Leserbriefe für die nächste GamePro: Gamer-Klischees

Dieses Thema im Forum "Meinungen zum Heft" wurde erstellt von Maksee, 11. Oktober 2011.

  1. Hallo zusammen,

    aus gegebenen Anlass (RTL-Bericht) würde mich eure Meinung zu Gamer-Klischees interessieren. Der Explosiv-Beitrag zur Gamescom ist zwar schon eine Weile her, dennoch ist es ein Thema das uns öfters begegnet.

    Speziell wenn ich meinen Beruf Themenfremden Leuten erkläre sehe ich oft einen dicken fetten Klischee-Denker-Aufkleber auf ihrer Stirn. Ich gebe mir immer Mühe Schubladendenken aus der Welt zu schaffen. Nehme sogar an Gametalks teil um Lehrer, Eltern und Erzieher über die Welt der Games aufzuklären. Wie sieht es bei euch aus, engagiert ihr euch vielleicht in Foren oder kennt ihr ähnliche Situationen?

    LG
    Maxi
     
  2. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Klischees gehören doch zum Leben dazu. Ohne Klitschees könnte man doch die Hälfte aller Witze vergessen. Ich sehe es so, dass die Gamer extrem dünnhäutig sind wenn es um ihr Hobby geht. Ich kenne keine andere Gruppe, die sich wohl dafür einsetzt die Klitschees zu beseitigen.

    Regen sich die Blondinnen so auf, dass alle denken sie wären dumm? Oder das alle Juden gierig nach Geld sind? Oder das Frauen angeblich schlecht einparken können? Oder das Deutsche Socken tragen wenn sie mit Sandalen unterwegs sind? Die Franzosen Frösche essen? Und so weiter könnte man die Liste führen.

    Also lasst die Leute ihre Klischees haben, den auch ihr macht euch bestimmt über andere Klischees lustig;)
     
  3. amon82 Haihappen

    amon82
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    Wenn aber Klischeedenken mit echten -nicht ironischen- Unwahrheiten untermauert wird, wo dann zusätzlich noch Ignoranz und -alle über einen Kamm scheren- hinzukommt hört der Spass auf.

    Wieviele Blondinen, Beamten/- etc klischees waren für die Medien Grund dafür, diese Zielgruppe zu zerreißen? Wenn auch nur ein Hauch von realer Gewalt in den Nachrichten erscheint, wo nachgewiesen wird, der spielt Konsolen/PC, gibt es ganze Serien von negativen Reportagen und Schlagzeilen.
     
  4. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Und wo ist der Unterschied jetzt zu den Muslimen? Die haben es doch weit schwerer als eine Gruppe von Videospielern, die alle halbe Jahre lang mal verarscht werden.
     
  5. amon82 Haihappen

    amon82
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    Genau so schlimm, aber politscher/religiöser Natur. Da könnten wir auch Hartz4 klischees nehmen.

    Hast du nicht eben geschrieben, alles halb so wild, lass den Leuten ihre Klischees, da sie ja sonst nichts zum lachen haben?. Damit torpedierst du alle deine Aussagen.

    Es geht überwiegend um uns Spieler und wir werden im Vergleich zu vielen anderen aus den oben genannten Gründen anders bewertet.

    Einfaches Beispiel. Ende diesen Monat gehts ab in den Urlaub, eine Woche nach Spanien. Meine Freundin und Familienangehörige kommen mit. Aus -Spass- habe ich gesagt, gut, dann nehme ich meine Xbox 360 mit, schön in Ruhe zocken. Das war nicht wirklich ernst gemeint, aber die Gesichter sprachen Bände!
    Hätte ich jetzt gesagt, ich nehme ein Buch mit (was ich tue), wie wäre wohl dann die Reaktion gewesen?
     
  6. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Nicht unbedingt. Weil Muslime bzw. der Glauben ja eigentlich kein "richtiges" Klitschee ist:ugly:

    Ein Buch ist nachvollziehbarer als eine Konsole mit in den Urlaub zu nehmen. Selbst ich als Gamer fasse mir an den Kopf wenn andere Leute ihren Urlaub so legen um ja ihr Lieblingsspiel ohne Störungen zu zocken oder sogar nur in ihrem Urlaub zocken. Das steht den extremen WoW-Spielern in nichts nach;)
     
  7. Der Marc Benutzer

    Der Marc
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    Es ist ein Unterschied, ob man Klischees wie "Frauen können schlecht einparken" und "Männer trinken gern Bier" hat, oder "Videospieler sind faul, sozial abgegrenzt und potentiell gefährlich".
    Das eine sind positive Klischees, charmante Anhängsel, liebenswürdige Charakteristika etc. Das andere sind negative Klischees und damit nix, womit sich irgendwer freiwillig schmücken will. Da ist auch nix augenzwinkerndes dran. Ich finde es verständlich, dass Gamer sich dagegen wehren, diese Klischees übergestülpt zu bekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2011
  8. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Bis jetzt hat doch nur Explosiv den Bericht gebracht mit Faul, ungepflegt und sozial abgegrenzt oder? Und hier wird ein Fass aufgemacht als wäre jede Woche so ein Bericht zu sehen oder zu lesen.

    Aber so wie sich Manche darüber aufregen, wird wohl ein Fünkchen Wahrheit dahinter stecken :aua:

    Und das Politiker den Spielen die Schuld geben ist einfacher als den Wählern zu sagen: "Eigentlich sind wir und ihr Schuld, weil die Kinder/Jugendlichen für sich keine Zukunft sehen". Aber leider haben die Wenigsten den Blick über den Tellerrand, dank dem "Qualitätsfernsehen".
     
