Wahlen 2017

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von j1m, 3. September 2017.

  1. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2017
  2. ^BloodyHoernchen^ Eichhörnchenhalbgott

    ^BloodyHoernchen^
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    Brilliant argumentiert ... und das in nur zwei Sätzen, Respekt.


    Also um mal den gamepro Bezug herzustellen:
    Wer nicht an der Entwicklung eines Videospieles beteiligt ist, hat nicht über dessen Qualität zu urteilen?
     
  3. Bothex Isaac

    Bothex
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    Schlechter Vergleich, da Kritikpunkte begründet werden sollten, du jedoch nur sagst, das es doof wäre.
     
  4. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Wenn ich permanent Äpfel mit Birnen vergleiche, und respektive oder gar keinen Zusammenhang herstellen möchte...

    Politik ist ja so gut mit den anderen von dir angesprochenen Dingen kompatibel.

    Und ne Demokratie ohne Wahlen und Wahlen ohne Wahlbeteiligung ist latent sinnlos. Je weniger in einer Demokratie tatsächlich wählen, desto schlechter ist es in der Regel auch um die Demokratie bestellt.

    Imo macht es recht wenig Sinn, sich über das "Schweinesystem" zu beschweren, aber nicht an der politischen Willensbildung via Wahlen teilzunehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2017
  5. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Genau genommen machst du alle 3 Jahre ein Kreuz, da innerhalb von 9 Jahren man halt 2 mal Bundestag wählt und mindestens einmal den Landtag :p
    Außerdem muss man sich erst mal die Kernfrage stellen, wozu man das ganze macht. Man wählt Vertreter der Bürger aus, die wichtige Entscheidungen treffen sollen, über das Zusammenleben innerhalb des Landes und das Auftreten des eigenes Landes gegenüber dem Rest der Welt. Auch wenn hierzulande viel Unzufriedenheit herscht und Probleme genannt werden, so wird es doch schon um einiges stiller, wenn man jetzt selbst bei einem Staatsbesuch dabei wäre, statt Merkel und Co.
    Natürlich gibt es auch Probleme, die kann man nur durch Gesetze und Regeln lösen oder verbessern, aber man kann auch selbst als Mensch in der eigenen Umgebung zu einem besseren Zusammenleben mitwirken. Das fängt schonmal an, dass man versucht sich mit seinen Nachbarn zu verstehen. Das geht weiter, dass man versucht wenn möglich, negative Vorurteile anderer zu vernichten. Beispielsweise als freundliche Person mit Migrationshintergrund andere nett grüßen oder so.
    Außerdem kann jeder auch mal sich mit seinen Freunden und anderen unterhalten und feststellen, ob diese Menschen ein "falsches" Weltbild haben oder schlechtes Gedankengut besitzen. Statt diese Leute zu verurteilen, einfach mal aufklären und schon sind es wieder 2 Kreuze weniger nächstes mal für eine "schlechte" Partei.


    Da hätten wir aber auch wieder das Problem, dass BloodyHörnchen eben ansprach: Im Bundestag gibt es Ausschüsse, die sich intensiv mit einem Thema beschäftigen und ihre Ergebnisse im Plenarsaal mitteilen, bevor irgendetwas abgestimmt wird. Demzufolge gibt es Leute, die abstimmen weil sie Ahnung haben und Leute, die abstimmen, weil sie sich auf andere verlassen die Ahnung haben.
    Bei einer Volksabstimmung würden auch viele mitwählen dürfen, die keine Ahnung haben und sich zumindest nichtmal mit der materie auseinander gesetzt haben. Das finde ich viel fataler.

    Ja, andere Länder haben auch Volksentscheide und man kann meiner Meinung nach darüber diskutieren, was die Vor-und Nachteile davon sind, aber andere Länder haben auch noch die Todesstrafe. Also zählt allein das Argument für mich nicht, nur weil es andere haben und damit zufrieden sind.


    Dann musst du halt eine Partei wählen, die das kleinere Übel für dich ist oder du bist ganz verrückt und machst es wie Bernd Lucke. Der hat nämlich seine eigene Partei gegründet und fährt aktuell damit ganz gute Erfolge.

