Nintendo kriegt den Joy-Con-Drift nicht in den Griff & steht wieder vor Gericht

Letztes Jahr wurde Nintendo verklagt wegen dem Drift-Problem der Joy-Con. Jetzt müssen sie sich wieder vor Gericht deswegen verteidigen.

von Sebastian Zeitz,
24.09.2020 12:46 Uhr

Der Ärger mit den Joy-Con geht weiter und Nintendo wird wieder angeklagt. Der Ärger mit den Joy-Con geht weiter und Nintendo wird wieder angeklagt.

Nintendo hat seit längerem ein größeres Problem mit der Nintendo Switch. Die Analogsticks der Joy-Con "driften" und sorgen bei Spieler*innen für schlechte Laune. Deshalb gibt es bereits eine Sammelklage gegen Nintendo, die weiterhin aktuell läuft. Doch jetzt könnte sich der Hersteller in Frankreich ebenfalls vor Gericht befinden. (via gamesindustry)

Was bedeutet Joy Con-Drift? Es ist im Grunde eine Abnutzungserscheinung des Analogsticks. Nach intensiverem Gebrauch kann es passieren, dass der Stick eine Bewegung in eine Richtung erkennt, obwohl dieser nicht berührt wird. Seitdem das Thema groß publik gemacht wurde, bietet Nintendo dafür auch einen kostenlosen Reparaturservice an. Man kann es auch selbst reparieren aber das kann GamePro-Redakteur Dennis nach einem Misserfolg nicht empfehlen:

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Macht Nintendo den Verschleiß mit Absicht?

Genau diese Frage untersucht jetzt erneut ein Gericht. Denn die französische Verbraucher-Organisation "UFX-Que Choisir" wirft Nintendo kundenunfreundliche Praktiken und absichtlichen Verschleiß bei Bauteilen vor.

Auch eine Revision hat nicht geholfen: Sowohl bei der Switch Lite als auch der neueren Switch mit der verbesserten Akkulaufzeit kann der Drift weiterhin auftreten. Trotz dieser Überarbeitung hat Nintendo der Organisation nach, nicht die notwendigen Schritte gemacht, um den bekannten Defekt zu beheben.

Kostenlose Reparaturen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn auch wenn diese angeboten werden, ändert Nintendo nichts grundsätzlich an der Produktion. Sie sehen insgesamt durch die limitierte Lebensspanne und der Häufigkeit in der die Fehler auftreten, eine Absicht seitens Nintendo. Dieser Verschleiß sei also laut der Organisation geplant, damit Kunden sich neue Controller kaufen müssen.

Ziel der Klage ist, dass Nintendo gezwungen wird, die Produktion der Joy-Con anzupassen, damit diese Fehler in Zukunft nicht mehr auftreten. Es bleibt abzuwarten, ob die Klagen gegen den Hersteller wirklich Verbesserung mit sich bringen können.

Was denkt ihr? Macht Nintendo das wirklich absichtlich mit dem Verschleiß der Teile oder ist das Problem etwas, das außerhalb Nintendos Macht ist?

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