Amazon als Versandapotheke - Gerüchte über Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten

Amazon denkt anscheinend darüber nach, sein Angebot auch auf den Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten auszuweiten.

Amazon könnte demnächst auch verschreibungspflichtige Medikamente verschicken. Amazon könnte demnächst auch verschreibungspflichtige Medikamente verschicken.

Laut einem Bericht von CNBC will der Online-Händler Amazon noch vor dem US-Feiertag Thanksgiving, der dieses Jahr auf den 23. November fällt, eine wichtige Entscheidung treffen. Im Gespräch ist der Einstieg von Amazon in den Markt für verschreibungspflichtige Medikamente, der alleine in den USA einen Umfang von 560 Milliarden US-Dollar hat.

Komplexes Thema schon lange in Vorbereitung

Laut den Quellen von CNBC hat Amazon im Laufe des vergangenen Jahres mehrere Dutzend Personen aus diesem Bereich eingestellt oder sich von diesen über den möglichen Einstieg in den Medikamenten-Versand beraten lassen. Die Grundlagen seien bereits durch das Team geschaffen worden, das für Verbrauchsgegenstände wie Lebensmittel zuständig ist, außerdem wurde wohl eine interne Version für Mitarbeiter geschaffen.

Im Mai soll dann ein General Manager für den Apotheken-Bereich gesucht worden sein, der extern aber als "Healthcare", also "Gesundheitsvorsorge" bezeichnet wurde. Amazon sei sich aber bewusst, wie komplex dieses Thema ist und erkundet die Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder meistens mehrere Jahre.

Gesundheitsprodukte verkauft Amazon schon

Bei den Analysten gibt es postive Ansichten. Die Marktforscher von Leerink haben unabhängig von CNBC bereits berichtet, dass Amazon in den Apotheken-Bereich einsteigen wird und das innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre auch offiziell ankündigen wird.

Da Amazon ohnehin schon Gesundheitsprodukte verkauft, beispielsweise Verbandsmaterial oder Thermometer, und ein Entwicklungsteam für Hard- und Software für Gesundheits-Apps existiert, stellen sich die Analysten eher die Frage, was Amazon eigentlich abhalten könnte, in den Versand verschreibungspflichtiger Medikamente einzusteigen - zumindest in den USA. In Deutschland sehen vor allem Apotheker und Politiker den Versand solcher Medikamente sehr kritisch. Bei Amazon kämen wohl auch noch Datenschutzbedenken hinzu.

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