Kritik des Videospieljounalismus von Christian Schmidt auf SPIEGEL ONLINE

Dieses Thema im Forum "Meinungen zum Heft" wurde erstellt von shigun, 6. September 2011.

  1. Warum sollte ich die Technik dann überhaupt bewerten? Die Technik ist ja nur das Hilfsmittel um ein gutes Spiel zu schaffen. Und nicht immer ist schärfer auch schöner. Das merkt man, wenn man die alten Pixel-Spiele in höherer Auflösung "genießt". Das schaut dann einfach nicht mehr so rund aus, wie es zur damaligen Zeit auf Röhren-Fernsehern gedacht war. Oder nimm als Beispiel Limbo her: Was hätte diesem Grafikstil eine technisch bessere Grafik gebracht?

    Das ist bei genügend "objektiven" Tests auch schon passiert. Das hat nix mit objektiv oder subjektiv zu tun.

    Gutes Beispiel. Denn ob Risen oder Gothic 4 besser ist, ist objektiv nämlich mal wieder gar nicht zu beurteilen. Abgesehn davon meinte ich natürlich, dass ich nicht die beiden Tests nebeneinander halte, sondern dass im neueren Test bei manchen Punkten - wo es halt Sinn macht - mit einem ähnlichen Spiel verglichen wird.

    Das kann ich bei der EDGE ausschließen. Ich habe die seit fünf Jahren im Abo und bin mit deren Tests ausgeprochen zufrieden. Und zum Kulturkreis: Es schadet nicht, öfter mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

    Du verstehst mich nicht: Ich finde, dass man manche Tests auch gänzlich anders schrieben kann. Sei es als Kurzgeschichte, Gedicht, Glosse, Satire, aus Sicht des Spiel-Charakters - was auch immer! Die deutsche Sprache bietet soviele Möglichkeiten - da soll man doch bitte auch einmal etwas davon ausnützen. Und nicht immer anhand einer Checkliste die einzelnen Teile Grafik, Sound, Steuerung, etc. abhaken. Derartige Tests lese ich seit über 20 Jahren - langsam wird's fad.

    Wo liegt der Unterschied zwischen 13 und 14? Abgesehen davon haben wir uns doch schon zuvor darauf geeinigt, dass es so etwas wie "unterschiedlich gute Spiele" heutzutage eh nicht mehr gibt. Zumindest nicht in einer objektiven Darstellungsweise.

    Technische Dinge haben auch auf Filme starken Einfluss. Natürlich kann ich auch einen tollen Film mit einer Handkamera drehen. Ich kann aber auch Tetris machen. What's the difference?

    Ich spiele seit 25 Jahren Video- und Computer-Spiele - nach derartigen Kriterien habe ich aber noch nie ein Spiel gekauft.
     
  2. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Sorry, aber die Technik ist oft der einzige Grund ein neues Spiel zu kaufen! Warum sollte ich Doom 3 zocken, wenn Doom 1 doch genauso gut ist (um den Unterschied mal anhand eines krassen Beispiels zu verdeutlichen).
    Außerdem, ich bin z.B. eine Grafikhure, ich liebe es die Entwicklung da zu verfolgen. Und ein Spiel mit veralteter Grafik ist mir z.B. niemals Vollpreis wert (auch und insbesondere, weil ich dann ja alte Spiele günstig als Ersatz kaufen könnte).
    Limbo hatte ich oben gerade als Beispiel schon angeführt.

    Und du glaubst, das wird bei völliger subjektivität besser?

    Aber wenn du die Wahl hast und nur eines kaufen kannst ... welches nimmst du? Woher weißt du, welcher Tester eher deinem Geschmack entsprechend gewertet hat?


    Ich kenne die Edge eben nicht, deswegen kann ich dazu schlecht etwas sagen.
    Nur das mit dem Kulturkreis. Ich schaue oft und gerne zu anderen Kulturkreisen hinüber, insbesondere auch, wenn es um Spiele geht (übrigens der Hauptgrund warum ich damals die Gamepro verlassen habe, da fehlt mir der Blick über den Tellerrand). Trotzdem sind der Mainstreamgeschmack als auch die Erwartungen an Tests in jedem Land nun einmal anders, schlicht weil sie sich anders entwickelt haben.


    Ich finde solche Tests auch toll und lese sie sehr gerne. Nur, ich will dennoch nicht auf wichtige Informationen deswegen verzichten. Und wenn so ein "besonderer" Test Standard ist, dann ist das auch schnell fad. Es sollte schon auch zum Titel passen und etwas besonderes bleiben, sagen wir mal zwei Tests von zehn in einer Ausgabe.

    Deswegen ja auch nicht 13 und 14 sondern 65 und 70. Dann schaffst auch du das, da Unterschiede objektiv werten zu können. ^^

    Sicherlich kann eine Low-Budget Produktion wie Clerks genauso gut sein wie ein Herr der Ringe. Ein Herr der Ringe mit einem Budget wie Clerks aber sicher nicht!

