"Ich brauche Distanz zu One Piece" - Deutsche Sprecher von Ruffy und Ace erklären, warum sie außerhalb der Arbeit bewusst Abstand von Odas weltberühmten Werk halten

Im Interview erklären die deutschen Stimmen von Ruffy und Ace, warum sie sich One Piece außerhalb des Studios bewusst nicht ansehen.

Pascal Breuer (Ace) und Daniel Schlauch (Ruffy) erzählen im Interview, warum sie One Piece in ihrer Freizeit meiden und wie sie sich trotzdem mit der Serie verbunden fühlen. (© Eiichiro Oda Toei Animation) Pascal Breuer (Ace) und Daniel Schlauch (Ruffy) erzählen im Interview, warum sie One Piece in ihrer Freizeit meiden und wie sie sich trotzdem mit der Serie verbunden fühlen. (© Eiichiro Oda / Toei Animation)

Wer täglich stundenlang für eine Serie im Synchronstudio steht, verbringt seine Freizeit womöglich lieber nicht auch noch mit demselben Material.

Genau das bestätigen Pascal Breuer und Daniel Schlauch, die deutschen One Piece-Stimmen von Ace und Ruffy, im GamePro-Interview: Privat schauen beide kaum bis gar keine Episoden von One Piece. Aus gutem Grund.

"Dann war ein Tag zu viel"

Breuer (Ace) erklärt seine Distanz zunächst mit seinem generellen Fernsehverhalten: Zwischen Studioarbeit vor der Leinwand und Theaterauftritten bleibe am Ende des Tages schlicht keine Energie mehr fürs Fernsehen übrig. Wichtiger noch sei ihm die bewusste Pause, wie er im Interview erklärt:

Ich find's auch wichtig, dass man mal abschalten kann, sonst könnte ich mich dem auch gar nicht mehr neu nähern.

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Wie eng diese Grenze gezogen ist, verdeutlicht Breuer mit einem konkreten Warnsignal: "Ich habe immer gemerkt, wenn ich anfange in dem Stil von den Animes, von One Piece zu träumen, dann war ein Tag zu viel."

Sobald sich die Arbeit im Studio bis in den Schlaf hinein fortsetzt, ist für ihn eindeutig eine Grenze überschritten.

"Du musst auch mal rauskommen, den Kopf frei kriegen"

Schlauch schließt sich dieser Haltung vollständig an und ordnet sie beruflich ein:

Das wird jeder nachvollziehen, der einen gewissen Job macht, und dann soll er in seiner Freizeit mit denselben Thematiken seines Jobs noch mal konfrontiert werden. Da wird jeder sagen: 'Nee, ich brauche eine Distanz dazu.'

Diese Distanz diene laut Schlauch nicht der Gleichgültigkeit, sondern der Kreativität selbst: Nur mit einer klaren Pause lasse sich am nächsten Tag mit frischer Energie an die Arbeit gehen. Bei ihm zu Hause bleibe der Fernseher deshalb teils monatelang praktisch ungenutzt.

Eine Ausnahme bestätigt jedoch die Regel: Das vergangene Jahr sei für Schlauch durch die Live-Action-Serie und das Remaster praktisch komplett von One Piece geprägt gewesen.

Legt ihr Pausen vom Seriengucken ein oder seid ihr Binge-Watcher?


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