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Apollo Justice: Ace Attorney im Test - Review für Nintendo DS

Rechtsfälle bearbeiten, ist total öde? Mit dieser packenden Gerichtssimulation will euch Capcom vom Gegenteil überzeugen.

von Thomas Wittulski,
26.09.2008 13:59 Uhr

Im vierten Teil der Gerichtssimulations-Reihe Ace Attorney tauscht Capcom den Hauptcharakter Phoenix Wright durch einen neuen, jüngeren Anwalt. Der hört auf den Namen Apollo Justice und muss sich im Gerichtssaal erst noch behaupten. Fans der Serie werden sich schnell an Apollo gewöhnen, da er seinem Vorgänger sowohl optisch als auch charakterlich sehr ähnlich ist: Komische Haare, die allerhand Freiraum für Späßchen seitens der Anklagebank zulassen, und eine tolpatschige Unerfahrenheit, die Justice durch vorgespielte Selbstsicherheit zu vertuschen versucht. Auch die Neckereien zwischen ihm und seiner Assistentin Trucy erinnern stark an Phoenix und Maya aus den ersten Teilen.

Unter Beweisdruck

Am Spielprinzip hat sich nichts geändert: Euch wird ein Mandant anvertraut, den es gegen den fiesen Staatsanwalt Gavin zu verteidigen gilt. Zeugen machen ihre Aussagen, um dann von euch ins Kreuzverhör genommen zu werden. Jetzt gilt es, Widersprüche und neue Details aufzudecken, indem ihr die Aussagen hinterfragt. Als kleine Argumentiationshilfe steht euch die Gerichtsakte zur Verfügung, die alle vom Gericht akzeptierten Beweise enthält. Die könnt ihr dank schickem 3D-Betrachter-Tool genauestens untersuchen und bei Bedarf als Druck- und Beweismittel gegen die Zeugen einsetzen. Die Präsentation eines Beweismittels gegen eine Aussage muss jedoch gut überlegt sein, da bei einem falschen Beweis der Vertrauensbalken am oberen Bildschirmrand sinkt und der Richter immer garstiger wird. Manchmal scheinen die Zeugenaussagen in sich schlüssig, so dass ihr genau auf die Mimik und Gesten des Zeugen achten müsst. Wenn er optisch unsicher scheint, nagelt ihr ihn fest. Manchmal ist es auch notwendig, am Tatort nach nützlichen Indizien zu suchen. Zum Glück steht euch bei all dem Stress mit Trucy ein nettes Mädchen mit Rat und Tat zur Seite.

Die vier Fälle laufen alle völlig linear ab. Es gibt immer nur eine richtige Lösung und alles andere ist falsch, was den Wiederspielwert gegen null setzt. Allerdings sind die Fälle so spannend und voller Wendungen, dass man dem Spiel die Geradlinigkeit verzeiht. Man will zu jedem Zeitpunkt wissen, wies weitergeht, zumal jeder Charakter seine eigene Persönlichkeit besitzt. Die Geschichte wird mit viel Humor erzählt, schon die lustigen Gesten der Personen sind der Hammer. Grafisch wirkt Apollo Justice: Ace Attorney solider als die Vorgänger, auch wenn durch die Manga-Optik noch immer etwas wenig Bewegung im Spiel ist.

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