehr kacken gehen können .....
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  17. Im Grunde habe ich nichts anderes geschrieben. Natürlich stirbt Print nicht aus (siehe meine Postings über Gratisblätter, Qualitätszeitungen und Sammler-Editionen). Die Bedeutung und der Martkanteil wird aber sehr schrumpf bzw. am Ende sehr gering sein. Ähnlich - wie du selbst auch schreibst - das Theater zum Kino. Auch das Radio hat ja bei weitem nicht mehr jenen Stellenwert, den es noch in der Zeit vor dem Fernseher hatte.

    Die vorher von dir angesprochene Renessaince - was ja soviel heißen würden, dass Print plötzlich wieder Marktanteile gewinnen würde, wird es aber nicht geben.
     
  18. ola Well-Known Member

    ola
    Registriert seit:
    7. November 2003
    Beiträge:
    671
    Ort:
    Bodensee
    Also ich habe beides,die Print ausgaben und tablet ausgaben.Ich muss nicht alle meine Zeitschriften in print bzw.in der ipad ausgabe haben.Wenn ich verreise ist es aber ziemlich praktisch wenn man seine Zeitschriften auf seinem Ipad hat.Aber genauso bin ich froh, wenn ich auf das WC muss und kann eine Zeitschrift mitnehmen.
    Meine Frau kauft sich z.b. nur noch ebooks.Sie liest aber auch 3-4 Bücher pro Monat.Unser Bücherschrank ist total voll.
    Ich denke muss jeder selber wissen und was einem persönlich an Zeitschriften gefällt.Ich lese schon seit ende der 80ér Zeitschriften (ASM,64ér,Amiga Joker...)und habe keine einzige Ausgabe behalten.Ich lese die Zeitschrift und dann kommt sie in die blaue Tonne.

    Gamepro-18ér print abo
    Gamestar-ipad ausgabe
    PcGames-ipad ausgabe
    Play³-print abo
    GamesAktuell-print
    consol.at-print abo mit c4 digital ausgabe
    Auto Motor und Sport-ipad ausgabe
    m!games-print abo
    video-ipad ausgabe
    Audiovision-ipad ausgabe


    So noch zum thema Gamepro:

    Die Zeitschrift hat schon lange keine seele mehr.Die alten Hasen (Henry,Bernd....)sind nicht mehr an Bord, und die neuen können mich einfach nicht mehr ereichen.Ich weiß nicht ob es am alter liegt.Früher habe ich sofort die DVD angeschaut und danach ins Heft abgetaucht.Jetzt kann es sein das die neuste Ausgabe im Briefkasten liegt und ich letzte noch nicht einmal angeschaut habe.Bei anderen (z.b.M!Games)die haben es geschafft mich immer noch seit den 90érn mich zubegeistern.
    Die Gamepro braucht Redis die einem etwas vermitteln können und nicht jeden Monat neue praktis.Und gute Storys auch mal zu Retro oder einem Entwickler oder Hardware.

    Mein vorschlag für die Gamepro:

    Macht es wie die consol.at.Die haben eine print Ausgabe, und speziel für die Abonennten eine digitale Ausgabe (C4) für die Test die mitten im Monat oder bzw.wegen eines embargo später ins heft kommen würden.Da haben die Abonennten immer die neusten Tests und bekommen einen extra gegenüber den käufer der Kiosk ausgabe.Von den lesern die nur die Tests auf der HP lesen aber das Heft nicht kaufen ganz zuschweigen.
    Das Zauberwort heißt einfach Kundenservice.Noch einmal zur consol.at.Ich bin jahrelanger Abonennt jedesmal wenn sich mein Abo um ein Jahr verlängert bekomme ich Aufkleber oder Mousepads.....Klar ist vom Wert her nicht viel aber eine nette geste.
    Dann machen die noch einen Podcast jede Woche für alles kostenlos und einmal im Monat ein Podcast nur für die Abonennten mit einem spezial thema z.b.Endgegner.Da merkt man dass man als Abonennt wichtig ist für die Zeitschrift.
    Oder andere Zeitschriften(Play³,PCGames)machen einen Abonennten tag.
    Ich kann mich noch erinnern das ich damals einen beta key für Modern Warfare 1 von der Gamepro bekommen habe.Da dachte ich geilen service die mir die Gamepro anbietet.Meine freunde die damals bei mir um die beta an zuspielen waren auch begeistert von der Aktion.
    Aber mit aktionen wie DVD-Hüllen und alte Ausgaben angeblich als PDF....sind total schlecht gewesen für das Magazin.

