Die Preise für Pokémon-Karten sind in den vergangenen Jahren teils in absurde Höhen gestiegen. Eine Karte, die vor 16 Jahren von einem Kindergartenkind gemalt wurde, wurde jetzt für knapp 140.000 Euro versteigert.
Die Seltenheit treibt den Preis
2010 veranstaltete die Pokémon Company einen Wettbewerb, um den neuen Film "Zoroark: Meister der Illusionen" in Japan zu bewerben. Kinder aus dem ganzen Land durften dabei eigene Zeichnungen von Pokémon-Karten einsenden.
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Neuer Pokémon-Film zeigt noch nie zu vor gesehenen neuen Protagonisten und sein Partner- Pokémon Mimigma
Eine der Zeichnungen, die zum Gewinner gewählt wurde, stammte von der damals 6-jährigen Megu Taniguchi. Sie zeigt einen roten Bus, in dem eine Person, ein Zorua und ein Pikachu zu sehen sind.
Taniguchi bekam für ihre Einreichung ein Preisgeld und darüber hinaus eine Anzahl von gedruckten, "richtigen" Pokémon-Karten mit ihrer Zeichnung darauf. Wie viele ihr zugeschickt wurden, ist nicht bekannt, insgesamt wurde die Karte aber wohl nur knapp 100 Mal gedruckt.
Eine dieser Karten wurde Ende September 2026 bei Fanatics Collect versteigert. Die Karte befindet sich im nahezu perfekten "Pristine"-Zustand mit dem Grading "BGS 10". Insgesamt wurden 38 Gebote abgegeben und am Ende lag das Höchstgebot bei satten 156.000 US-Dollar, was umgerechnet rund 140.000 Euro sind.
Der Markt für Pokémon-Sammler*innen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben dem Zustand einer Karte ist vor allem die Seltenheit ausschlaggebend dafür, wie viel sie am Ende wert ist.
Begehrt sind dabei etwa Spezialversionen der allerersten Generationen, die mittlerweile fast 30 Jahre auf dem Markt sind und von denen es entsprechend immer weniger gibt oder ihr Zustand gelitten hat. Daneben bringen aber eben auch besondere Promo- oder Event-Karten hohe Preise, weil diese eben oft nur wenige Male gedruckt wurden.
Die 156.000 US-Dollar für die Karte von Megu Taniguchi sind dabei sogar noch vergleichsweise günstig. Ebenfalls Ende September wurde bei Fanatics Collect eine japanische Promo-Karte für 8,4 Millionen US-Dollar ersteigert. Umgerechnet sind das etwa 7,5 Millionen Euro. Dabei sollten wir aber im Hinterkopf behalten, dass es nicht auszuschließen ist, dass die Preise solcher Auktionen möglicherweise künstlich hochgepusht wurden, etwa durch Scheingebote.
Könnt ihr noch nachvollziehen, warum Leute so viel geld für Pokémon-Karten ausgeben?
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