    Wie ich schon schrieb, Spiele sind ein technisches Medium. Es geht nicht nur um die Darstellung sondern extrem um die zur Darstellung verwendete Technik. Denn während ein Film die abgefilmte Realität darstellt, dafür also im Zweifel keine Technik benötigt, benötigt ein Spiel zur Schaffung der Abbildung die Technik. Mit dieser steht und fällt oft das ganze Produkt. Ein Dragon Age Origins hat heute ganz andere Mittel um mich in die Welt eintauchen zu lassen, als es damals ein Bard's Tale oder selbst Baldur's Gate hatten. Würde ein Final Fantasy heute mit der Grafik von Teil VII rauskommen, dann würde das keiner(!) auch nur mit der Kneifzange anfassen geschweige denn 60 Euro für zahlen wollen - völlig egal, selbst wenn es 1000 Mal besser als FF VII wäre.

    Ich spiele sogar noch ein Jahr länger Computer- und Videospiele und hatte es als Schüler damals zu C64 und Amiga Zeiten nicht nötig nach solchen Kriterien zu kaufen (warum wollen wir jetzt nicht ausführen, auch wenn ich damals schon sehr viele Spiele gekauft(!) habe). Und heute kaufe ich mir alle Spiele, auf die ich Lust habe. Übrigens unabhängig von Wertungen, ich hatte auch schon viel Spaß mit Titeln welche Tests und Spieler als mies empfanden, kann dafür aber mit einigen hochgelobten (Tests und Spieler) anderen Titeln nichts anfangen, obwohl mich das Genre interessiert und ich es gerne spiele, ich nenne mal die Serien Diablo und GTA als Beispiel.

    Aber nicht jeder kann das so machen und muss im Zweifel eben aussortieren und sich zwischen zwei im Zweifel sehr ähnlichen Titeln entscheiden. Und dann wäre es ärgerlich wenn er das für ihn schlechtere erwischt.
     
  3. Die Frage mit Doom 3 habe ich mir übrigens wirklich während des Zockens des dritten Teils gestellt. Fand ich deshalb auch ziemlich fad - das Spielprinzip der Doom-Serie hat sich nach 30 Minuten Grafik-Staunen immer schnell abgenützt.

    Es gibt zumindest keinen ersichtlichen Grund, warum es schlechter werden sollte. Und um das ging es ja.

    Wenn der Tester über den zu leichten Schwierigkeitsgrad von Gothic 4 jammert, dann weiß ich: Hey, das sagt mir sicher zu - denn ich mag es nicht bockschwer! Nur mal so als Beispiel. Ich kaufe ja nicht ein Spiel, weil es einem Redakteur gut oder schlecht gefällt. MIR muss es gefallen. Und das kann ich auch aus einem Test rauslesen, wenn es dem entsprechenden Redakteur nicht gefallen hat.

    Und das sind für mich die schlimmsten Tests überhaupt. Wenn der Tester versucht, mit seinem Test möglichst vielen Leuten nach dem Mund zu schreiben.

    Wenn sich der Stil immer ändert, kann's ja gar nicht fad werden. Man kann immer etwas Neues kreieren und kreativ sein, wie man einen Testbericht bzw. eine Spielkritik schreibt. Dieses Standard-Blabla ist einfach nur fad - meist überfliege ich die Dinger nur und gehe lese nur das Fazit bzw. die Meinungskästen. Ansonsten stehen da ja eh nur Sachen drin, die schon in zig Previews durchgekaut wurden bzw. eh selbsterklärend sind.

    Du weißt aber schon, dass das dasselbe ist? ;) Und wo ist jetzt der Unterschied zwischen 65 und 70? Und warum muss es den überhaupt geben?

    Eben. Ein CoD mit einem Limbo-Budget wird's auch nicht bringen.

    Das liegt dann aber weniger an der Grafik als an den mittlerweile standardmäßigen Komfortfunktionen und Steuerungsfeinheiten. Einen Stummfilm aus den 20er Jahren schauen sich auch nicht mehr wirklich viele Leute an. Da gibt's wahrscheinlich noch mehr Retro-Zocker in der Spiele-Szene. Deshalb noch einmal: Wo ist er jetzt? Der große Unterschied zum Film?

    Das Problem daran ist aber, dass ausgerechnet jene Leute, die eh nicht viel spielen, sich sowieso nicht extra eine Videospielzeitschrift kaufen, um per Test zu vergleichen. Die Magazine (ob online oder Print) werden doch von jenen wie uns gelesen, die sich sowieso die interessanten Titel kaufen.
     
  4. Teflongesicht Well-Known Member

    Teflongesicht
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    Ich zitiere deinen Post mal stellvertretend für die anderen in diesem Thread von dir. Du sagst also, dass die Tests objektiv das Spiel beschreiben sollen, damit z.B. die Laufpassagen in Need for Speed the run nicht positiv oder negativ bewertet werden, weil der Tester die zufällig mag oder eben nicht (weil es ja subjektiv ist). Doch wie passt dann die Testnote dazu`? Die Technik kann man bewerten, das ist klar. Doch wie kannst du die Laufpassagen bewerten, wenn du selber sagst, dass sie jedem anders zusagen? Das passt nicht zusammen!
     
