EA Sports FC 27: Ich habe alle Infos zum Open World-Modus The Grounds für euch - und mich begleitet ein richtig mieses Bauchgefühl

Dennis hat sich angeschaut, was euch mit The Grounds erwartet und hat beim neuen Open World-Modus eine böse Vorahnung.

Dennis verrät euch, was es mit The Grounds auf sich hat. Dennis verrät euch, was es mit The Grounds auf sich hat.

War der Release eines neuen FIFA früher noch eines meiner großen Jahres-Highlights, hat sich allerspätestens seit der Umbenennung in EA Sports FC mehr oder weniger Gleichgültigkeit bei mir eingestellt. Zu egal waren die jährlichen "Verbesserungen", und letzten Endes lag der Fokus von EA zum Großteil auf der Gelddruckmaschine Ultimate Team.

Seit immer mehr Infos zu The Grounds als neuen "Open World-Modus" für den aktuellen Ableger veröffentlicht wurden, sind bei mir jedoch die Alarmglocken angegangen. Was beim ersten Hören vielleicht spannend klingen mag, klang für mich eher nach einer weiteren Möglichkeit, um durch Mikrotransaktionen gleich dreifach abzukassieren.

Warum sich meine Befürchtungen aller Voraussicht nach schon bald erfüllen werden, dazu gleich mehr. Zunächst einmal will ich euch aber die Frage beantworten, was The Grounds ist und wie ihr hier eure Zeit verbringen könnt.

Dennis Müller
Dennis Müller

Dennis hat zwischen 1998 und 2022 über zwei Jahrzehnte FIFA gespielt und hatte auch in den Anfängen von Ultimate Team alljährlich seinen großen Spaß am Grind. Doch mit dem Wechsel hin zu EA Sports FC und dem immer und immer größer werdenden Fokus auf teure Mikrotransaktionen wurde es ihm irgendwann zu bunt und er hat der einst geliebten Reihe den Rücken gekehrt.

Das ist The Grounds

Auf den Kern heruntergebrochen bekommt ihr mit The Grounds einen Social-Hub. Also tatsächlich eine frei begehbare Spielwelt, die ihr euch mit 99 Spieler*innen teilt und in der ihr von spontanen Matches über Minispiele an allerlei Aktivitäten teilnehmen könnt. Welche das im Detail sind, dazu gleich mehr.

Video starten 5:38 EA Sports FC 27 zeigt, was es mit The Grounds auf sich hat

Startet ihr den Modus, befindet ihr euch zunächst auf der sogenannten Terrasse. Von hier aus könnt ihr mit eurem selbst erstellten Avatar in drei miteinander verknüpfte Gebiete aufbrechen: Parkside (Großbritannien), Montclair (Frankreich) und Zeiza (Argentinien).

Zwischen spontanen Matches und Minispielen

Und damit wären wir auch schon bei der Frage: Was mache ich in The Grounds?

  • Spontane Kleinfeld-Partien: Über die drei Gebiete verteilt findet ihr Bolzplätze. Stellt ihr euch in die markierten Warteschlangen, könnt ihr 1v1, 2v2 oder 3v3 Matches gegen Freunde oder zufällige Spieler*innen auf dem Kleinfeld starten. Alternativ könnt ihr bereits gestarteten Partien aber auch in Echtzeit vom Spielfeldrand aus zuschauen
  • Kickabouts: Wie ihr es vielleicht von den "Hausregeln" aus FIFA 20 kennt, könnt ihr hier verschiedene Minispiele starten. Darunter:
    • Basketball-Fußball: Schießt den Ball in den Korb
    • Hindernislauf: Dribbelt am schnellsten durch den Parcours
    • Capture the Flag: Hier müsst ihr möglichst viele Tore kontrollieren, indem ihr den Ball vor eurem Gegner versenkt
    • Brennball: Der Modus erinnert stark an den Ballon-Modus aus Mario Kart. Schießt ihr alle Ballons von den Körpern der Konkurrenz, gewinnt ihr
  • Drop Kick Targets: Überall in den drei Arealen sind Ziele an Häusern oder Mauern angebracht, die ihr abschießen müsst und dafür Belohnungen kassiert.
  • Club House: Die neue Basis für den Clubs-Modus, wo ihr euch mit eurer Crew treffen könnt
  • Wandgemälde: An Hauswänden findet ihr Murals von Stars wie Alan Shearer, die euch in Textform kleine Geschichten aus der Fußball-Historie erzählen

Zudem finden in The Grounds über das Jahr verteilt mehrere Live-Events statt. Darunter beispielsweise 11vs11 Turniere. Es wird aber auch regelmäßig Seasons geben, welche The Grounds für kurze Zeit optisch und thematisch prägen – unter anderem eine Halloween-Season.