  9. Der Marc Benutzer

    Der Marc
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    Bei jedem Amokläufer wird gezielt darauf eingegangen, dass er "Killerspiele" gespielt hat...was soll mir das sagen? Killerspieler = gefährlich?
    Es gibt einfach keinen Kontext, in dem Videospieler gut da stehen in unserer Gesellschaft. Sie sind immer nur fett, faul, pickelig, von Frauen belächelt, unreif bis hin zu tickenden Zeitbomben.

    Ja, so wird's sein. Man würde am ehesten beweisen, das die Vorurteile falsch sind, wenn man sich nicht gegen sie wehrt, logisch. :ugly:

    Schon klar, deshalb muss man sich doch aber nicht mit den Vorurteilen abfinden.
     
  10. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Man kann gegen Vorurteile zur Wehr setzen aber wenn das soweit geht wie hier ein gewisser User gegen RTL mobil gemacht hat. Dann frage ich mich, ob der Bericht bei dem User den Nerv getroffen hat und ihm quasi einen Spiegel vors Gesicht gehalten hat:ugly:

    Dadurch, dass Videospiele sich mehr und mehr verbreiten in der Gesellschaft, wird eines Tages das Klischee nur noch humorvoll aufgenommen werden, weil ja quasi fast jeder zockt;)

    Wenn man sich schon "politisch" engagieren möchte, dann bitte für was sinnvolleres als für die Ausrottung von Videospieler-Klitschees:p
     
  11. amon82 Haihappen

    amon82
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    Warum?
     
  12. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Weil man ein Buch auch draußen lesen kann, während man bei der Konsole auf das Hotelzimmer angewiesen ist. Wer fährt schon in den Urlaub und gibt ein paar Hundert Euro aus, nur um dann im Hotelzimmer zu zocken während draußen 30 Grad und mehr sind (alternativ -10 Grad und Schnee)? :aua: Um zu sagen: "Ey Leute ich war in New York/Malediven, habe 2 Wochen lang mein Hotelzimmer nicht verlassen und habe meine 200 Games abgearbeitet"? :ugly:
     
  13. Der Marc Benutzer

    Der Marc
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    Ok, da stimm' ich dir in allem zu. ;)
     
  14. amon82 Haihappen

    amon82
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    Achso, aber ein Handheld würde dann gehen, da mobil?

    Ich spiele 1 Woche lang am Strand PSP. Besser, verstehe.

    Was ist wenn das Wetter nicht mitspielt, geht es dann? :ugly:
     
  15. Dre Trantgruppenspiele

    Dre
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    Wenn man nicht am Strand liegt, kann man ja das Land was man ja besucht besichtigen :ugly:

    Wenn du PSP zocken willst von mir aus. Der Akku hält ja net mal nen Tag :aua:
     
  16. amon82 Haihappen

    amon82
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    Es ist eigentlich schlimm genug, dass man über dieses Thema "aufklären" muss. Nach dem Motto "Wie benutz ich ein Kondom, wofür brauche ich es"

    Ich glaube der Grund, warum Gamespieler (ich liebe dieses Wort:ugly:) kritischer betrachtet werden als andere ist der, da man aktiv Eingreifen kann. Dinge tut, die man im richtigen leben nicht tun würde und gesellschaftlich verachtet werden (Mord, Raserei etc )
    Bei Filmen, wenn man den Vergleich zieht, die sehr brutal sein können, ist man dabei nur passiver Zuschauer einer Geschichte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2011
  17. Der Marc Benutzer

    Der Marc
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    Schöner freud'scher Versprecher.
    Gesellschaftlich hoch geachtete Dinge wie Mord und Raserei... :D
    "Für 25 Jahre gute Arbeit, Treue, Ehrlichkeit, unaufgeforderten Mord und regelmäßige Raserei, verleihen wir ihm diesen Orden."

    Ja das stimmt schon. Auf jemanden, der sonst keinen Zugang zu Games hat, muss es schon komisch wirken, wenn da Leute vor Monitoren sitzen und "andere töten". Das muss man sich auch bewusst machen.
    Da ist einfach eine "Verständnisbarriere" oder wie man's nennen will, die sich wohl nur langsam abbauen lassen wird. Wie bei Rock'n Roll-Musik eben.
     
  18. So wie einige Leute auf der gamescom aussahen und Geduftet haben, stimmt das Klischee doch :ugly:

    Aber solange ich weiß, dass es nicht auf mich zutrifft, geht sowas an mir vorbei. Fand den tv-Bericht, trotz der großen Welle drum eher amüsant als beleidigend.
     
  19. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Ich denke mal durch die Verbreitung der Konsolen in sämtliche Wohnungen und Häuser sind Spiele Alltag geworden. Jeder spielt irgendwas, jeder kennt sich mit bestimtmen Genres gut aus, doch fast niemand sieht sich selbst als Zocker.
    Meist ist es doch so, dass Leute mal Abends zocken, dies aber nur einmal im Monat tun, weil sie sonst weg gehen oder mit anderen Sachen sich beschäftigen und als Zocker immer noch das Klischee aus den 80ern betrachten, mit dickem Bauch, einer Pickelhaube im Gesicht und einer Haut, die bei zarter Sonnenstrahlung schon leicht anfängt zu ätzen.
    Dabei kann man Zocker sein UND ein "normales" Leben führen. Denn man ist schneller Zocker als man denkt.
     
  20. amon82 Haihappen

    amon82
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    verachtet *räusper * :)
     
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