    Ich möchte nicht das die Gamepro vom Markt verschwindet,und hoffe das die verantwortlichen das Ruder noch rum reißen können.
     
  19. Bei der Formatierung ging wohl etwas schief.

    Zu den Taschenbüchern: Platzbedarf und Preis - das sind ja genau die Punkte, die extrem für Kindle & Co. sprechen. Deshalb werden sich da eben die Taschenbücher viel schwerer tun, als schöne gebundene Bücher, die auch von ihrem Äußeren leben. Ein Taschenbuch kann ich mir genauso gut auch am Kindle kaufen - vor allem auch deshalb, weil es sogar jetzt schon etwas günstiger ist.

    Wie gesagt: Kommt auf die Branche an. Ich würde deshalb jetzt auch nicht von meiner Arbeit auf andere schließen. Ich verwende wie gesagt Papier eben überhaupt nicht.

    Ein Wort noch zu den von dir angesprochenen PC-Titeln: Hier merkt man, dass man selbst mit Datenträgern nicht davor gefeit ist, dass die Dinger schon nach wenigen Jahren kaum wieder zu gebrauchen sind. Da ist man per Download fast schon auf der sichereren Seite. Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass man Negativ-Beispiele sowohl hier als auch dort wird finden können.
     
  20. Teflongesicht Well-Known Member

    Teflongesicht
    Registriert seit:
    3. August 2008
    Beiträge:
    1.698
    Ort:
    Hamburg
    Was Early sagt, ist schon richtig. Der Inhalt ist das Wesentliche.

    Man bezahlt ja nicht das Papier, sondern die Worte die drinnen stehen in einem Magazin. Ich habe aber das Gefühl, dass viele Verlage die Printkunden für die Dummen halten (das ist nicht explizit auf IDG bezogen).

    Wie kann es sein, dass man beispielsweise 5,50€ für ein Heft mit Datenträger bezahlt, die gleiche Leistung aber auf einem anderen Medium (Internet) für ein paar Cent Werbeeinnahmen bekommt? Da drängt sich der Verdacht auf, dass der treue Printleser am Ende der Dumme ist, weil er mit seinem Geld das Internet querfinanziert.
    Mittlerweile ist das wahrscheinlich nicht mehr so pauschal zu sagen, da die Werbeeinnahmen im Internet ansteigen.
    Am Fairsten wäre es, wenn ein Bezahlmodell gefunden würde, wo die Fixkosten gleichmäßig auf die verschiedenen Medien aufgeteilt werden und dann nur noch die tatsächlich unterschiedlichen Kosten den Preisunterschied machen. Wenn z.B. der Druck eines Heftes 1€ teurer ist als die Digitale Bereitstellung, dann kostet die digitale Ausgabe dann eben 1€ weniger.


    Die Probleme der Medienbranche ist, dass man am Anfang Print kostenlos angeboten hat und zwar alle Verlage und jetzt langsam zurückrudern möchten (Axel Springer). Damit hat man dann dem Kunden vermittelt, dass online nichts Wert ist und somit hat man sich selbst schlechter gestellt, da man den Wert des eigenen Produktes unterschätzt hat.
     
  21. Die Finanizierung ist ein Thema für sich. Da werden wir uns noch einige Jahre lang die Köpfe zerbrechen müssen. Das SChwierigiste wird werden, aus dem immer stärker wachsenden Mobil-Content zu verdienen.
     
  22. Die Zahlen der letzten Jahre widersprechen jeder deiner hier aufgestellten Thesen. Gerade die Spontanverkäufe sind im Printsektor in den vergangenen Jahren am stärksten gesunken. In erster Linie leben die Printtitel mittlerweile von den Abonnenten. Der Anteil der Abos ist in den letzten Jahren immer gestiegen (wobei es bei den absoluten Zahlen ebenfalls zu großen Verlusten gekommen ist).