Ein Hauch von Story

Neben den oben aufgeführten Aktivitäten könnt ihr in den Arealen auch auf Kylian Mbappe, Paulo Dybala und Cloe Kelly treffen, die euch als Vorbilder auf dem Weg nach ganz oben unterstützen.

In der Praxis bedeutet das, dass sie euch Aufgaben bezogen auf die Aktivitäten erteilen, die ihr abarbeitet und dafür Rewards wie beispielsweise neue Klamotten bekommt.

Zu den kosmetischen Items gleich mehr...

Auf Alex Hunter aus The Journey könnt ihr in The Grounds ebenfalls treffen. Auf Alex Hunter aus The Journey könnt ihr in The Grounds ebenfalls treffen.

Achja, Alex Hunter, den ihr aus den Story-Kampagnen von FIFA 17, FIFA 18 und FIFA 19 sicher bestens kennt, ist ebenfalls zurück.

Spieler erstellen und aufleveln

Als Motivationsfaktor wird euer selbst erstellter Avatar eine ganz entscheidende Rolle spielen. Den könnt ihr nämlich nicht nur einmalig via Editor bauen, sondern auch hochleveln und mit verdienten Perks (AMPs) euren eigenen Build erstellen. Unter den Perks finden sich auch wertvolle Signature-Skills von Stars wie Kylian Mbappé.

Verskillen ist übrigens nicht möglich, da ihr die Stats eures Avatars jederzeit zurücksetzen könnt.

Klamotten anpassen

Damit ihr eure individuelle Seite ausleben könnt, dürfen kosmetische Items natürlich nicht fehlen. So könnt ihr euch mit Klamotten eindecken bzw. sie als Rewards verdienen, die entweder von bekannten Fußball-Communitys inspiriert wurden oder dem Trikot-Trend entsprechen, also euch ein stylishes Shirt von Liverpool überziehen.

Und Marken-Klamotten, die gibt's natürlich auch!

Virtuelles Shopping mit echten Marken. Was könnte es Schöneres geben... ? Virtuelles Shopping mit echten Marken. Was könnte es Schöneres geben... ?

Ich glaub, ich hab's verstanden

Bevor ich auf mein äußerst ungutes Bauchgefühl eingehe, noch wenige Worte zum Modus selbst. Der ist zumindest auf den ersten Blick eine nette neue Art, um mit EA Sports FC möglicherweise seinen Spaß zu haben. Seinen Charakter aufleveln, mal ganz casual in ein 2v2 springen und hin und wieder ein Minispiel mitnehmen, warum auch nicht?

Braucht es für all das eine "Open World"? Eigentlich ni...

Achso! Daher weht wohl der Wind!

Ihr habt an der Stelle sicher bereits eins und eins zusammengezählt. Natürlich braucht es die Spielwelt, natürlich braucht es Shops für meinen individuellen Marken-Style. Denn damit lässt sich neben dem Vollpreis und Ultimate Team richtig viel Geld machen.

Und das der Transparenz halber: Mikrotransaktionen sind für The Grounds noch nicht (!) angekündigt. Aber sind wir einmal realistisch. Welcher große Entwickler baut heutzutage solch einen Modus, ohne das Maximum an Profit durch kosmetische Items herauszuholen? Keiner - und erst recht nicht EA!

Und ganz ehrlich, wenn ich eines in EA Sports FC nicht gebrauchen kann, dann ein weiterer Modus, der mich im Minutentakt mit Währungen zuballert und indirekt dazu auffordert, doch noch ein paar Euros für die virtuellen Adidas-Treter auszugeben.

Kommt es letzten Endes doch anders als erwartet und The Grounds bleibt die kommenden Jahre frei von nervigen Mikrotransaktionen, bin ich der Erste, der EA für einen dann hoffentlich spaßigen neuen Social-Modus gratuliert. Aber mit Blick auf jüngste Aussagen, wie die von Ex-FIFA-Entwickler Renzo Barraza, der The Grounds das "schlimmste Projekt seiner Karriere" nannte, sind meine Hoffnungen auf ein tolles Spielerlebnis verschwindend gering.

Aber schreibt mir gerne einmal in die Kommentare, ob ihr meine Sorgen rund um The Grounds teilt und wie der neue Modus bei euch ankommt?


Kommentare(1)
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