Thronebreaker: The Witcher Tales

Dieses Thema im Forum "Spiele-Forum" wurde erstellt von Maryokutai, 27. Februar 2020.

  1. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Ich mache einfach mal einen Thread auf. Witcher 1-3 haben ein eigenes Thema, Gwent hat eins, warum nicht Thronebreaker. Ich schiebe das anfängliche Desinteresse auf den missglückten Launch damals (vergleichsweise hoher Preis, sehr verbuggt), aber da mittlerweile sowohl der Preis gesenkt als auch die Probleme beseitigt wurden, kann man dem Titel eine Chance geben.

    Thronebreaker spielt einige Zeit vor den Witcher-Spielen und konzentriert sich auf einen ähnlichen Konflikt - der Krieg zwischen Nilfgard und den Northern Realms - erzählt diese Geschichte aber aus der Sicht einer direkt involvierten Partei, Königin Meve von Lyria und Rivia.

    Der Spielablauf besteht aus dem Erkunden einer isometrisch dargestellten Map und diversen Kämpfen, die mit Karten ausgetragen werden. Zu sagen das Kartensystem würde auf Gwent aus Witcher 3 basieren ist in etwa als würde man behaupten Dragonball wäre eine Neuinterpretation von Journey to the West. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber es spielt sich völlig anders.

    Ich hatte anfangs ein paar Probleme reinzukommen. Gwent, das Witcher-3-Original, war für mich vor allem deshalb immer interessant weil die Karten einander nicht angegriffen habe. Thronebreaker nähert sich diesbezüglich eher den bekannten TCGs an indem es vielen Einheiten die Möglichkeit gibt, gegnerische Karten anzugreifen und/oder zu zerstören. Das kann gewöhnungsbedürftig sein, weil die Punktwerte dadurch stärker fluktuieren und man sich erst bei wirklich großen Punktabständen "sicher" fühlt, eine Runde zu gewinnen. Nach ein paar Stunden habe ich mich allerdings reingefunden und habe mittlerweile wirklich Spaß mit dem System. Neueinsteiger ohne Witcher-Vorwissen haben hier vermutlich weniger Probleme reinzukommen.

    Die einzelnen Gefechte folgen teilweise anderen Regeln, das sind sogenannte Puzzle-Kämpfe. Hier müssen mal alle Gegner auf Stärke 1 gebracht werden oder der Kampf innerhalb von ein paar Runden gewonnen werden. Gegenrell fügen sich diese Puzzles gut ein und sorgen auch für ein bisschen Abwechslung.

    Neben des eigentlichen Kartenspiels ist die Geschichte die große Stärke von Thronebreaker. Meves Werdegang ist sehr schön erzählt und geschrieben und Witcher-typisch muss man sehr häufig entscheidungen treffen, bei denen man quasi immer einfach eines von zwei Übeln auswählt. Leider haben diese Entscheidungen nicht nur Konsequenzen auf den Verlauf einiger Nebenstories, sondern auch auf das eigene Deck. Ich habe gestern etwa herausgefunden, dass ich eine sehr starke Karte nicht habe weil ich nicht die dafür notwendige Entscheidung traf. Finde ich etwas unglücklich gelöst, vor allem weil man nicht manuell speichern kann.

    Das ist aber bislang mein einziger Kritikpunkt am Spiel, abgesehen vielleicht noch von der Tatsache, dass die offiziellen PR-Grafiken (die auch beim Spielstart eingeblendet werden) einen plot point spoilern.

    Davon abgesehen bin ich wirklich sehr angetan, mehr sogar als erwartet. Die Geschichte ist wirklich spannend erzählt, das erweiterte und umgebaute Gwent gefällt mir mittlerweile wirklich gut und auch grafisch ist es enorm aufwändig produziert. Vor allem die Kartendesigns brauchen sich hinter MTG nicht zu verstecken. Wer auf Kartenspiele steht sollte sich Thronebreaker auf jeden Fall ansehen, ist eine richtige kleine Perle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2020
  2. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Kapitel zwei beendet und zwei Stunden in Kapitel drei reingespielt. Das Spiel scheint wirklich relativ umfangreich zu sein, ich habe schon über 15 Stunden auf dem Konto. Das zweite Kapitel war optisch leider nicht wirklich ansprechend, dafür trifft das Darauffolgende wieder eher meinen Geschmack.

    Die Entscheidungen sind teilweise wirklich nicht ohne und dass das Spiel immer einblendet man habe "eine von zwei schlechten" Entscheidungen getroffen passt wie die Faust aufs Auge. Bis jetzt habe ich immerhin keine weiteren Einheiten verloren. Die optionale Magierin, die man in Kapitel 2 rekrutieren kann, ist trotz der hohen Einsatzkosten ein richtiger Game Changer und macht den Verlust einer anderen Einheit fast wieder wett. Letztere hatte das Spiel allerdings fast schon zu einfach gemacht – vielleicht unter'm Strich doch gut, dass sie nicht mehr dabei ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2020
  3. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    Äh, Spoiler?

