Verkaufsverbot für Playmobil: Galeria Kaufhof muss Kunden mit Absperrband zurückhalten

Wir haben bei Galeria Kaufhof Absperrband am Playmobil-Regal und eine verwirrende Mitteilung entdeckt. Doch es gibt eine einfache Erklärung.

Dieser Anblick bot sich vor Ort. Dieser Anblick bot sich vor Ort.

Ein Kollege staunte bei einem Ausflug zu Galeria Kaufhof in Berlin nicht schlecht: Die Playmobil-Abteilung war mit Absperrband gesichert. Zusätzlich hing dort ein ominöses Hinweisschild: "Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf - Wir arbeiten daran, diese schnellstmöglich wieder anbieten zu können. Vielen Dank für deine Geduld."

Das wirkt natürlich beim Einkaufsbummel sehr dramatisch und löst erst mal verwirrtes Stirnrunzeln aus. Inzwischen kennen wir den Grund.

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Verkaufsstopp hat nicht direkt mit den Playmobil-Produkten zu tun

Die einfache, aber natürlich für die Mitarbeitenden einschneidende Nachricht: Es gibt ein neues Insolvenzverfahren gegen Galeria. Aus diesem Grund haben bestimmte Hersteller von ihrem Eigentumsrecht Gebrauch gemacht, um einen Verkaufsstopp zu erzwingen (via focus.de).

Warum das Ganze? Wie es aussieht, sind die Waren noch nicht vollständig vom Kaufhaus-Konzern bezahlt. Würden sie nun über die Ladentheke wandern, könnte es aber passieren, dass der Erlös im Verlauf des Insolvenzverfahrens in die Insolvenzmasse von Galeria einfließt. Und genau das wollen die Hersteller eben mit diesem Schritt verhindern.

Das ist zumindest die Erklärung, die aus dem Umfeld des vorläufigen Insolvenzverwalters Frank Kebekus zur Presse durchgesickert ist. Wer sich im Kaufhaus umsieht, findet außerdem auch noch weitere Marken, die aktuell nicht zum Verkauf stehen.

Damit stellen sich natürlich immer noch zwei Fragen. Die erste lautet: Dürfen die Produkte irgendwann wieder im Kaufhaus verkauft werden? Schließlich klingt der Hinweis auf dem Schild durchaus danach. Und zweitens: Bleiben die Filialen überhaupt geöffnet oder müssen sie nicht sowieso schließen?

Auf beide Fragen gibt es aktuell noch keine endgültige Antwort. Wir wissen bisher nicht, wie es um Schließungen steht. Theoretisch könnten die gesperrten Waren aber wieder angeboten werden, wenn sich Galeria mit Playmobil und Co. vertraglich einigt und dafür sorgen kann, dass der Erlös eben nicht zur Insolvenzmasse gezählt wird.

Habt ihr die Schilder und Absperrbänder auch gesehen oder kennt ihr so was vielleicht aus anderen Fällen? Was hättet ihr dahinter vermutet?


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