    Naja die Wahlbeteiligung ist dieses mal um 5% wieder gestiegen. Wer nicht wählt, der gibt seine Stimme den Gewinnern bzw. der trägt nicht zu einer Veränderrung bei, sollte er diese anstreben. Es ist wie, als ob dich jemand frägt, ob du Pizza oder Burger möchstest und du am Ende gar nichts isst, weil dir beides nicht schmeckt und du zu faul bist, selber zu kochen. Man kommt mit dieser Einstellung nicht weiter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2017
  6. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Ja, das stimmt allerdings.

    Wenn man sich nicht gerade politisch engagieren möchte, dann ist die Wahl letztendlich die einzige Möglichkeit, am pol. Willensbildungsprozess teilzunehmen. Demokratie ist aber weit mehr als einmal oder mehrmals in der Wahlperiode zur Wahlurne zu gehen.

    Es fängt aber schon mal damit an, dass man seiner (moralischen) Pflicht als Staatsbürger nachkommt, und da gehört die Wahl einfach dazu. Gleichwohl besteht aber auch kein Zwang oder keine Pflicht zur wahl (also im Sinne einer gesetzlichen Wahlpflicht), was auch zu unserer Freiheit dazuzählt. Und man kann ja wie gesagt auch wählen, was man möchte, wobei da grundsätzlich alles legitim ist, was antritt. Also auch die AfD oder gar schlimmeres, wie die NPD. Diese Parteien sind natürlich weder programmatisch noch sonst irgendwie vertretbar, was aber nicht bedeutet, dass man sie nicht wählen darf. Diese Entscheidung muss man als Wähler schon selbst treffen.

    Es macht auch meiner Meinung nach keinen Sinn, zwar nicht zu wählen, sich aber dann über die Zustände im Land oder im System zu beschweren... das kann man auch schlecht mit anderen Beispielen vergleichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2017
  7. Schokoweck "User des Jahres 2016" - seine Oma

    Schokoweck
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    Nö. Aber wer es nicht gespielt hat. :ugly:

    Und was zum Teufel meint ihr mit woke? Oder soll das "en vogue" bedeuten?
     
  8. docmoody Meister der Prokrastination

    docmoody
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    Kommt von "woken up". Ist halt so ein Slang, den das "politische USA" in Social Media nutzt. Meist eher abwertend. Glaube ich. Hoffe ich. ;)
     
  9. Vaetheran2107 Well-Known Member

    Vaetheran2107
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    Absolut toller Beitrag!
     
  10. Soschiro Well-Known Member

    Soschiro
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    In der Schweiz wurde quasi letztes Wochenende entschieden ob die MwSt um 0,3%(vergleiche mal da unsere Erhöhung um 2%) erhöht wird um somit die Renten zu sichern. So in etwa auf jeden Fall.
     
  11. docmoody Meister der Prokrastination

    docmoody
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    Bin ich dagegen, sowas so zu entscheiden. Sowas gehört in ein Parteiprogramm und nicht in solche Entscheide, die immer wieder beweisen, dass sich das Volk nicht gerade mit viel Voraussicht entscheidet. Und welch Wunder, beide Volksentscheide (auch das mit dem Renteneintrittsalter für Frauen) wurden natürlich abgelehnt...
    Und wenn ich mir die Wahlbeteiligung bei diesen Entscheiden angucke (in diesem Fall 46,8%), dann ist es mit dem Demokratie-Pusher Volksentscheid auch nicht weit her.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. September 2017
  12. Soschiro Well-Known Member

    Soschiro
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    Wie oft halten sich Parteien an Wahlprogramme? Vor allem Wendehals Merkel ist doch das Paradebeispiel das die Politiker tun was sie wollen.

    Bei Volksentscheiden sind die Politiker gefragt die Bürger richtig zu informieren damit es sich eben mit Voraussicht entscheidet.
    Gerade beide Entscheide wurden hier sehr groß an jeder Ecke mit Bannern abgelehnt, dazu gab es einen gut gemachten Flyer im Briefkasten der über zwei Seiten klar gemacht hat das man Nein Stimmen soll damit man ein besseres System erarbeiten kann.
     
  13. docmoody Meister der Prokrastination

    docmoody
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    Und trotzdem fanden sich nicht mal die Hälfte aller Wahlberechtigten genötigt, mitzuwählen.
    Und Wendehälse gibt es auch in der Schweiz zu genüge. Dauert ja auch etwas, bis es zu so einem Entscheid kommt, davor kann man auch einiges anstellen.


