Surviving Mars

Dieses Thema im Forum "Spiele-Forum" wurde erstellt von RyuDragon, 22. Mai 2020 um 03:42 Uhr.

  1. RyuDragon Well-Known Member

    RyuDragon
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    Surviving Mars ist ein Aufbauspiel, das von Haemimont Games entwickelt wurde, die einigen vielleicht als Macher der Tropico-Spiele bekannt sind. Der Spieler schlüpft hierbei in die Rolle des Leiters eines Kolonisationsprojektes, in dem es darum geht den Planeten Mars zu besiedeln. Zu Beginn wählt man zunächst einmal eine der verschiedenen Organisationen aus, die den Mars besiedeln wollen und wählt seine eigene Spezialisierung. Beides hat Auswirkungen darauf, welche Technologien und eventuell besonderen Einheiten/Gebäude man zu Beginn zur Verfügung hat, ebenso über die Mittel und Ausstattung. Ist das erledigt kann man wenn man möchte noch die Startausrüstung manuell anpassen, dann geht es auf zum Mars.

    Auf dem Mars muss man dann erstmal die Grundbedingungen für eine menschliche Niederlassung schaffen bevor man per Siedler einfliegen kann. Dazu baut man mit ferngesteuerten Drohnen Ressourcen ab, erkundet den Planeten und errichtet erste Einrichtungen. Hat man Energie, Wasser und Sauerstoffproduzenten am Start kann man eine Kuppel errichten, in der dann die Siedler leben können. Dabei kann man jederzeit Sachen von der Erde einfliegen lassen, sowohl Ressourcen als auch Fertigbauten. Dies ist aber natürlich teuer und geht nur, solange man auf der Erde noch Raketen zur Verfügung hat. Sonst muss man auf dem Mars erstmal eine betankt bekommen und zurückschicken. Und da man die Raketen auch braucht um Siedler einzufliegen sollte man drauf achten rechtzeitig Treibstoffraffinerien zu errichten. Ist die Kuppel errichtet und mit den ersten Gebäuden bezugsfertig gemacht worden kann man die ersten Siedler, die Gründer, einfliegen. Diese kann man von Hand nach Spezialisierungen und Stärken/Schwächen auswählen und muss sie dann erstmal ne Zeit am Leben erhalten um zu beweisen, dass die Kolonie lebensfähig ist. Erst wenn man diese Probezeit überstanden hat, oder durch ein dort geborenes Kind bewiesen hat, dass die Kolonie wächst und ähm... gedeiht, kann man weitere Siedler einfliegen und frei drauflos bauen.

    Wirklich feste Ziele im Sinne von Siegbedingungen gibt es dabei im normalen Spiel nicht, aber durchaus Meilensteine und Missionsziele, die man für Belohungen abschließen kann. Meilensteine wie erster Mensch auf dem Mars geben Forschungspunkte, und Forschung ist extrem wichtig, denn man will schnell selbst alles mögliche bauen können ohne es immer von der Erde einfliegen zu müssen. Denn Geld kann sehr schnell knapp werden, denn man hat nicht sehr viele Einnamequellen. Missionszeile zu erfüllen gibt hingegen andere einzigartige Belohnungen, z. B. neue Bewerber auf der Erde oder Fertigbauten, die man dann ohne Rohstoffe errichten lassen kann. Außerdem hat man in jedem Durchgang auch ein Mysterium, das ist eine besondere Eventreihe, die ausgelöst wird, sobald man die dafür nötigen Bedingungen erfüllt. Welche das sind weiß ich auch nicht genau, allerdings scheint es so zu sein, dass die auch von Mysterium zu Mysterium unterschiedlich sein können. Beim Spielstart kann man übrigens einstellen, ob man ein zufälliges Mysterium bekommt oder sich ein bestimmtes Aussuchen, wer also alle mal gesehen haben will muss nicht 100 Partien spielen und hoffen, mal was Neues zu bekommen. Und diese Mysterien können einen Durchgang ordentlich auf den Kopf stellen, je nachdem wie schwer das Mysterium ist.
    Und wenn man den Green Planet DLC hat kommt außerdem noch Terraforming als mögliches Ziel in Betracht, denn den Mars zu einer zweiten Erde zu machen ist eine Mammutaufgabe. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Meilensteine womöglich auch erst mit einem DLC eingefügt worden sind, könnte sein, dass die mit Space Race kamen, denn erst da wurde eingeführt, dass man bis zu drei Konkurrenzsiedlungen auf dem Mars haben kann und die Meilensteine sind ja quasi ein Wettrennen um sie zuerst zu erreichen und sich die Boni zu sichern.

    Auf jeden Fall macht Surviving Mars im Komplettpaket mir allen DLCs (nur das kann ich beurteilen) in meinen Augen eine prima Figur. Es ist fordernd, aber nicht unschaffbar, mit den Mysterien sind Geschichten eingebaut, die man erleben kann und die für Wiederspielwert sorgen. Und optisch ist es auch wirklich nett: Das Licht der wandernden sonne reflektiert auf Oberflächen und wenn man nah ranzoomt kann man die Leute in den Kuppeln beim rumwuseln beobachten. Und ihre mitgebrachten Haustiere! Und es ist einfach super zuzusehen, wie sich der Planet langsam Stück für Stück verändert wenn man sich ans Terraforming macht.