  5. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Was auf mindestens die Hälfte aller Schießspiele zutrifft ... ^^
    Besonders schlimm wird es bei Spielen, wenn man wegen der verwendeten Unreal Engine schon von vornherein das große Gähnen kriegt ...

    Naja, ich kann es mir eben schlicht nicht vorstellen, dass es besser geswchweige denn gleichbleibend wäre.

    Sicher, kann ich auch. Und ehrlich gesagt reichen mir oft ein paar Screenshots oder ein Video, um zu sehen, ob das Spiel was für mich wäre. Von daher finde ich eben wichtig in einem Test auf Sachen hinzuweisen, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Was u.a. auch der Schwierigkeitsgrad ist. Ich habe Deus Ex 3 kurz anzocken können, obwohl mich das Setting fasziniert, habe ich nicht mal das Tuturial durchgespielt, weil ich da schon so oft gestorben bin, dass ich keine Lust mehr hatte.

    Trotzdem wäre mir eine rein subjektive Einschätzung eines Testers zu vage. Was ist, wenn er Simulationsfan ist, ich aber lieber auf Arcade stehe, es im Test aber nicht ersichtlich ist, dass er ein Spiel deswegen abgewatscht hat?


    Er soll den Leuten nicht nach dem Mund reden. Aber was meinst du, was passiert, wenn er ein Spiel verreißt, einfach weil es nicht sein Geschmack war? Ich verweise noch einmal auf meine Rift Preview. Da ist das was hier normalerweise als Wertungskritik und -Diskussion so aufschlägt wirklich ein Witz gegen! Dabei war es so, dass ich explizit darauf hingewiesen habe, dass es meine persönliche und höchst subjektive Meinung widerspiegelt. Dennoch wurde eine über 100 Einträge lange sehr geflamte "Diskussion" draus (auf Wunsch nenne ich den Link).


    Naja, das Rad lässt sich nicht wirklich immer neu erfinden. Und gerade bei kleineren Tests wird es schwierig dann alle Infos unterzubringen.


    Selbstredend ist es das selbe! Darum schrieb ich es ja ... ^^
    Und 70 ist nun einmal eindeutig besser als 65, ich finde schon, dass es da einen deutlichen Unterschied gibt.


    Retrofans gibt es viele, zugegeben. Ich spiele auch manchmal gerne einen Oldie. Habe danach auch immer schnell wieder die Schnauze voll davon. Gerade wegen der besseren Bedienbarkeit heutzutage.
    Den Unterschied habe ich versucht zu erklären. Ein Film ist eine exakte Abbildung, meinetwegen eine direkte 1:1 Kopie der Realität. Bei einem Spiel übernimmt die Technik, durch die Grafik diesen Part. Je besser also die Grafik, desto weniger wird der Fantasie überlassen, desto tiefer (wenn gut gemacht) kann man eintauchen. Dazu muss die Grafik nicht fotorealistisch sein aber eben höchst detailliert. Es ist eben ein Unterschied, ob ich in Oblivion einen Becher über den Tisch schieben und dann einstecken kann (das Einstecken fehlt da noch, das wäre dann der nächste Schritt) oder ob ich ein braunes Pixelquadrat in Ultima Anno dunnemals anklicke und es verschwindet wie von Geisterhand und findet sich im Inventar. Bei einem Film würde man den Vorgang des Einsteckens des Bechers immer sehen, bei einem Spiel kann es entscheidend zur Atmosphäre beitragen, wie dies geregelt ist. Hier ist eben die Technik entscheidend. Und solange die kein Abbild der Realität ist, wobei es da weniger um Realismus als um Glaubhaftigkeit geht, muss ein Spiel eben anders (am Stand der Technik) bewertet werden.

    Wenn ich so argumentiere, dann brauche ich gar keine Spielezeitschriften bzw. Spieletests. Dann kann man sich auf reine Produktvorstellungen versteifen womit dann auch gleich die Einteilung in Preview und Review hinfällig wird. Eine Spieletest ist meiner Ansicht nach auch immer etwas emotionales: "Ha, ich hab' doch gewusst, dass Spiel x besser als Spiel y ist". Wir deutschen mögen nun einmal unsere Hitlisten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. September 2011
  6. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Sicher kann man sie bewerten. Man kann feststellen, ob sie gut gemacht sind oder eben nicht. Und das völlig unabhängig davon, ob man sie mag oder nicht.

    Nehmen wir Quick Time Events als Beispiel. Es gibt solche, die kann man schlicht auswendig lernen, weil sie immer gleich sind (mittelgut), es gibt solche, die kann man automatisch überspringen, wenn man sie nach mehreren Versuchen immer noch nicht schafft (gut) und es gibt solche, die sind jedes Mal anders und man kann sie nicht abbrechen und die Zeit ist wirklich knapp bemessen, das wäre dann wirklich einfach nur scheiße (da reicht schon schlecht nicht mehr als Wertung ... ).