    Wie gesagt, auf kommunaler Ebene gerne. Aber bundesweit sehe ich das nicht als Allheilmittel oder gar als gutes politisches Mittel außerhalb von ein paar ganz wenigen Sonderfällen an.
    Und dass solche Entscheide besonders gern von Popul- und Nationalisten genutzt werden, die sich dann nach Erreichen ihres Zieles auch meist gleich aus dem Staub machen um andere aufkehren zu lassen (wird man auch bald in Katalonien sehen), ist dabei auch noch so ein Punkt für mich.
     
  14. Hollewood Spambot

    Hollewood
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    Bei all dem Hin & Her und Diskussionen bin ich dennoch froh, daß noch niemand hier behauptet hat, Deutschland sei kein souveräner Staat ohne Verfassung, immer noch besetzt oder gar eine GmbH :)

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  15. Atreyu the Grand Theft Orchestra

    Atreyu
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    mein beileid zur afd und deren ergebnis möcht ich gerne allen deutschen usern hier ausdrücken. jetzt habt ihr auch eine fpö an der backe - ich drück euch die daumen, dass sie nie eine regierungsbeteiligung erlangen sondern wenigstens in der opposition bleiben.
    zum thema volksabstimmungen: ich würd mit denen auch nicht zu inflationär umgehn. man sieht's ja am brexit, aber es gibt auch kleinere beispiele. seit ich denken kann, regt sich wirklich jeder drüber auf, dass es eine wehrpflicht bei uns in österreich gibt. dann kam's zur abstimmung, ob man sie abschaffen soll und was is passiert? die mehrheit war für die beibehaltung. jetzt jammern halt trotzdem nach wie vor alle drüber, dass es sie gibt :aua: für sowas existieren imo parteiprogramme - jede entscheidung sollte einfach nicht direkt und verpflichtend getroffen werden.


    consider the environment before printing this comment.
     
  16. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Als Jugendlicher und nicht Wahlberechtigter, also so mit 14-16 war ich auch noch für früheres Wahlalter bei Bundestagswahlen und Volksabstimmungen. Heute bin ich klar dagegen. Bei beiden Dingen gehts es nur darum, welche "Seite" besser manipulieren kann (Gedanken mäßig) und da sind die "alten" Generationen schon traurig genug

    Deutschland ist eine AG :D
     
  17. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Mit einem Kreuz unterstützt du eine Partei/deren Programm/Wertestellung etc. blabla

    Bei Videospielen vergleichbar mit dem Kauf eines Spieles, nur um deinen dummen Vergleich mal einen Sinn zu verschaffen


    Also kein Kreuz = keine Videospiele = kein Interesse oder boykott. Alle Spiele/alle Parteien bei generellen Interesse zu boykottieren, würde heißen du findest einfach alle(s) scheiße *schulterzuck*
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2017
  18. Schokoweck "User des Jahres 2016" - seine Oma

    Schokoweck
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    ... und wir sind alle nur deren Angestellte. Darum auch der "Personal"ausweis :ugly:
     
  19. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Merkel hat schon ein Programm. Das merkt man nur nicht so sehr, weil sich sich mit ihrer unnachahmlich nüchternen und emotional distanzierten Art auf mich öfter so wirkt, als würde sie das alles gar nicht interessieren. Innenpolitisch stellt ihr das des öfteren ein Bein, in der Außenpolitik ist das dagegen wiederum recht nützlich. Nur wenn ich erst vor mich hinmerkle, kommentarlos abwarte, was passiert, dann aber doch meinen Kurs verfolge und dann von meinen Paladinen (aka Bundesregierung, CDU usw.) erwarte, dass sie mir wiederspruchlos in meinem Kielwasser hinterherschwimmen... dann ist das für mich innenpolitisch suboptimal und der falsche Weg, damit umzugehen.

    Aber selbst wenn du die Bürger "ordenlich" informierst, kannst du von keinem erwarten, dass er das annimmt. Man kann den Bürger halt nicht zwingen, ne fundierte und informierte Entscheidung zu treffen. Meiner Meinung nach kann man die wichtigsten Pros und Contras zu einem Thema auch schon ohne weiteres im Netz und den Medien finden, wenn man danach sucht. Nur ist das eine Leistung, die du halt nicht von jedem erwarten kannst.