    Was auch logisch ist: Denn gerade beim Gelegenheitskauf haben die digitalen Angebote weit die Nase vorne. Schließlich habe ich bei meinem Smartphone oder Tablet schon das weltweite Medien-Angebot griffbereit in der Hosentasche. Das ist mit dem naturgemäß limitierten Angebot einer Trafik nicht zu vergleichen. Nicht umsonst sperren da auch immer mehr zu. In Ballungszentren schaut's natürlich noch etwas besser aus, weil die auch noch ein größeres Angebot haben.

    Eine Zeitschrift digital auf dem Markt etablieren ist übrigens nichts anderes als ein Internet-Portal: Und von denen haben sich in den vergangenen Jahren doch so einige etabliert. ;) Und da waren auch viele dabei, die nicht auf ein dazugehöriges Printmedium als Unterstützung setzen konnten. Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass ausgerechnet die leichtere Verbreitung ein Vorteil von Print sein soll. Schließlich ist es genau umgekehrt. Nur hier kann ich auch Nischen-Magazine/Portale relativ leicht online bringen und zugleich für jedermann verfügbar machen. Online-Werbung ist auch noch immer günstiger als Print-Werbung (was ein eigenes Phänomen ist, das es aber wohl nicht mehr allzu lange geben wird - ein Umdenken hat hier mittlerweile stattgefunden).
     
  23. Und weil sie es im Internet eh kostenlos kriegen, sollen sie umsteigen und wieder Print beziehen?

    Abgesehen davon ist auch deine Unterscheidung falsch: Es gibt sowohl digitale kostenlose Zeitschriften, als auch Internetportale, die sich per Pay finanzieren.

    Aber wie gesagt: Die Finanzierung wird eine spannende Sache werden. Nur weil man da noch kein zukunftstaugliches Modell gefunden hat, wird man aber nicht wieder drei Schritte zurückmachen und auf Print setzen.?
     
  24. Eigentlich hatte ich diesen Gedanken schon die ganze Zeit. ;)

    Da das einzige Argument für deine Thesen dein Gefühl ist, ist's mit der Diskussion allerdings auch relativ schwierig. ;)

    Das auf jeden Fall. Und ich bin schon gespannt darauf, wie du in Zukunft deine Medien konsumieren wirst. :)
     
  25. Lathander RPG Overlord

    Lathander
    Registriert seit:
    5. September 2002
    Beiträge:
    27.823
    Ort:
    Hamburg
    An dieser Stelle spiele ich liebend gerne den unwissenden Trottel, dem all diese bösen fiesen gemeinen Trends am Popo vorbei gehen und der gar nicht ahnt, welch schreckliche Zukunft ihm droht. Oh weh.

    Ganz ehrlich, auch wenn ich noch die Generation "Bücher wirft man nicht weg!" bin, so neige ich doch sehr stark dazu, Bücher genau einmal zu lesen und dann nie wieder. Geht gar nicht anders bei meiner Lese"geschwindigkeit", da kann ich Bücher gar nicht mehrmals lesen und hab auch kein Interesse daran, wenn ich die Story schon kenne. Filme schau ich mir in der Regel auch nicht mehrmals an. Ich hole mir Staffelboxen von Serien nur, um mir die Serien flexibel anschauen zu können in meinem Tempo, aber eben auch nur 1x. Spiele spiele ich auch in der Regel 1x durch. Wenn ich doch irgendwann nochmal Lust auf einen Titel bekommen sollte, den ich nicht mehr habe, dann lade ich ihn mir halt nochmal runter. So 10 Jahre werden die sicherlich auch in Zukunft vorgehalten.

    Ich sehe im Moment kein Problem darin, dass digitale Inhalte nur eine begrenzte Zeit verfügbar sind. Gerade Zeitschriften sind Wegwerfware - blättere ich ein paar Mal durch im Laufe des Monats und dann interessiert es mich nicht mehr. Ich hab nur Ausgaben von Zeitschriften aufbewahrt, an denen ich beteiligt war, entsprechend auch die DVDs.

    Meine Wohnung ist eh schon vollgemüllt mit lauter Multimedia-Zeug - bekomme auch ständig Bücher geschenkt über die Arbeit. Ich weiß gar nicht wohin damit und miste schon immer wieder mal aus. Kam sogar schon vor, dass ich ein paar Spiele weggeschmissen habe, da die unverkäuflich waren und ich Platz schaffen wollte (in der Regel indizierte Titel oder Titel, die kein Mensch wollte).