    Und das kann ich eben völlig objektiv feststellen, auch wenn ich persönlich QTEs im Generellen zum Kotz... finde. Für mich halt schlechtes Spieldesign, für die Entwickler wenig Aufwand und deswegen bequem. Ein Gegner mit verschiedenen Angriffsmustern den man durch rausfinden einer speziellen Taktik mit selbst ausgeführten Kampfmoves in die Knie zwingt ist halt ungleich schwerer zu programmieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. September 2011
  7. Naja, ich zocke eigentlich ganz gerne Shooter. Doom 3 war aber ein Höhepunkt an Fadesse - null Story und die immer gleichen Szenarien. Da ist ein CoD schon deutlich unterhaltsamer und abwechslungsreicher. Aber da liegen ja eigentlich auch 20 Jahre dazwischen. :D

    Dann hat das nix mit Objektivität oder Subjektivität zu tun, sondern mit mangelhafter Informations-Verbreitung des Testers.

    Was soll der Tester zudem an einem Schwierigkeitsgrad objektiv/subjektiv bewerten? Ich hab schon hunderte "objektive" Tests gelesen, wo ich die Angabe des Schwierigkeitsgrades nicht wirklich nachvollziehen konnte. Da wird es immer Auffassungsunterschiede geben.


    Das ist mir klar, dass es nicht jedes Mal ein Volltreffer wird (und hab ich oben auch schon geschrieben). Wer's nicht probiert, hat aber schon im Vorhinein verloren. Was sind zudem "alle Infos" für dich? Das kommt ja ganz aufs Spiel an.

    Der deutliche Unterschied besteht wahrscheinlich darin, dass der Tester bei der 65 schlechter geschlafen hat als bei der 70.

    Vielleicht liegt's daran, dass ich Österreicher bin. ;) Ich will in Spiele-Magazinen eigentlich in erster Linie über die Spiele an sich, das Business und Hintergründe zu den Spielen lesen. Keine detailgetreuen Auflisungen von Features und technischen Daten.
     
  8. Companion Cube Well-Known Member

    Companion Cube
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    Ist ja bei Automagazinen genauso, Unternehmen wie BMW und Opel laden die Journalisten nach Mallorca oder andere schöne Orte ein und in den Artikeln findet sich dann kaum ein negatives Wort. Unter kritischem Journalismus versteh ich was anderes.
    Kaum ein Spielemagazin erwähnt es, wenn es auf Kosten des Publishers zum Entwickler/Event gefahren ist.
     
  9. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Ja, das ist bei mir genauso und das sehe ich auch genauso. ^^


    Ich denke halt, es ist schwerer alle wichtigen Informationen in einem subjektiven, interessanter geschriebenen Text einzubinden. Natürlich kann es auch wunderbar klappen.

    Also wenn ich hier und in anderen Foren immer lese wie einige Leute scheinbar (oder angeblich?) durch Spiele durchmarschieren, wo ich wirklich zu knabbern habe, dann denke ich immer: "Entweder sind das alles Angeber oder ich bin wirklich so schlecht". Gleiches zählt übrigens auch für Spielzeiten, wo manche dann (angeblich) in zehn Stunden durch einen Titel durchrennen, wo ich locker mindestens das Doppelte dran sitze.
    Oder ich bin vielleicht auch zu ungeduldig, um Passagen noch, und nochmals zu zocken. Von daher bin ich auch nicht so der Gegner von Casualisierung. Wenn ich da an frühe Jump & Runs oder Shooter denke, wo man nicht speichern konnte und nach drei Leben alles vorbei war, sodass ich von den meisten Spielen nie die späteren Level gesehen habe, weil ich keinen Bock hatte immer und immer wieder von vorne anzufangen. Lange Rede kurzer Sinn, die Schwierigkeit ist immer subjektiv und bei jedem anders, auch wenn man sicherlich feststellen kann ob ein Spiel schwerer oder leichter als ein anderes ist.

    Sicherlich. Und man sollte es ja meiner Meinung nach auch viel öfter so machen. Ich bleibe trotzdem der Meinung, dass es nicht bei jedem Mini-Test Not tut.
    Alle wichtigen Infos! Alle Infos wird man eh nie unterbringen. Ich rede auch nicht von Aufzählungen aller Einheiten oder Waffen oder ähnliches sondern meine einfach, dass Teile vergessen werden könnten, wenn z.B. der Sound nicht so toll ist aber auch nicht so wichtig für das Spiel, dann könnte das in einem subjektiven Test schneller unter den Tisch fallen.

    Für mich sind Spiele ab einer 70er Wertung in der Regel schon ganz gute Titel, wenn mich die Thematik interessiert. Unter 70 gibt es meist zu viele technische Macken, die den Spaß verleiden könnten.


    Das sehe ich ähnlich, wobei ich allerdings technische Daten, in Infokästen, teilweise doch für sehr wichtig halte. In erster Linie lese ich eine Spielezeitschrift aber um gut unterhalten zu werden.
     
  10. Eben. :)

    Du schreibst immer "könnte". So etwas "könnte" auch in einem objektiven Test passieren und es gibt auch genügend Beispiele, wo das schon passiert ist. Das hat eben alles nix mit objektiv oder subjektiv zu tun.


    Und bei einem 10er-System machen die Spiele halt schon ab 5 Spaß. Wo ist da dann das Problem? Angst vor Veränderung? Du siehst ja immer alles so gerne objektiv und objektiv muss man einfach sagen, dass dieses alteingeführte 100er-System nicht wirklich Sinn macht und nur mehr aus emotionalen Gründen weitergeführt wird.