    Das soll nicht heißen, dass ich die direkte Demokratie ablehne oder ähnliches... in Systemen, wie die Schweiz, die quasi von grundauf damit gewachsen sind, ist das aber noch mal ein ganz anderes Verhältnis. Und Deutschland ist wesentlich größer als die Schweiz, was da auch Problemen führen könnte.

    Ich fände es gut, wenn man das quasi als eine Art "Meinungsumfrage" oder ähnliches mit auf Bundesebene aufnehmen würde, allerdings aber nicht bindend für die Politik. Warum? Guck dir mal den Brexit an. ;)
     
  20. Vaetheran2107 Well-Known Member

    Vaetheran2107
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    Durch eine vernünftige, neutrale Berichterstattung über einen gewissen Zeitraum könnte man so ziemlich jeden Bürger, nicht nur die politisch interessierten, erreichen und informieren.
    Danach dann einen Volksentscheid abzuhalten, halte ich für durchaus sinnvoll und machbar.
    Die Medien müssten nur erst mal daran arbeiten im Auge des Bürgers wieder als unabhängig wahrgenommen zu werden und die Politik müsste wieder aus den Wolken hinab zur Basis steigen um dem Volk auf Augenhöhe zu begegnen und vertrauen zu schaffen.
    Das Problem dabei ist wahrscheinlich die Bequemlichkeit und die große Angst davor die Zügel zu lockern und Macht und Geld einzubüßen.
    Auf lange Sicht seh ich aber keinen anderen Weg. Der aktuelle, alles noch enger zu schnüren und zu überwachen, wird nach Hinten losgehen.
     
  21. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Ja, das stimmt allerdings. Dem Wähler respektive Bürger mutet man erst gar nicht mehr zu, sich selbst über irgendwas Gedanken zu machen... sondern man kaut alles vor und serviert ihm dann die durchgekauten Inhalte.

    Ich pers. habe das die letzten Monate in der Süddeutschen verfolgt. Die Berichterstattung, insbesondere die politische, ist da schon sehr voreingenommen und parteiisch. Die "seriöse" Presse hat ja häufig sowieso nen mehr oder minder gearteten linksliberalen Einschlag. Finde ich auch ziemlich bedenklich, da ne seriöse Berichterstattung neutral sein sollte.

    Heute geht es schon ums automone Fahren. Dabei können viele Leute anscheinend nicht mal autonom denken...
     
  22. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Es gibt doch eine tägliche Berichterstattung von vielen Quellen und es haben immer noch viel zu viele keine Ahnung. Die Möglichkeiten sich zu informieren sind gegeben. Trotzdem kommt es doch, wie auch vor wenigen Tagen dazu, dass zu viele uninformiert ihre Kreuze setzen gehen.


    Also diese Wahlkampfsendungen in denen Personen aus dem Publikum ihre Wünsche, Bedenken und Fragen den Kandidaten gestellt haben, sowas könnte es ruhig öfters geben auch abseits von Wahlen. Auch ist es leider so, dass man es halt nicht allen komplett Recht machen kann, es müssen für ein vernünftiges Zusammenleben Kompromisse eingegangen werden und das wollen nicht alle verstehen.
     
  23. Alucard AllenSchezar-Fanboy

    Alucard
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    Ich habe mal eine einfache Rechnung erklärt bekommen:
    Wer nicht wählen geht, gibt seine Stimme prozentual trotzdem an alle Parteien.
    Wer alles boykottieren möchte, muss seinen Wahlschein ungültig machen, damit keine Partei Anteile seiner Stimme erhält...
     
  24. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Ja, allerdings wenn es um die Verteilung im Bundestag geht wird man auch mit einer ungültigen Stimme oder bei der Wahl von Miniparteien nicht was wirklich beeinflussen können, da ja nur alle Parteien, die die 5% Hürde erreicht haben berücksichtigt werden und alle anderen Stimmen da keinen Einfluss drauf haben.
     