    Ich stelle mir diese wirklich sehr, sehr hypothetische Frage nach dem "ist ein Inhalt, den ich jetzt kaufe, in 20 Jahren, wenn ich vielleicht eventuell ggf. nochmal Lust darauf haben sollte, noch vorhanden?" nicht. Der Fall, dass das passiert, ist ausgesprochen unwahrscheinlich.

    Im übrigen ist es im Buchmarkt wohl so, dass Lizenzen auch nach einigen Jahren auslaufen. Kann man aktuell im "Projekt Guttenberg" sehen, wo Bücher gratis als ebooks angeboten werden, für den privaten Gebrauch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass "Literatur" mal irgendwann verschwinden wird. Sicher wird es nicht mehr jedes jemals geschriebene Wort in 50 Jahren noch geben, aber ich glaube nicht, dass viel verschwinden wird, dem man nachtrauern wird.
     
  26. GAMEPROFF Stealthstorch

    GAMEPROFF
    Registriert seit:
    21. Oktober 2005
    Beiträge:
    42.427
    Das Urheberrecht für die Autoren bzw. Verlage läuft da aus, dass hat mit der Diskussion, dass meine Musikstücke bei iTunes mir eigentlich gar nicht gehören mal überhaupt nix zu tun.
    Ich freue mich schon drauf, wenn Apple Pleite geht und das ganze Geld, dass die Leute nicht mehr an ihre Musik von iTunes rankommen, oder die erste Generation MP3 ausstirbt und die Musiksammlung nicht den Kindern vererbt werden kann (Laufen ja nicht ohne Grund dazu in Amerika genug Prozesse)

    Und wenn du alles nur einmal nutz und ansiehst, ist das schön für dich und die Leute, die so mit dir regelmäßig Geld verdienen, die Masse wird das aber sicher leicht anders sehen.


    Und das Zeitungssterben halte ich übrigens für ein Gesundschrumpfen des Marktes. Wer keine Qualität liefert, stirbt nunmal.
    Sieht man ja an den GamePro Zahlen auch mehr oder weniger, die 5,50€ im Monat zahle ich auch eigentlich nur, damit das Forum erhalten bleibt.
     
  27. Lathander RPG Overlord

    Lathander
    Registriert seit:
    5. September 2002
    Beiträge:
    27.823
    Ort:
    Hamburg
    Ich glaube sogar, dass Leute wie ich in der Mehrheit sind. Wie bei so vielen Themen, bei denen es viel Geschrei gibt, ist es eine kleine, aber sehr lautstarke Minderheit, die Probleme hat und evtl. das eine oder andere auch was hochdramatisiert. Sicher, die Diskussionen sind irgendwo berechtigt, aber es geht sicherlich den meisten Leuten eigentlich am Popo vorbei, da es sie, wenn man mal genau darüber nachtdenkt, nicht wirklich tangiert.

    Man muss sich ehrlich die Frage stellen, wie viel von dem, was man heute erwirbt, man noch in 20 - 50 Jahren tatsächlich nutzen wird. Wenn, dann wohl hauptsächlich Musik - und davon auch nur ganz ausgewählte.

    Ein Beispiel von mir: Als ich bei meinen Eltern auszog, hatte ich keinen Keller in meiner neuen Wohnung. Also lagerte ich Dinge, von denen ich mich überhaupt nicht trennen wollte, weil sie mir wichtig waren, bei meinem Vater im Keller ein. Vier große Umzugskartons. Tja, Jahre später. Ich habe in all den Jahren diese "wichtigen" Kartons nicht einmal angefasst und weiß nicht mal mehr ansatzweise, was da drin ist. Wahrscheinlich würde mein Leben auch nicht ärmer werden, wenn diese Kartons einfach verschwinden würden.

    Reich wird man mit mir auch nicht wirklich - ich kaufe zwar recht viel, aber ich wurde vom Markt auch so erzogen, dass ich eigentlich nur noch Schnäppchen kaufe. Gilt für Retail, aber auch für Download-Spiele, DVD-Boxen... Bei den Toilettenpapier-Ausgaben der US-Bücher, die ich lese, spielt der Preis eh keine Rolle, da so niedrig. Ich habs eigentlich nie eilig mit Neuerscheinungen.