    Was absolut praktisch ist und auch Sinn macht. Nur im Text brauche solche staubtrockenen Sachen nicht. Dafür gibt's eben Infokästen wo ich so etwas auf einen Blick sehen kann. Ich brauch aber nicht im Text alle 12 verschiedenen Waffen der Reihe nach aufgezählt.
     
  11. Atreyu the Grand Theft Orchestra

    Atreyu
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    Ich hab deine komplette Diskussion mit Early nicht durch gelesen und geh jetzt mal nur auf das ein, was du zu meinem Post gesagt hast.

    Ich find's halt einfach unsinnig, sowas abstraktes wie Spielspaß - der bei jeder Person individuell und anders definiert is - in ein vorgefertigtes Schema pressen zu wollen. Bei der Technik mag das ja noch ok sein, weil Spiel A nen klareren Sound hervorbringt als Spiel B, aber dann hört sich's auch ganz schnell wieder auf.

    Manchen gefällt die Grafik von Limbo vielleicht überhaupt nicht und sie können deshalb überhaupt keinen Spaß mehr am Spiel haben weil sie das ständige schwarz-weiß einfach so schlecht finden. Is doch absolut legitim, auch wenn das Spiel eventuell grafisch absolut flüssig läuft.

    Auch die Vergleichswerte funktionieren nur in Bezug auf die Technik. Wobei halt immer Eingrenzungen getroffen werden müssen, weil sich Technik und Gesamtpräsentation (zu der dann auch die Spielerfahrung und der "Spaß" zählen) oftmals überschneiden. Wo zieht man dann konkret die Grenze? Wer legt diese fest? Was wird als Maßstab genommen? Das sind ganz viele Fragen auf die ne konkrete Antwort geben zu wollen absurd is, weshalb man sich auch imo davon distanzieren sollte.

    Ein Spiel ist sehr wohl ein Medium wie Musik oder Film und genauso von seiner Technik abhängig, wie es auch die andren beiden sind. Es wär doch auch abstrus, Filme mit Prozenten zu bewerten und dann "Avatar" als besseren Film zu präsentieren, weil er technisch aufwändiger gemacht wurde als die letzte Liebeskomödie mit Cameron Diaz.

    Das sind einfach zwei grundlegend verschiedene Paar Schuhe, die man nicht in einen Topf werfen sollte, so wie's bei Videospielen gemacht wird. Ich weiß ja nicht wie das bei dir is, aber ich kauf meine Spiele nicht weil sie so ne tolle Soundcodierung haben bzw. bezieh ich meinen "Spielspaß" (wie gesagt ein schwieriges Wort in der Diskussion) nicht aus einer guten Soundcodierung. Da stehn andre Aspekte eher im Mittelpunkt, nämlich ne mitreißende Story, Charaktere, zu denen man nen Bezug aufbauen kann oder ne stimmige Spielwelt - und in Bezug darauf kann man einfach nicht solche Vergleichswerte ziehen.
     
  12. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    (auch an Early)

    Du machst den elementaren Fehler, dass du die Gesamtnote zweier völlig unterschiedlicher Spiele direkt miteinander vergleichen willst. Natürlich kann man Avatar und einen Cameron Diaz Streifen NICHT vergleichen und sie können natürlich die gleiche Gesamtnote bekommen. Aufgrund ihrer Verschiedenheit ist es bei solchen Filmen auch angebracht, unterschiedliche Teilnoten zu geben. Das gleiche zählt analog für Spiele.

    Greifen wir noch mal das Beispiel mit Limbo auf. Wie du selbst sagst, Spielspaß IST subjektiv. Der eine mag solche Spiele, ein anderer nicht. Aber selbst wenn man Titel wie Limbo sehr gerne mag, so wird man bei objektiver Betrachtung eine Menge kleiner Macken feststellen. Das geht bei der kurzen Spielzeit los, auch die Steuerung könnte etwas intuitiver sein. Es fehlen Hilfen oder die Möglichkeit, wenn man an einer Stelle partout nicht weiterkommt, diese im Zweifel überspringen zu können. Dies alles sind Designprobleme, also technische Macken. Auch der Sound könnte "interessanter" sein. Für alle diese Punkte muss Limbo schon Abzüge kassieren.

    Dann kommen die Punkte wie Grafik. Diese ist schlicht und simpel aber effektiv. Also kriegt es eine technische eher niedrige Grafiknote. Allerdings sorgt die Grafik für eine wirklich geniale Atmosphäre, trotz ihrer Schlichtheit, was eine hohe Atmosphärenote zur Folge hat.

    Durch solche Aufsplittungen kann man exakt sehen, wo ein Spiel oder Film punktet und wo eher nicht!