    Ich kann Fans von Aufbauspielen nur empfehlen, mal einen Blick zu riskieren, sich ein LP auf YT anzuschauen, oder ähnliches, denn auch wenn es auf Konsole inzwischen erfreulicherweise immer mehr Aufbauspiele gibt, ist das Genre hier immernoch sehr überschaubar, und Surviving Mars ist in meinen Augen ein wirlich guter Vertreter des Genres auf Konsole. :)
     
  2. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Ich finde die Berichte immer wieder spannend. aber genau wie in deinen ein anderen Titlen. Kein festes Ziel. Sowas ist für mich das ultimative KO Kriterium. Ich spiele Spiele ja um irgendwas zu erreichen. Einfach komplett ohne Ende in Sicht zu spielen würde mir gar nichts geben. Ich habe die Art Spiel nie verstanden.
    Einfach ne ordentliche Kampagne dazu und gut währs.
     
  3. Echelon The Day You Die Is The Day I Smile

    Echelon
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    Die "Kampagne" in dem Spiel sind die Mysterien. Und die können sich teils gravierend auf den weiteren Verlauf des Spiels auswirken. In manchen Szenarien kann man bspw. auch Technologien erforschen, die es nur dort gibt. Ich glaub, in einem Szenario ist es bspw. möglich bionische Kolonisten zu erschaffen oder diese genetisch so zu verändern, dass sie sich besser an die Bedingungen des Mars anpassen können. Dadurch entstehen neue spielerische Möglichkeiten in der Art und Weise wie man die Kolonie aufbaut.
     
  4. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Ich habe ja schon ein LP zu dem Titel gesehen. Die Mysterien sind nett. Aber wenn es keinen "Sie haben gewonnen" Bildschirm mit Statistik am Ende gibt ist das einfach nichts für mich. :groundi:
    Muss ich wohl doch bei den Siedlern bleiben.
    Mehr schafft mein PC auch nicht...........
     
  5. RyuDragon Well-Known Member

    RyuDragon
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    Kann ich verstehen, eine Kampagne hätte ich auch super gefunden. Vielleicht sogar für jede Fraktion ne eigene, wäre traumhaft gewesen. Aber man kann sich hier tatsächlich auch selber Ziele setzen, z. B. die 100% Terraforming als Endpunkt oder so etwas. Oder halt ne bestimmte Koloniegröße. Ich habe aktuell zum Beispiel als Ziel das Terraforming abzuschließen, und das habe ich auch fast geschafft. Möchte aber gar nicht wissen, wie viele Stunden ich da jetzt für gebraucht habe. Zu viele kann da nur die einzig wahre Antwort sein. :topmodel: Aber ich gehöre auch zu den Spielern, die gerne mal in der Welt eintauchen und sich angucken, was sie da fabriziert haben. Aktuell bin ich zum Beispiel dabei eine gewaltige Hauptstadt zu basteln, umgeben von beeindruckender Natur. Und nachdem ich damit nach ein paar Stunden fertig war, hab ich einfach mal die Geschwindigkeit auf 1x runtergeschraubt und bin nah dran durch die Gegend geflogen und hab mich umgesehen. Für mich ein Riesenspaß, da mir die Grafk auch gefällt. Nur Schade, dass das Innere der Gebäude nur da vorhanden ist, wo man auch von Außen reinschauen kann. Aber auch so schon cool gemacht, denn alles was man von Außen sehen kann ist ziemlich detailiert eingebaut worden. :) Muss man aber ein Faible für haben.

    Außerdem gibt es noch einen Modus, der Herausforderungen heißt. Habe ihn mir noch nicht angeschaut, aber von der Beschreibung her könnte das etwas in Richtung von Missionen mit festem Ziel sein. Aber ohne es angetestet zu haben kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.

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    @Echelon
    Ja, und selbst die Mysterien, die keine eigenen Forschungen oder so mitbringen können einem das Spiel auf den Kopf stellen. Und ich habe das Gefühl, dass einige auch verschiedene Enden haben könnten, je nachdem wie man mit ihnen umgeht. Hab bislang selbst zwar nur ein Mysterium gespielt, das mit dem
    Dritten Weltkrieg auf der Erde
    , aber ich glaube, wenn man das verhaut bringt es ein eigenes Ende mit, zumidest hatte ich das Gefühl, dass man auch scheitern kann. Oder aber man kommt dann irgendwann an einen Tiefpunkt, an dem es hängen bleibt, bis man es geschafft hat. Sollte ich das noch mal bekommen, werde ich wohl mal gucken was passiert, wenn ich mich da nicht drum kümmere. Wobei es irgendwie typisch ist, ich triggere mein erstes Mysterium und es ist natürlich das vermutlich Einzige, das keine Trophy fürs Bestehen hat. :topmodel:
     
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