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Kinect Sports im Test - Test für Xbox 360

Dank Kinect gibt es auch für Xbox 360-Besitzer keine Ausreden mehr: Runter von der Couch und abgezappelt. Kann Kinect Sports mit dem Wii-Pendant mithalten?

von Markus Schwerdtel,
12.11.2010 17:25 Uhr

Wer schon länger an Konsolen spielt, spricht mit Ehrfurcht vom Entwicklerstudio Rare aus England. Schließlich waren die Jungs unter anderem für Donkey Kong Country, Perfect Dark oder Banjo Kazooie verantwortlich, damals noch unter den Fittichen von Nintendo. Mittlerweile ist Rare ein Teil der Microsoft Game Studios und damit natürlich auch Entwickler von Kinect-Titeln. Gleich zum Launch gibt’s Kinect Sports, das sich nicht nur beim Namen unverhohlen von Wii Sports inspirieren lässt.

In den sechs Disziplinen Bowling, Boxen, Leichtathletik, Tischtennis, Fußball und Beachvolleyball treten bis zu vier Spieler gegeneinander an. Allerdings dürfen maximal zwei Kontrahenten gleichzeitig vor der Kamera stehen, dann wird durchgewechselt. Das macht etwa Doppelpartien beim Tischtennis unmöglich. Trotzdem ist das eine der besseren Disziplinen von Kinect Sports. Als Schläger dient die flache Hand, es fehlt das authentische »Griffgefühl« von Wii Sports oder Sports Champions für PlayStation Move. Trotzdem hat man sich schnell daran gewöhnt und kann dann sogar Bälle anschneiden. Ähnliches gilt für das Bowling: Ja, es funktioniert, mit etwas Übung sogar richtig gut. Allerdings fehlt auch hier das Gefühl, etwas in der Hand zu haben. Das Highlight allerdings sind die Athletik-Wettkämpfe. Es macht einfach Spaß, beim Hürdenlauf wie wild vor dem Fernseher zu trampeln und dann rechtzeitig hoch zu hüpfen.

Also alles super bei Kinect Sports? Nicht ganz, denn die anderen drei Disziplinen sind nicht ganz so gut gelungen. Einigermaßen wacker schlägt sich noch Fußball. Immerhin kommen dort – was bei Move und Wiimote gar nicht möglich wäre – tatsächlich die Füße zum Einsatz! Allerdings ist diese Disziplin wenig mehr als ein ödes Torwandschießen, von der Dynamik und Rasanz eines echten Fußballspiels keine Spur. Ähnlich dröge ist das Beachvolleyball, das lediglich dröges Icon-Abklatschen bietet. Der absolute Tiefpunkt ist aber das Boxen: Hier kommt man mit hirnlosem Gefuchtel in der Regel gut zum Ziel, Kampftaktik und Kräfteeinteilen sind hier nicht gefragt.

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