    Denn willst du Avatar oder Call of Duty dafür abstrafen, dass sie einen Großteil ihres Reizes aus der Präsentation und dem damit verbundenen Aufwand der betrieben wurde, auf eine Stufe mit Limbo oder einer Cameron Diaz Comedy stellen? Sicher nicht! Call of Duty hat nun einmal eine technisch um Welten aufwendigere Grafik als Limbo. Das MUSS sich in der höheren Grafiknote widerspiegeln. Das soll aber eben auch NICHT heißen, dass Limbo deswegen das schlechtere Spiel für dich, mich, oder irgendjemand ist. Hier kommt es auf den Geschmack an. Ich mag beide, Avatar und Cameron Diaz, Call of Duty und Limbo. Ich würde sie aber nie direkt vergleichen. Beide Arten stehen für etwas völlig eigenständiges.

    Ich denke auch, die wenigsten Zeitschriften, mit Ausnahme der Gamestar, wirft solche unterschiedlichen Spiele völlig in einen Topf. Die Gamestar tut es, weil sich die Gesamtnote aus den Teilnoten zusammensetzt. Bei einem solchen System kann ein Limbo nur verlieren und eine unfaire Wertung bekommen. Oder aber die Teilwertungen werden künstlich völlig unrealistisch hoch geschraubt, um eine einigermaßen faire Endnote zu bekommen. Mit diesem Problem kämpft die Gamestar seit Jahren. Bei der Gamepro und anderen sieht es wie gesagt, zum Glück, meist anders aus.

    Ich führe noch einmal ein anderes Beispiel an. Das populäre Minecraft. Ich finde das Spiel faszinierend. Ich würde es dennoch nie spielen, weil ich von der Grafik einfach nur Augenkrebs bekomme. Ein Test muss also das tolle Spielkonzept hervorheben aber auch vor der miesen Grafik warnen. Dies kann problemlos über entsprechende Noten geschehen. Wie stark die Grafiknote negativ auf die Gesamtnote einwirkt ist hingegen schon wieder ein recht subjektiver Vorgang. Aber einwirken muss sie, da das Spiel mit besserer Grafik wirklich um einiges(!) besser wäre und somit weitaus mehr Spaß machen könnte, auch denen, die keine Probleme mit der Grafik haben.

    Du verstehst, ich werfe also mitnichten alles in einen Topf. Endnoten, auch wenn sie gleich sind, sind nur dann miteinander vergleichbar, wenn es sich um ähnliche Spiele handelt. Denn ich will eigentlich nicht wissen, ob Limbo besser ist als Call of Duty oder andersrum. Ich will wissen, ob Limbo besser ist als z.B. Braid und ich will wissen, ob Call of Duty vielleicht besser ist als Killzone oder Resistance.

    Um bei gleichem Genre zu wissen, welcher Titel mich mehr interessieren könnte sind viele technische Punkte recht objektiv wertbar. Etwa die ungefähre Spielzeit. Die Grafik, der Sound, die Steuerung, die gebotenen Inhalte (Mehrspielermodi, Waffenauswahl, Zwischensequenzen). Zunächst sollte also eine quantitative Beurteilung erfolgen. Danach wird es dann nämlich eigentlich meist immer ziemlich subjektiv, wenn es um die feinen Unterschiede geht. Wenn ich da also nicht den Tester einschätzen kann, dann habe ich ein Problem, genauso, wenn der Tester zu subjektiv wertet.

    Genau letzteres ist ausgerechnet Christian Schmidt damals beim Witcher 1 Test passiert. Er hat das Spiel im Text komplett niedergemacht, seine Abneigung dagegen war deutlich zu spüren. Ein paar Seiten weiter testete er ein Neverwinter Nights 2 Addon und lobte dies in den Himmel. Für die meisten Spieler, mich eingeschlossen, war dies nicht nachvollziehbar, ich und andere fanden The Witcher schlicht besser. Außerdem machte er den Fehler, Dinge in einem Spiel zu kritisieren, die dann in seinem "Liebling" mit einmal keine negative Rolle mehr spielten.

    Hier führte die Subjektivität und der persönliche Geschmack eindeutig zu einem unfairen Vergleich. Was, bei aller Liebe, einfach nicht geht! Daher kommt meine Abneigung vor zu subjektiven Tests. Denn Christian Schmidt war vorher nicht aufgefallen und man hätte annehmen können, dass er The Witcher fair bewertet. Sein subjektiver Eindruck, wohlgemerkt im Fließtext und weniger bei den Noten, haben das Spiel fertig gemacht, was in diesem Fall schlicht ein Unding war. Wie sollte jemand, der sich nur auf diesen Test verlassen hat, einen richtigen Eindruck bekommen? Der Test vermittelte nämlich schlicht den falschen! Aufgefangen wurde dies nur ein wenig durch die einzelnen Noten, die mit einmal wieder recht korrekt waren, wenn auch sicher nicht so hoch, wie sie hätten sein können, aber eben gerade nicht so niedrig, wie der Text suggerierte!
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. September 2011
  13. Rudi Ratlos trifft Susi Sorglos