  25. ^BloodyHoernchen^ Eichhörnchenhalbgott

    ^BloodyHoernchen^
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    Das stimmt so nicht (bzw nur bei den AFAIR Berliner Landtagswahlen).
    Das ist auch wieder so ne Zahnfee-Geschichte über unsere Bundestagswahlen. Zu Ermittlung der Wahlergebnisse werden nur gültige und fristgerecht eingereichte Stimmen gezählt. Alle anderen haben keinen direkten Einfluss auf den Ausgang der Wahl und sind so gesehen in einem Topf
     
  26. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Das ist richtig. Die Basis der Prozentrechnung sind die gültigen Stimmen wie man auch an der Auswertung selbst sehen kann: https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/ergebnisse/bund-99.html

    Wenn man alle Wahlberechtigen nehmen würde, würde das Ergebnis so ausfallen:
    Nicht Wähler 23,84%
    Ungültige 0,76%

    CDU 20,18%
    CSU 4,65%
    SPD 15,47%
    Die Linke 6,97%
    Grüne 6,74%
    FDP 8,10%
    AfD 9,53%
    Piraten 0,28%
    NPD 0,29%
    Freie Wähler 0,75%
    Tierschutzpartei 0,61%
    ÖDP 0,23%
    Die Partei 0,73%

    Rest 0,88%


    Jeder 5. Wahlberechtigte Bundesbürger hat somit sein Kreuz bei der CDU/CSU gesetzt. Was subjektiv durchaus eine sehr gute Quote ist und man als Bestätigung der Kanzlerin deuten kann. Auch wenn es 2013 noch jeder 3,5 war

    Hier Zahlen zu 2013:
    Nicht Wähler 28,47%
    Ungültige 0,94%

    CDU 24,09%
    CSU 5,24%
    SPD 18,16%
    Die Linke 6,06%
    Grüne 5,96%
    FDP 3,36%
    AfD 3,32%
    Piraten 1,55%
    NPD 0,91%
    Freie Wähler 0,68%
    Tierschutzpartei 0,23%
    ÖDP 0,21%
    Die Partei 0,13%

    Rest 0,69%


    Um meine Aussage nochmal zu unterstreichen...2009:
    CDU 19,03%
    CSU 4,55%
    SPD 16,07%
    Die Linke 8,29%
    Grüne 7,47%
    FDP 10,16%
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2017
  27. Alucard AllenSchezar-Fanboy

    Alucard
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    Das war mir nicht bewusst und ich verstehe den Sinn darin nicht. Also kann man durch eine ungültige Stimme noch nicht einmal "Protest" üben? Das gehört meiner Meinung nach geändert...
     
  28. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Es gibt in manch anderen Ländern die Möglichkeit ein leeres Blatt abzugeben und dies wird dann auch so gezählt. Hier bei uns zählt es einfach als ungültig und wird am Ende mit Nichtwählen gleichgesetzt. Vor einiger Zeit gab es hier mal eine offizielle Nichtwählerpartei, die man aus diesem Grund wählen konnte, aber die hat sich inzwischen aufgelöst, weil zu wenige sie gewählt haben.

    Deswegen haben auch sicher viele die AFD gewählt, um ihren Protest auszudrücken. Denn die große Message war ja dieser Wahl, dass die Große Koalition nicht mehr so viel Anklang findet, wie vor 4 Jahren.

    Das Beste was man halt machen kann, wäre eine eigene Partei Gründen mit besseren Lösungsvorschlägen, damit alle bisher Unzufriedenen eine Hand bekommen, an die sie sich fest halten können.
     
  29. Bothex Isaac

    Bothex
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    Und was passiert dann, wenn es fast nur ungültige Stimmen gibt?
    Wird der Staat dann aufgelöst?
     
  30. PS3 Mini-Me der (Selbst)Gerechten

    PS3
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    Wieso? Es geht wird doch prozentual gewertet. Wenn es nur eine gültige Stimme geben würde, hätte die gewählte Partei halt 100%.
     
  31. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Wer weiß, ob nicht zum Schluss doch wieder nur die GroKo wie bisher zustande kommt. Dass ne Jamaika-Koalition kommt, ist noch lange nicht sicher...

