The Matrix Awakens auf PS5: So fantastisch sieht die Unreal Engine 5 in Echtzeit aus

Wir konnten uns das Unreal Engine 5-Showcase bereits vorab anschauen, selbst spielen und zeigen euch im Video, wie unglaublich gut "The Matrix Awakens" auf PS5 aussieht.

von Dennis Michel,
10.12.2021 05:00 Uhr

Ihr wollt "Next-Gen"-Optik und wissen, was auf PS5 und Xbox Series X in den kommenden Jahren in Sachen Grafik möglich ist? Die Tech-Demo The Matrix Awakens liefert in wirklich beeindruckender Art und Weise mit Hilfe der Unreal Engine 5 die Antwort. Wir konnten das Showcase samt spielbarer Demo vorab sehen und wollen verraten, was euch ab heute auf den Current-Gen-Konsolen erwartet.

Was ist The Matrix Awakens?

Hierbei handelt es sich um kein Spiel im eigentlichen Sinne. Die interaktive Demo zeigt vielmehr, was mit der Unreal Engine 5 in Zukunft möglich sein wird. Wir bekamen hier aber nicht nur einen kurzen, imposanten In-Engine-Trailer zu sehen, wir durften vielmehr selbst ans Pad, haben eine actiongeladene Fluchtszene erlebt und konnten in der Third Person-Ansicht eine riesige, belebte amerikanische Großstadt komplett frei erkunden.

Doch der Reihe nach. Das steckt alles in The Matrix Awakens:

  • Keanu Reeves: Zunächst wird eine dreiminütige Cutscene mit dem 57-jährigen Matrix-Star und Kollegin Carrie-Ann Moss gezeigt, die die Frage aufwirft, was real ist und was Fiktion. Und ja, die Bilder sehen teils so lebensecht aus, dass es uns nur schwer fällt, beide Welten voneinander zu unterscheiden. Was die UE5 hier auf die PS5 zaubert, beeindruckt.
  • Interaktive Fluchtszene: Kameraschwenk, es geht in die Straßen von New York. In einem Auto sitzen der junge Neo und Trinity. Eine gescriptete Verfolgungsjagd beginnt, wir müssen mit der Waffe in der Hand die Reifen näher kommender Autos durchlöchern. Hier zeigt die UE5, was sie in Sachen Explosionen und Partikeleffekte alles auf dem Kasten hat.

Open World-Gameplay aus der Third- und First Person

Doch damit noch lange nicht genug. Das Herz der Tech-Demo ist eine Mega-Metropole, die optisch New York ähnelt. Überraschend, dürfen wir mit einer weiblichen Spielfigur die komplette Stadt in der Third Person-Ansicht erkunden. Drücken wir auf die Dreieck-Taste, gelangen wir zudem in einen Drohnen-Modus, erleben die Großstadt aus der First Person-Ansicht und dürfen in luftigen Höhen schweben, uns das rege Treiben aus der Vogelperspektive anschauen.

Schade hingegen: Die Interaktion mit der Spielwelt ist limitiert. Gebäude sind nicht betretbar, immerhin können wir aber auch in andere Autos einsteigen. Faszinierend ist es dennoch, vor allem aufgrund technischer Finessen wie Raytracing und der dichten Bevölkerung der Spielwelt. Sind die Straßen in einem Cyberpunk 2077 teils wie leergefegt, fahren hier unzählige Autos an uns vorbei und auf den Gehwegen tummeln sich viele Passanten.

Diese Weitsicht: Was uns aber vor allem begeistert hat, ist, wie weit wir in die Ferne schauen können. Schweben wir über "New York", sehen wir in kilometerweiter Entfernung die Hochhausschluchten. Auch die Skybox kann sich durchaus sehen lassen.

Seht hier die komplette Tech-Demo "The Matrix Awakens"

Damit ihr all das aber auch vor Augen habt, haben wir unsere Anspiel-Session ungefiltert vom Anfang bis zum Ende aufgenommen:

The Matrix Awakens - Seht hier die komplette PS5-Tech-Demo der Unreal Engine 5 16:40 The Matrix Awakens - Seht hier die komplette PS5-Tech-Demo der Unreal Engine 5

Einordnung der Redaktion

Dennis: Die Unreal Engine 5 zum ersten Mal auf der heimischen PS5 in Echtzeit in Aktion zu sehen, das war schon ein Erlebnis. Speziell Charaktermodelle und die bevölkerte Großstadt sehen richtig gut aus und zeigen auf, was zukünftig möglich ist.

Jedoch sei an dieser Stelle nochmal deutlich angemerkt, dass innerhalb einer Tech-Demo lediglich abgebildet wird, was im Rahmen eines konzentrierten Showcase mit der Engine möglich ist. Standen zu Beginn detaillierte Gesichter im Fokus, während der Fluchtszene Explosionen und Partikeleffekte, war es in der Open World die detaillierte Darstellung der Spielwelt samt ihrer schieren Größe. Andere Bereiche wie Animationen von NPCs und die Interaktivität innerhalb der Welt, blieben vielmehr außen vor.

Ihr seht, was die Unreal Engine 5 in der Theorie zu leisten imstande ist, rechnet aber bitte nicht damit, dass in 3-4 Jahren Open World-Spiele und Story-Abenteuer exakt so aussehen. In einem richtigen Spiel fressen Interaktionen innerhalb der Spielwelt nämlich allerhand Ressourcen, die auf Kosten der Technik gehen. Ein Spiel von bspw. Quantic Dream (Detroit) könnte optisch beeindruckende Figuren abbilden, ein GTA 6 könnte eine tolle Weitsicht samt belebter Straßen zeigen. Speziell in technisch aufwendigen Open World-Spielen, wird es aufgrund der limitierten Rechenpower der Konsolen jedoch zu Abstrichen kommen. Sei es bei der Framerate, bei Animationen, der Auflösung etc.

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