    Rudi Ratlos
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    Und spätestens da kommst du vom Hundertstel ins Tausendstel, wenn du wieder zig Unterkategorien erschaffst, um Spiele in eine Schublade packen zu können. Objektivität bei der Grafik funktioniert im Grunde ja sowieso nur so, dass du sagen kannst, ob ein Spiel flüssig läuft oder nicht und höchstens noch, ob die Texturen spät reingeladen werden. Das war's - alles andere sind evtl. Designentscheidungen (das kann sogar schon die nachladenden Texturen betreffen) und die gefallen dir halt oder eben nicht. Nix mit Objektivität.
    Schönes aktuelles Bsp. aus der GP - Xenoblade Chronicles. Nino gibt eine 7/10, ich halte das Spiel jedoch für eines der schönsten Spiele auf der Wii und würde locker eine 10/10 abdrücken- wer hat jetzt Recht? Schön finde ich hier die Lösung der Consol.at, die zwar auch auf die Technik in ihrem Wertungskasten eingeht, aber nur mit einem kurzen Kommentar in den einzelnen Kategorien und dann letztendlich nur eine Gesamtnote vergibt (die stellenweise dafür ziemlich Banane ist - Call of Juarez: The Cartel... - aber das steht wieder auf einem anderen Blatt).

    Daher halte ich bewusst subjektivere Tests (mit den wichtigen Informationen) auch für die bessere Wahl, allerdings scheint die Mehrheit das anders zu sehen. Hierzu noch mal ein Bsp. der Consol: Die haben den jährlichen Fifa vs. PES - Vergleich (der mir inzwischen zum Hals raushängt, aber ich hab fürs Heft bezahlt, also wird alles gelesen - die Zugfahrten zur Arbeit müssen gefüllt werden) letztes Jahr als eine Art Berichterstattung über ein tatsächliches Fußballspiel aufgezogen und dabei alle wichtige Fakten (denke ich, spiele keine Soccer-Games) im Fließtext untergebracht. Fand ich absolut erfrischend und großartig, der Großteil der Leser wohl eher nicht (anscheinend zu doof, die Informationen herauszufiltern...), denn im Impressum der nächsten Ausgabe mussten die Redakteure dann noch mal ein Statement dazu abgeben...

    Nächster Punkt Endwertung: Wie bereits oben geschrieben, sehe ich Wertungen für Einzelkategorien und deren Vergleichbarkeit untereinander (Limbo-Grafik vs. CoD-Grafik) als absoluten Nonsense an (da Limbo mit CoD den Boden aufwischt :p ), aber eine Vergleichbarkeit der Endnote kann gerne gegeben sein (sofern dieses Sakrileg Endnote denn unbedingt sein muss). Da gehe ich mit dir konform, dass man die Wertung eines PES 2012 nicht mit der eines NFS gleichsetzen sollte sondern im jeweiligen Genre bleiben muss. Denn selbst wenn ein PES 103,57 % bekommen sollte, ich würde es mir nicht kaufen, weil mich Fußball nicht die Bohne interessiert.

    Hier muss ich aber Early zustimmen - 10er-System und gut ist. Jetzt wirst du sagen: "aber wie soll ich denn dann sehen, ob mich ein Spiel interessiert...?". Sorry, aber das ist nicht die Aufgabe der Zeitschrift. Wenn sowohl ein Witcher als auch ein NWN eine (ich spinn mal rum) 8/10 bekommen (was bedeutet, dass beides sehr gute Spiele sind) musst letztendlich DU entscheiden, welches der beiden die Komponenten enthält, die dir am meisten zusagen. Oder du knauserst nicht rum und holst dir halt beide :p Grundlegend sollte mit der Wertung nur eine Tendenz gegeben werden, um auf Perlen hinzuweisen und vor Schrott zu warnen. Der Spielspaß kommt dann von ganz alleine!

    P.S. Den Rift-Text von dir würde ich tatsächlich gerne mal lesen (Link gerne auch per PM)

    P.P.S: Das britische Magazine wohlwollend und industrienah werten, halte ich für ein Gerücht - jüngst hat zumindest die EDGE "Dead Island" mit einer 3/10 abgewatscht und auch ein "Bodycount" (4/10) bzw. Warhammer 40k (5/10) kamen nicht viel besser weg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. September 2011
  14. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Ich denke, ich habe alle Antworten die meine Meinung darlegen zu dem Thema oben schon ausführlich erläutert. Ich halte es eben durchaus möglich die Grafik recht objektiv zu bewerten und will mich da jetzt nicht großartig wiederholen.

    Am Ende glaube ich, dass eine gesunde Mischung aus objektiv und subjektiv am besten ist. Wieso rein subjektiv in die Hose gehen kann, habe ich oben dargelegt, etwa am Witcher Beispiel.

    Die Preview, basierend auf dem Beta Wochenende vor Release findet sich hier:
    http://www.gamersglobal.de/news/32576/user-preview-rift

    Neben einigen Antworten von mir dort im Thread zur Erläuterung habe ich auch noch einen kleinen Text verfasst, wie ich zu meiner Meinung gekommen bin:
    http://rpcg.blogspot.com/2011/03/welcher-mmo-spielertyp-bin-ich.html



    Einer der Gründe warum man bei sowas angefeindet wird ist, wenn man zugibt, "nur" zehn Stunden gespielt zu haben. Aber ehrlich denke ich, dass wenn ich ein Spiel zehn Stunden gespielt habe, insbesondere als erfahrener Zocker, es doch recht gut einsschätzen kann, auch wenn man nicht alles gesehen hat. Auch bei einem MMO, dafür habe ich auch schon zu viele MMOs gespielt und gerade auch dort, ist der Anfang mit das wichtigste.
     