    Gesundschrumpfen des Marktes ... hmmm ... weiß nicht so recht. Immerhin trifft das Schrumpfen alle, nahezu ausnahmslos. Auch große Tages- und Wochenzeitungen geben inzwischen auf. Ich würde wohl heute auch kein Abo mehr für eine Spielezeitschrift abschließen, aber die GP behalte ich jetzt noch so lange es sie gibt, hat aber andere Gründe.
     
  28. 1. Selbst wenn Apple pleite geht, wird das Unternehmen zu 99,99999 Prozent nicht einfach komplett zusperren, sondern (in einzelnen Teilen a la THQ) verkauft werden. Damit werden natürlich auch die bestehenden Kunden-Konten, etc. weitergeführt werden.

    2. Sind ja gerade diese Prozesse das beste Beispiel dafür, dass die aktuellen Geschäftsbedingungen nicht lange halten werden und sich gerade in den Punkten Erbschaften und Geschenke bald etwas tun wird. Je mehr Leute umsteigen, desto weniger werden sich Apple, Amazon & Co. an solchen kundenfeindlichen Bedingungen halten können. Das Ganze kann natürlich nicht von heute von morgen passieren, sondern ist ein langwieriger, auch politischer Prozess.

    Also gerade der Masse wird's ziemlich wurscht sein. ;)

    Die Zahlen sind allerdings schon deutlich vor dem Abspecken des Heftes erfolgt. Letzteres war eine Folge von den gesunkenen Auflagezahlen, damit der Geschäftsbetrieb noch rentabel bleibt. Wenn man die Lage nur mit ein bisschen Realitätssinn betrachtet, sollte klar sein, dass sich ein Qualitäts-Mag nie und nimmer wirtschaftlich auf die Beine stellen lassen kann (die EDGE schreibt übrigens auch keine schwarze Zahlen, das ist ein reines Prestige-Produkt des Verlags).
     
  29. GAMEPROFF Stealthstorch

    GAMEPROFF
    Registriert seit:
    21. Oktober 2005
    Beiträge:
    42.427
    ...also genau wie Geocities User heute noch alle auf ihre Daten zugreifen können, trotz Kauf durch Branchenriese Yahoo?

    Ja, und die Steuersysteme werden sicher auch bald sozial gerechter.
    Solange da noch so ne fette Lobby hinterhängt wird sich da absolut gar nichts ändern.


    Schade um die Gesellschafft, wenn so eine Wegwerfmentalität herscht.

    Ich hab eigentlich von der gesamten Zeitungsbranche geredet, nicht unbedingt vom Videospielesektor.
    Das einzelne Teilbereiche durch die Zielgruppen anderen Regeln unterlaufen ist ja klar.
     
  30. Lathander RPG Overlord

    Lathander
    Registriert seit:
    5. September 2002
    Beiträge:
    27.823
    Ort:
    Hamburg
    Oh bitte - bleib mal auf dem Boden. Nur weil dir was nicht passt muss nicht gleich die ganze Gesellschaft veroberflächligt sein. Die Zeiten ändern sich im übrigen. Man wird so überflutet mit neuen Medieninhalten aller Art, da kann und möchte man gar nicht mehr alles aufheben.
     
  31. Da ging's ja um Webhosting? Da kann man seine Daten ja locker selber sichern? Wo war da genau das Problem?

    Auch wenn unsere Steuersystem sicher nicht perfekt sind, kann ich da ja jetzt keine große soziale Ungerechtigkeit erkennen. Auch wenn jetzt die Gefahr des Abschweifens besteht, würde mich interessieren, welche Lobby uns deiner Meinung nach ein sozial ungerechtes Steuer-System aufoktroyiert.

    Vielleicht liegt's daran, dass den Leuten die Art des Medienkonsums nicht so wichtig ist, wie jenen hier in diesem Forum? Ich habe wegen Tierschutzproblematiken auch keine schlaflosen Nächte wie mancher Tierschützer. Jeder hat halt andere Prioritäten.

    Im Tageszeitungssektor gibt es auch ganz wenige Ausnahmen, die dank hoher Qualität mit einem Printprodukt ihre Zahlen halten können. Das ist auf jeden Fall schon ein großer Erfolg. Das hat aber nichts mit "Gesundschrumpfen" des Marktes zu tun. Das Geschehen verlagert sich ja zu einem großen Teil ins Netz. Der Medien-Konsum der Leute sinkt ja nicht, er steigt sogar (und trotzdem verliert Print ganz deutlich).
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden
Top