Vor 40 Jahren erschien der allererste Ghibli-Film überhaupt und es war nicht Kikis Lieferservice oder Mein Nachbar Totoro

Der erste Ghibli-Film debütierte am 2. August 1986 und legte mit einem Abenteuer in den Lüften den Grundstein für das Studio.

Laputa aus Das Schloss im Himmel, dem ersten Film von Studio Ghibli. (© Studio Ghibli) Laputa aus "Das Schloss im Himmel", dem ersten Film von Studio Ghibli. (© Studio Ghibli)

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Am 2. August 1986 veröffentlichte ein damals eher unbekanntes Studio seinen allerersten Anime-Film. Die Rede ist von Studio Ghibli, das vor gut 40 Jahren debütierte.

Mit "Das Schloss im Himmel" legte Regisseur Hayao Miyazaki den Grundstein für spätere Ghibli-Erfolge. Wer an den Anfang des Studios denkt, landet allerdings schnell bei anderen Titeln.

Video starten 1:43 Das Schloss im Himmel: Trailer zum offiziellen Erstlingswerk von Studio Ghibli

Gullivers Reisen auf Japanisch

In "Das Schloss im Himmel" besitzt das Waisenkind Sheeta eine Kette mit einem Edelstein, der sie schweben lassen kann. Deshalb lässt sie der Regierungsagent Musca von der Armee entführen und auf ein Luftschiff bringen.

Als Piraten dieses angreifen, stürzt Sheeta ab und wird von dem Waisenjungen Pazu aufgefangen, der die verborgene Stadt Laputa sucht. Der Stein weist Sheeta indes als Mitglied der Königsfamilie von Laputa aus – und macht sie für Musca zum Schlüssel zur Stadt, weshalb er die beiden weiterverfolgt.

  • Der japanische Titel spielt auf Jonathan Swifts Satire "Gullivers Reisen" an, in der Gulliver die fliegende Insel Laputa besucht.
  • Die Produktion von "Das Schloss im Himmel" dauerte laut Wikipedia gut ein Jahr – schließlich wurden für den 124 Minuten langen Film ganze 69.262 Zeichnungen angefertigt.

Nausicaä entstand nicht unter dem Ghibli-Namen

Zu den verbreiteten Irrtümern rund um diese Ghibli-Epoche gehört auch, dass "Nausicaä aus dem Tal der Winde" der erste Film des Studios sei.

Tatsächlich landete dieser auch vor dem Himmelsschloss in den Kinos, nämlich im März 1984. Zwar wurde auch dieser Film von Miyazaki in Form gebracht – aber damals noch unter dem Studio Topcraft. Aus dessen Überbleibsel entstand schließlich Studio Ghibli, als Miyazakis Team die Topcraft-Vermögenswerte übernahm.

Neben Miyazaki sollte bei "Das Schloss im Himmel" eine weitere Ghibli-Legende ihre ersten Schritte gehen: Erstmals in seiner Karriere übernahm Isao Takahata die Rolle des Produzenten, die er später für viele weitere Filme des Studios übernehmen sollte.

Miyazaki selbst hatte da schon etwas mehr an Regie-Erfahrung im Lebenslauf stehen. Sein Debüt feierte er indes mit dem Enkel eines literarischen Meisterdiebs.

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