GTA 6 macht eine Sache komplizierter, die jahrzehntelang einfach war - und ich liebe diese Änderung jetzt schon

Der Autodiebstahl ist für die GTA-Reihe buchstäblich namensgebend, in GTA 6 aber nicht immer ganz trivial. Tobi findet das klasse.

Autos wie dieses werden in GTA 6 vermutlich etwas leichter zu knacken sein. Bei moderneren und teureren Hobeln sieht die Sache aber offenbar anders aus. Autos wie dieses werden in GTA 6 vermutlich etwas leichter zu knacken sein. Bei moderneren und teureren Hobeln sieht die Sache aber offenbar anders aus.

Autos zu klauen war schon immer fester Bestandteil der GTA-Serie – der Name "Grand Theft Auto", also "schwerer Autodiebstahl" kommt ja auch nicht von ungefähr. Und sich eines beliebigen Schlittens zu bemächtigen, war in den meisten Ablegern auch denkbar simpel.

Einfach dem Fahrzeug nähern, Dreieck (PlayStation) oder Y (Xbox) drücken und schwupps – wenige Augenblicke saß man im Objekt der Begierde. Hindernisse wie Wegfahrsperren? Fehlanzeige! Die Karren hupten und blinkten höchstens ein bisschen, aber grundsätzlich konnte man sich in Windeseile jedes Auto besorgen, das man wollte.

In GTA 4 und GTA 5 wurde der Klauvorgang etwas verlangsamt und dauerte ein wenig, blieb aber darüber hinaus recht unkompliziert. Etwas aufwändiger machte es GTA: Chinatown Wars, bei dem man geklaute Autos per Touchscreen-Minispiel erst kurzschließen musste – oder einen Code eingeben, um die Wegfahrsperre zu deaktivieren.

Video starten 14:46 Wird GTA 6 zu realistisch - Oder geht da noch mehr?

Schwerer Autodiebstahl ist nun tatsächlich etwas schwerer

Grand Theft Auto 6 verspricht nun, das jahrzehntelange, recht einfache Prozedere des Autodiebstahls etwas komplizierter zu machen. Denn wie die zahlreichen Preview-Informationen zum Spiel verraten, werden Lucia und Jason nicht einfach jedes x-beliebige Fahrzeug im Vorbeigehen knacken können.

Stattdessen braucht es Vorbereitung bzw. besondere Items: Für ältere Fahrzeuge soll anscheinend ein einfaches mechanisches Gerät namens "Slim Jim" ausreichen, für modernere Autos und Luxuskarossen benötigt man hingegen schwerere Geschütze.

Offenbar müssen hier teilweise Signale der Schlüssel der besitzenden Person angezapft werden, um darauf dann mit einem sogenannten Key Cloner ein Duplikat zu erstellen (via timesaver.gg). Entsprechende Geräte werden anscheinend im Laufe der Story freigespielt.

Tobias Veltin
Tobias Veltin

Tobi ist seit 2009 bei GamePro, die GTA-Reihe verfolgt er schon seit ihren Anfängen. Den ersten Teil zockte er Ende der 90er bei seinen Cousins auf dem Rechner, die ersten Ableger, die er selbst besaß, waren GTA 3 und Vice City, die Anfang 2004 im Doppelpack für die erste Xbox erschienen.

Warum ich diese Änderung gut finde

Speziell die ganz teuren Schlitten dürften in GTA 6 nicht einfach zu knacken sein, ein Diebstahl benötigt also entsprechende Vorbereitungen. Und ich muss sagen: ich finde das klasse!

Denn einerseits habe ich es aus rein logischer Perspektive noch nie verstanden, warum man früher selbst die ganz teuren Flitzer in GTA ohne große Probleme entern konnte. Und zum anderen kommt durch die im Durchschnitt kompliziertere Autobeschaffung auch ein bisschen mehr Nervenkitzel ins Spiel.

Wenn ich also beispielsweise auf der Flucht vor dem Gesetz bin, muss ich genau überlegen, ob es mir die wertvolle Zeit und den Aufwand wert ist, einen herumstehenden schnellen Untersatz zu besorgen – eine weniger gesicherte Karre ist da dann vielleicht lukrativer. Durch die höheren Sicherheitsmaßnahmen wird es sich in GTA 6 dann wahrscheinlich auch umso befriedigender anfühlen, wenn man das Ding dann unter dem Hintern hat und zu seinem Unterschlupf bringt.

Ich kann natürlich verstehen, wenn man diese leichte Verkomplizierung eines vormals simplen Vorgangs nicht so toll findet – die schnelle Verfügbarkeit von quasi jedem Untersatz hatte in früheren GTAs ja auch durchaus seine Reize. Und wenn ich es richtig verstehe, ist es nach wie vor möglich, Leute einfach aus ihren Autos zu ziehen und dann damit davonzubrausen.

Aber durch die "Diebstahl-Änderung" bei stehenden Fahrzeugen bekommt die virtuelle Welt von GTA 6 für mich noch ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit und Liebe zum Detail – also etwas, wofür ich die Spielwelten von Rockstar ohnehin schon immer geschätzt habe. Und ist einer der zahlreichen Gründe, warum ich es kaum abwarten kann, Vice City und seine Umgebung zu erkunden.

Autos knacken ist in GTA 6 bei vielen Autos schwieriger – wie findet ihr das?


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