Ab Mai 2027 ticken die Uhren weltweit anders – die Schaltsekunde wird abgeschafft

Die neue Lösung ist pragmatisch, sollte aber kaum Auswirkungen haben.

Die Uhren dieser Welt dürfen aufatmen: Die Schaltsekunde wird abgeschafft. Die Uhren dieser Welt dürfen aufatmen: Die Schaltsekunde wird abgeschafft.

Spätestens seit "Zurück in die Zukunft" wissen wir, dass mit der Zeit nicht zu spaßen ist. Aus genau diesem Grund hat die Generalkonferenz für Maß und Gewicht (ja, die gibt es wirklich) nun beschlossen, dass die gute alte Schaltsekunde 2027 abgeschafft werden soll.

Keine Schaltsekunden mehr erlaubt

Falls ihr noch nie von der Schaltsekunde gehört habt, liegt das vermutlich daran, dass sie immer so schnell vorbei sind. Spaß beiseite, tatsächlich sind Schaltsekunden für Menschen nicht spürbar und haben auch keine Auswirkungen auf unsere Biologie wie die Zeitumstellung.

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Schaltsekunden wurden 1972 eingeführt. Sie wurden notwendig, weil sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne nicht durchgehend gleich schnell um sich selbst dreht. Die Weltzeit UTC, auf der quasi alle Uhren basieren, wird von dauerhaft gleichschnell tickenden Atomuhren bestimmt.

Wenn die Erde nun also ein bisschen trödelt oder auf die Tube drückt, entspricht die Weltzeit nicht mehr der Zeit, die unser Planet wirklich für eine Rotation benötigt. Immer dann, wenn der Abstand zwischen Weltzeit und astronomischer Zeit mehr als 0,9 Sekunden betrug, wurde eine Schaltsekunde eingebaut.

Die Uhren zeigten dann weltweit kurz "23:59:60", bevor sie "normal" weiterliefen. Insgesamt hat es 27 Schaltsekunden gegeben, die letzte in der Silvesternacht 2016.

Warum wird die Schaltsekunde abgeschafft? Dass die Generalkonferenz für Maß und Gewicht die Schaltsekunde ab dem 20. Mai 2027 in den Ruhestand schickt, hat im Großen und Ganzen zwei Gründe.

So hat sich die Erde zuletzt schneller gedreht, sodass sogar eine negative Schaltsekunde ins Gespräch kam. Durch den Klimawandel verlangsamt sie sich derzeit allerdings wieder.

Der Hauptgrund ist allerdings, dass die Schaltsekunde immer wieder für Probleme gesorgt hat. Computersysteme sind schlicht nicht darauf ausgelegt, dass ein Tag plötzlich eine Sekunde mehr hat. In der Vergangenheit hat es dadurch immer wieder Probleme gegeben.

Nun wurde entschieden, dass die Weltzeit und die astronomische Zeit bis zu einer Stunde Differenz aufweisen dürfen. Durch die Schwankungen der Rotationsgeschwindigkeiten der Erde dürfte das laut den Experten für Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende reichen, ohne dass eine Korrektur benötigt wird.

Werdet ihr die Schaltsekunde vermissen?


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