    Wobei ich nicht weiß wie früh das passiert. Ich wüsste nichtmal in welchem Kapitel ich bin, aber nach 9 Stunden kahm das noch nicht vor.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2020
  4. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Stimmt, habe den Namen mal rausgenommen, aber es ist so oder so abhängig von den eigenen Entscheidungen ob das so eintrifft oder nicht. Stand ja zum Glück nicht da unter welchen Umständen sie verschwindet.

    Und mochtest du das Spiel nicht sowieso nicht?
     
  5. Master Chief 1978 Well-Known Member

    Master Chief 1978
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    Ich habs auch vor 2 Monaten oder so im Sale für die One mitgenommen, ich finde es immer noch etwas schade das sich die Gwint Variante in Thronebreaker und dm Multiplayer nicht so einfach und Simpel wie das im Witcher 3 spielt. Denn das mochte ich sehr gerne und wir haben auch schon einige Runden mit den Karten aus den Expansion Packs gespielt.
    Thronebreaker an sich macht schon Laune, hatte nur noch keine Zeit weiter zu Spielen weil ich noch genug andere Games zocken muss. Achja und die Rätsel hätten nicht unbedingt sein müssen. Dafür ist die Story wieder recht gelungen.
     
  6. Splandit Well-Known Member

    Splandit
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    @Maryokutai

    Kann mich zumindest nicht daran erinnern das gesagt zu haben.
    Unabhängig davon, würde es das besser machen? Auch wenn mir ein Spiel nicht gefällt will ich jetzt nicht direkt wissen wie es endet.
     
  7. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Die sind ein bisschen hit & miss. Bei einigen habe ich den Eindruck als wäre man schneller am Ziel wenn man einfach das Trial & Error Prinzip walten lässt, aber es gibt auch ein paar die mir wirklich gefallen haben.
    Was kurioserweis IMO zu selten ist sind die "richtigen" Kämpfe. Die Mehrzahl der Auseinandersetzungen sind "short battles", die nur über eine Runde gehen, wofür leider nicht alle Karten wirklich gemacht sind (Isbel jetzt mal als Beispiel).

    Dein Post dazu im Witcher-3-Thread klang halt eher enttäuscht.
    Und klar soll das nichts mit Spoilern zu tun haben, aber du überschätzt hier ein bisschen was ich geschrieben habe. Ich habe nicht erzählt wie das Spiel endet - bin selbst noch lange nicht so weit - und was die betroffene Karte angeht kann das bei jedem Spieler anders ausgehen.
     
  8. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Das Spiel hat ein paar richtig coole Easter Eggs:

    The Banner Saga. Hierzu gab's auch einen kurzen Dialog:
    [​IMG]

    Hearthstone:
    [​IMG]

    Ansonsten bin ich immer noch sehr begeistert von, naja, so ziemlich allem was Thronebreaker zu bieten hat. Wirklich sehr schade, dass man damals den Launch vermasselte, sonst wäre das vermutlich ein richtiger Hit geworden.

    Will übrigens auch noch kurz erwähnen, dass es wirklich super auf die Switch passt. Es sieht wirklich richtig toll auf dem kleinen Bildschirm aus und da man weder den rechten Stick noch die Schultertasten benötigt kann man das Gerät auch sehr gemütlich halten beim Spielen. Mal ganz davon abgesehen, dass solche Kartenspiele auf Handhelds immer gut funktionieren.
     
  9. Maryokutai die Toffi-Fee

    Maryokutai
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    Habe es eben durchgespielt und fast 40 Stunden benötigt. War gut und gerne doppelt so lang wie ich es erwartete, aber keinesfalls zu lang. Hat mir quasi durch die Bank einfach unglaublich gut gefallen. Einzig der Endboss war ein richtiger Spielspaßkiller. Nach 15 Versuchen und ca. 5 verschiedenen Decks habe ich einfach den Schwierigkeitsgrad heruntergeschraubt. Keine Ahnung wie man den auf Normal oder gar Schwer schaffen soll, der hebelt einfach mal alle Spielgesetze aus und zieht quasi endlos Karten nach. Sogar einen Nachteil von 250 Punkten konnte er in einer Runde wettmachen nachdem ich passen musste weil mir die Karten ausgingen. Völliger Blödsinn – vor allem weil die Balance von dieser Partie abgesehen wirklich sehr gut ist. Man muss sich ab und an Gedanken um sein Deck machen und auch hier und da Runden aufgeben um die letzte Runde gewinnen zu können. Ich hatte gefühlt erst in den letzten zwei bis drei Stunden ein Deck, das viel zu mächtig war und mit den normalen Gegnern kurzen Prozess machte. Aber auch das half, wie gesagt, nichts gegen den letzten Gegner.

    Insgesamt aber wirklich hervorragend. Da ich aber eh schon das meiste dazu gesagt habe und hier auch mit einer Wand rede schließe ich auch mit der Aussage ab. Zum Abschluss nur noch mein "Kriegsbericht", hatte leider im zweiten Gebiet ein paar Truhen verpasst:
    [​IMG]
     
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