  15. Den Text habe ich nicht mehr wirklich im Kopf, aber an das Test-Video zum ersten WItcher-Teil kann ich mich noch gut erinnern. Das war eines der bestgemachten Test-Videos, die ich überhaupt gesehen habe. Humorvoll, informativ und einfach gut gesprochen/vorgeschrieben. Hätte mich auch nicht erinnern können, dass er NWN2 soviel besser behandelt hätte. Und mir hat eigentlich auch The Witcher besser gefallen, weil es einfach mal neue Wege ging.
     
  16. Teflongesicht Well-Known Member

    Teflongesicht
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    Du hast recht Spiritogre: man kann ein Spiel objektiv nach bestimmten Kriterien bewerten. Doch die Frage ist, ob dieses Testverfahren Spielen gerecht wird. Das würde voraussetzen, dass eine hohe objektive Note gleich einer hohen subjektiven Note wäre. Dem ist aber bei Spielen nicht der Fall. Deshalb wäre keinem geholfen. Die Note sagt mir dann nämlich nur, wie gut ein Spiel objektiv ist. Das sagt mir aber nicht, ob das Spiel mir gefällt. Da habe ich lieber, wenn ein subjektiver Test geschrieben wird und ich anhand des Redakteurs dann einschätzen kann, ob es mir gefällt.
     
  17. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Der Text hatte leider einen durchweg sehr negativen Grundton, d.h. es war in jeder getippten Zeile deutlich merkbar, selbst bei eigentlich postiven Dingen, dass dem Tester das Spiel, trotz der dann gegebenen Endnote, überhaupt nicht gefallen hat. In meinen Augen war der Bericht das perfekte Negativbeispiel für einen subjektiven Test, da wirklich kein gutes Haar an dem Spiel gelassen wurde. Und wie gesagt, es wurden dann, was irgendwie dann doch peinlich wirkte, halt viele Dinge negativ kritisiert, die bei NWN 2, ich glaube es war Mask of the Betrayer, dann mit einmal völlig egal waren, etwa die künstlichen Levelbegrenzungen durch Zäune etc.

    Deswegen tendiere ich ja dazu, eine Note wie Grafik und Sound als rein technische und objektive Noten zu werten und die subjektiven Einflüsse dieser Bereiche wie z.B. ob die Grafik stimmig ist und zusammenpasst, ob einem die Hintergrundmusik gefällt etc. in einer Atmosphärenote zusammenzufassen. Damit wären dann beide Fraktionen bedient.

    Ich werfe noch einmal das Beispiel Deus Ex 3 in den Raum. Ich habe im Internet viele Stimmen gehört, die durchaus der Ansicht waren, die Atmosphäre könnte noch um einiges besser sein, wenn die Technik besser wäre. Die Atmosphäre mag für viele dennoch genial sein, die Grafik an sich stimmig, aber die technische Qualität der Grafik lässt eben doch sehr zu wünschen übrig (detailarme Texturen, Ton nicht Lippensynchron, Animationen aus der Steinzeit etc.).
    Oder graben wir wiederholt Limbo aus. Technisch einfach schwache Grafik, die allerdings so stimmig ist, dass sie perfekt für diesen Titel ist und für eine tolle Atmosphäre sorgt.
     
  18. Rudi Ratlos trifft Susi Sorglos

    Rudi Ratlos
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    Jaaa, gib uns noch mehr Waschmaschinentests...

    Zu deinem Text: Ist eigentlich ganz OK, aber du hast dir selber genug Fallstricke und fragwürdige Formulierungen eingebaut, um einige der Kommentare, die du darauf bekommen hast, (wohlweislich?) zu provozieren...
     
  19. Teflongesicht Well-Known Member

    Teflongesicht
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    Aber warum muss man die Grafik dann als Einzelnote erfassen, wenn man bei der subjektiven Bewertung die sowieso mit einfließen lässt, weil es bei manchen Spielen atmosphärisch gesehen auch auf die Technik drauf ankommt. Also heißt es doch, dass man bei der Techniknote Spiele wie z.B. Tetris bestraft, wo sich die Grafik aber nicht auf die Atmosphäre auswirken würde.
     
  20. Spiritogre Well-Known Member

    Spiritogre
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    Also ich muss ehrlich sagen, dass die bloße Erwähnung von WoW schon zum Eklat führt, ist von den Rift-Fans meiner Ansicht nach affig. Rift wirbt eben damit WoW an den Karren zu pi ...nkeln und MUSS sich deswegen den Vergleich gefallen lassen. Wobei ich ja nun auch mit anderen Titeln verglichen habe und dargelegt habe, was welches Spiel wo besser macht.

    Interessant fand ich in dem Sinne, dass ich Rift durchaus als gutes Spiel werte, was die Fanboys aber komplett ignorieren. Das einzig wirklich Kritische, was ich Rift vorwerfe ist der Innovationsarmut und der Blick darauf, gelangweilte WoW-Zocker abzuwerben und ihnen das gleiche in hübsch zu bieten.
     
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