Das Handeln mit Kryptowährungen kann durchaus heikel sein. Wo viele an schwankende Kurse denken dürften, kann auch das Passwort-Management Probleme machen – nicht umsonst tauchen immer wieder Berichte von Leuten auf, die auf ihr Krypto-Wallet keinen Zugriff mehr haben, weil sie ihr Passwort vergessen haben.
Hin und wieder nimmt die Geschichte aber auch einen glücklichen Ausgang, wie bei diesem User, der nach 11 Jahren endlich wieder an seine Bitcoins kam... auf etwas ungewöhnlichem Wege.
Passwort des Krypto-Wallets geändert und direkt vergessen
User cprkrn berichtet auf X/Twitter, dass er sich vor Jahren als Student fünf Bitcoins geholt habe, für die er rund 250 US-Dollar (knapp 216 Euro) pro Stück zahlte. Seine Freunde sollen ihm vom Kauf der damals noch recht neuen Kryptowährung abgeraten haben, wenn auch nicht aus dem Grund, der ihm später zum Verhängnis wurde.
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Tatsächlich änderte er eines Nachts nämlich spontan das Passwort für den Schlüssel seines Krypto-Wallets, als er high war – und vergaß es prompt. Sicherlich ein schmerzhafter Fehler, wenn man bedenkt, dass ein einzelner Bitcoin zwischenzeitlich bis zu 100.000 Euro wert war.
Entsprechend versuchte der User über die Jahre auch alles Mögliche, um doch noch irgendwie an die Inhalte seines Krypto-Wallets zu kommen. Er will sogar Hacker angeheuert haben, aber erfolglos. Zwar konnte er sein altes Passwort wiederfinden (das "lol420fuckthePOLICE!*:)" lautete), das brachte ihm aber erstmal wenig.
Die Lösung kam dann ausgerechnet in Form des KI-Assistenten Claude. cprkrn hat nämlich die Daten seines alten College-Laptops in das Sprachmodell geladen und es auf die Suche geschickt.
Link zum Twitter-Inhalt
Claude konnte zwar das neue Passwort auch nicht erraten, entdeckte aber ein altes Offline-Backup seines Walletzugangs, das offensichtlich vor der Passwort-Änderung angelegt worden war – und das er entsprechend mit dem alten Passwort ensperren konnte.
cprkrn war wenig überraschend völlig aus dem Häuschen. In seinem X/Twitter-Post verspricht er direkt, sein Kind nach dem Anthropic-CEO Dario Amodei (dem Unternehmen hinter Claude) zu benennen.
Die Geschichte hat in diesem Fall also nach Jahren noch einen guten Ausgang genommen. Für cprkrn dürfte es sich jedenfalls gelohnt haben, seine fünf Bitcoins hat er inzwischen verkauft und dafür knapp 400.000 US-Dollar oder umgerechnet 345.000 Euro bekommen. Bleibt zu hoffen, dass er in Zukunft besser auf seine Passwörter achtgibt.
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