Hayao Miyazakis erster Kinofilm hatte nichts mit Ghibli zu tun – sondern mit dem Enkel eines Meisterdiebs

Am 15. Dezember 1979 lief mit "Das Schloss des Cagliostro" Miyazakis erster Kinofilm als Regisseur an. Entstanden ist er ohne Studio Ghibli – Folgen für das Studio hatte er trotzdem.

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Lupin III ist in der Fiktion der Enkel des Meisterdiebs Arsène Lupin. (© GKIDS via YouTube) Lupin III ist in der Fiktion der Enkel des Meisterdiebs Arsène Lupin. (© GKIDS via YouTube)

Was Arsène Lupin mit Miyazaki zu tun hat

Bevor Hayao Miyazaki "Das Schloss im Himmel" drehte, stand er schon einmal bei einem Kinofilm hinter der Kamera – nur nicht bei Ghibli.

So war "Das Schloss des Cagliostro" sein erster Kinofilm als Regisseur; zudem schrieb Miyazaki gemeinsam mit Haruya Yamazaki das Drehbuch und zeichnete zudem Storyboards und Szenenentwürfe.

Der Film basiert auf der Manga-Reihe "Lupin III" von Monkey Punch und ist nach einem Film von 1978 der zweite Kinoauftritt der Figur, die als Enkel des legendären Meisterdiebs Arsène Lupin aus den Romanen von Maurice Leblanc konzipiert wurde.

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In japanischen Kinos lief er ab dem 15. Dezember 1979. Hierzulande ging der Film zunächst andere Wege: 1984 kam er als "Die Jäger des Cagliostro" in einer um 16 Minuten gekürzten Version in die Kinos.

Erst 2006 erschien auf DVD eine ungekürzte Fassung unter dem heutigen Titel; 2024 lief eine 4K-Restaurierung in deutschen Kinos.

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Das Ergebnis spielte in Japan weniger ein als der erste Lupin-Film, in Teilen der Fangemeinde galt es als zu zahm für die Reihe. Monkey Punch lobte ihn dagegen; die Leserschaft des Magazins "Animage" wählte ihn später zum besten Anime aller Zeiten.

Genau diese Animage-Berichterstattung sollte später auch Miyazaki und Toshio Suzuki zusammenbringen. Dieses Treffen sollte später zusammen mit Isao Takahata zur Gründung eines gewissen Studio Ghibli führen, die 1986 ihr Debüt auf die Leinwand brachten.

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