LostWinds: Winter of the Melodias im Test - Test für WiiWare

Ein fulminantes Jubiläum: LostWinds: Winter of the Melodias ist nicht nur das 100ste WiiWare-Spiel, sondern auch die willkommene Fortsetzung des britischen »Mini-Zelda«.

von Jan Walenda,
13.10.2009 17:18 Uhr

Sprichwörtlich viel Wind gab es schon um den Vorgänger von LostWinds: Winter of the Melodias. Schon damals wurden Bezeichnungen wie »Mini-Zelda« laut und auch auf das Sequel trifft diese bedeutungsschwangere Wortwahl durchaus zu. Ihr spielt den kleinen Toku, dessen Mutter Magdi auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Eine einzelne Tagebuchseite ist der einzige Hinweis auf ihren Verbleib, deshalb begebt ihr euch auf eine nicht ganz einfache Suche.

In dem 2D-Adventure kämpft und rätselt ihr euch durch eine fantastische Welt voller außergewöhnlicher Kreaturen. Die namensgebenden »Lost Winds« sind dabei ein Schlüsselelement. Während ihr Toku mit dem Analogstick steuert, könnt ihr mit der Pointersteuerung der Wiimote jederzeit die Himmelsstürme beschwören um ihn beispielsweise auf höher gelegene Plattformen zu bugsieren. Auch zur Gegnerentsorgung taugen die lauen Lüftchen: Zieht einfach den Cursor über eine Fackel und entzündet so schleimige Blobs, bevor sie euch zu Leibe rücken können. Tokus Windfähigkeit ist auch immer wieder mit interessanten Rätseln verknüpft. Mittels Luftsog könnt ihr zum Beispiel Wasser auf Pflanzen herabregnen lassen um diese zum wachsen zu bewegen und so neue Wege erschließen. In eisigen Landschaften erzeugt ihr mit den Winden Schneebälle und werft sie mit einem Cursorstreich durch Eiswände oder benutzt sie, um Schalter zu beschweren.

Mit LostWinds: Winter of the Melodias hat Entwickler Frontier einen mehr als würdigen Nachfolger zum gefeierten Teil eins abgeliefert. Abermals werdet ihr in eine märchenhafte Welt mit ganz besonderem Charme und einem grandiosen, künstlerischen Look hineingeführt. Tokus Windfähigkeiten sind mit einer durchdachten, funktionierenden Wiimote-Steuerung verknüpft, von »nervigem Herumgefuchtel« kann hier zu keiner Zeit die Rede sein. Kristallklaren Konturen, hübsche Lichteffekte und saubere Animationen lassen euch schnell vergessen, dass ihr es mit einem Downloadtitel zu tun habt. Es ist unfassbar was die Briten von Frontier in Nintendos 50MB-Größenlimit alles reingepackt haben. Vier Stunden Spielzeit mögen kurz klingen, aber glaubt uns: Ihr werdet einfach grandios und habt nicht das Gefühl, zu wenig für euer Geld bekommen zu haben. LostWinds: Winter of the Melodias ist nicht nur das derzeit beste WiiWare-Spiel, sondern reiht sich direkt ein, in die Riege der Top-Titel für Nintendos Konsole.

LostWinds: Winter of the Melodias

Preis:

ca. 10 Euro (1000 Punkte)

Spieler:

1

HD optimiert:

nein

Speicherplatz:

317 Blöcke

Entwickler:

Frontier

Hersteller:

Nintendo

USK:

ohne Altersbeschränkung

Wertung:

* * * * *


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