    Mir deucht, Merkel und Co. können in der aktuellen Situation nur zwischen Pest und Cholera wählen. Die CSU hat ja wegen der Landtagswahlen nächstes Jahr recht wenig "Spielraum" im Bundestag. Seehofer sitzt auch schon auf dem Schleudersitz und wird wohl, auf kurz oder lang, sowieso gegangen werden (sic! :D). Und auch die FDP und die Grünen werden sich wohl nicht um jeden Preis so verbiegen, dass man sie nicht wiedererkennt, was sie imo aber schon müssten, wenn sie mit der CSU in ne Jamaika-Koalition gehen wollen würden. Stichwort Obergrenze u. a. ;)

    Ne "neue" Partei zu gründen ist da auch nicht unbedingt die beste Lösung, weil man ja am Bsp. der AfD recht gut erkennt, dass sowas nicht zwangsweise ankommen muss, insbesondere dann nicht, wenn man konträre Positionen gegenüber dem Rest vertreten will bzw. muss, um zu punkten. Und noch eine Partei im Stil von CDU & Konsorten braucht sicherlich auch keiner...
     
  32. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    Wenn keine Partei mit der CDU koallieren möchte, kann es auch zu einer Minderheitsregierung kommen.

    Solange FDP und Grüne ihre Handschrift im Koallitionsvertrag erkennen werden die sicher zustimmen. Das ganze wird sich aber noch zeigen, da hast du Recht.

    Wieso muss man immer so konträr oder eine CDU 2 sein? Man könnte auch einfach eine Partei gründen, die die Probleme der Bürger aufgreift und gerechte und realisierbare Lösungsansätze bietet. Es ist ja auch nur an die Leute gerichtet, die keine Alternative in irgend einer Partei sehen, die momentan etwas bekannt ist.
     
  33. goathammer farewell...

    goathammer
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    Bevor eine GroKo kommt, kommt es eher zu Neuwahlen. Eine GroKo ist nur die absolute Notlösung und in einer Demokratie auch imo fast immer sowieso die schlechteste Lösung. Dann lieber Neuwahlen.

    Dass die Grünen, FDP und CDU und v.a. CSU nicht so leicht auf einen Nenner kommen, dürfte eigentlich jedem klar gewesen sein. Verstehe gar nicht, warum diese Koalition schon vor der Wahl so gehyped wurde.
     
  34. Viewtiful Flo Überfahrener Benutzer

    Viewtiful Flo
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    Ist die Jamaika-Koalition auf Bundesebene schon ein Experiment, dann ist ne Minderheitsregierung auf jeden Fall das nonplusultra in Sachen Experiment. Und ne Minderheitsregierung wird Merkel sicherlich nicht mitmachen... da sind Neuwahlen doch wahrscheinlicher.

    Naja, wenn die Grünen es schaffen, ihre Ideologen im Zaum zu halten (was ich pers. sehr bezweifle) und einfach Realpolitik machen würden, dann evtl. Danach sieht es momentan aber nicht aus, weil sie dann aller Voraussicht nach nicht mehr "grün" seien würden. ;)

    Naja, ausschließen kann man das mit neuen Parteien natürlich nicht, wenn, dann müssten diese sich aber schon deutlich anders als die bestehende Parteienlandschaft positionieren. Und da man auch immer gleich im Spektrum von Links bis Rechts verortet wird... ich weis nicht. ;)
     
  35. j1m Supa Saya Jim

    j1m
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    Ampel mit doppelt Rot hätte eine Mehrheit :D

    Und wären genau so 4 Parteien wie bei Jamaika
     
  36. Jer1989 ... die Tila Tequila des GPF.

    Jer1989
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    :aua: CDU/CSU wird auch immer dann zerlegt wenn man es gerade mal braucht. #gerhardschröder

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  37. Bothex Isaac

    Bothex
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    Lindner als Steigbügelhalter für eine linke Regierung ist sehr wahrscheinlich
     
  38. DarkSora Well-Known Member

    DarkSora
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    8. Juni 2006
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    14.787
    Ort:
    Irgendwo im Nirgendwo
    Rechnerisch hättest du Recht, aber da die CDU die meistgewählte Partei von allen ist muss um sie herum eine Regierung gebildet werden ;)
     
  39. Bothex Isaac

    Bothex
    Registriert seit:
    16. September 2005
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    14.744
    Ort:
    Im Keller
    Ähhhh, nein?
     
  40. Soschiro Well-Known Member

    Soschiro
    Registriert seit:
    4. Januar 2003
    Beiträge:
    18.346
    Siehe Landtagswahlen 2011 in BW, da hatte die CDU 39% und schaffte es nur in die Opposition.
     
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