UPDATE: Sony dementiert gedrosselte PS5-Produktion, Info sei "falsch"

Die ursprüngliche Meldung, dass die PS5-Produktion nur schleppend vorankommt, ist falsch. Das gab Sony in einem offiziellen Statement bekannt.

von Hannes Rossow,
16.09.2020 08:58 Uhr

Die PS5 wird heiß begehrt sein und Fans sollten sich auf Engpässe einstellen. Die PS5 wird heiß begehrt sein und Fans sollten sich auf Engpässe einstellen.

Update vom 16.09.2020:

In einem offiziellen Statement gegenüber Gamesindustry.biz hat Sony dementiert, die geplante PS5-Produktion nach unten korrigiert zu haben. In der Aussage wird der Bloomberg-Report explizit als "falsch" bezeichnet:

"Wir werden keine Details veröffentlichen, die mit der Herstellung in Verbindung stehen, die Informationen, die Bloomberg bereitgestellt hat, sind falsch. Wir haben die Herstellungsmenge der PlayStation 5 seit Beginn der Massenproduktion nicht verändert."

Diese Reaktion folgt im Vorfeld des großen PS5 Showcases, der klar als Verkaufsargument für die Konsole dienen soll. Zudem fiel Sony um 2,4 Prozentpunkte auf dem Aktienmarkt ab, nachdem Investoren von den möglichen Schwierigkeiten der PS5 erfahren hatten.

Bekommt doch jeder eine PS5? Sony gesteht hier zwar ein, dass die geplante Menge an PS5-Konsolen zwischenzeitlich korrigiert wurde, allerdings wird nicht spezifiziert, ob nach oben oder unten. Es scheint zumindest aber so, als sei der große Releaseplan der PS5 doch gesichert.

Bloomberg selbst hat das Statement in den gestrigen Report eingebaut, aber nicht weiter kommentiert.

Originalmeldung vom 15.09.2020:

Im ersten Fiskaljahr der PlayStation 5 wird Sony weniger Konsolen herstellen können, als ursprünglich geplant. Wurden die Erwartungen an die PS5-Produktion vor einiger Zeit aufgrund der erwarteten Nachfrage noch nach oben korrigiert, muss Sony nun zurückrudern. Hintergrund dafür sind Engpässe bei der Herstellung des Systemchips der PS5.

PS5: Nur noch 11 statt 15 Millionen Konsolen geplant

Engpässe drosseln Produktion: Wie Bloomberg berichtet, waren für das erste Geschäftsjahr (bis Ende März 2021) etwa 15 Millionen PS5-Einheiten eingeplant. Dem Bloomberg-Bericht nach geht Sony nun von einer Gesamtmenge von 11 Millionen Konsolen aus. Somit werden es also 4 Millionen Konsolen weniger in die Läden schaffen.

Die Rate, in der der SOC (System on Chip) der PS5 hergestellt werden kann, liegt aktuell nur bei 50 Prozent. Und das führt dazu, dass weniger Konsolen bereitgestellt werden können, als es eigentlich der Plan gewesen wäre. Die Chip-Situation habe sich zwar langsam gebessert, sei aber noch immer instabil, so Bloombergs Takashi Mochizuki.

PS5-Launch könnte trotzdem gesichert sein

Die gute Nachricht ist aber, dass die allgemeine Nachfrage nach PS5-Konsolen in den ersten Monaten dennoch gedeckt sein könnte.

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Wie Analyst Daniel Ahmad erklärt, liege die PS5 in Sachen Produktion immer noch etwas vor der PS4 zu ihrem Launch (etwa 7,5 Millionen Exemplare) - allerdings gab es damals durchaus Lieferschwierigkeiten.

Die jetzigen Produktionschwierigkeiten der PS5 könnten sich erst im Verlaufe von 2021 bemerkbar machen. Zumindest für das wichtige Weihnachtsgeschäft und dem unmittelbaren Launch-Zeitraum könnten also ausreichend PS5-Konsolen vorhanden sein.

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PS5 wird eingeflogen: Das liegt unter anderem auch daran, dass Sony offenbar darauf setzt, die Konsolen einzufliegen, statt mit dem Schiff zu transportieren. Das sei zwar teurer, so Ahmad, ginge aber eben schneller. Für den Oktober soll Sony etwa 60 Flüge der US-amerikanischen Delta Airline gebucht haben, um PS5-Einheiten ins Land zu holen und die Nachfrage zu stillen. Ob für Europa derselbe Weg gegangen wird, können wir allerdings nicht sagen.

Im anstehenden PS5 Showcase wird es zwar um Next Gen-Spiele gehen, aber wir erwarten auch die Bekanntgabe von Preis und Release:

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