GTA 5-NPCs hatten damals 55.000 Animationen - Ihr glaubt, das ist viel? GTA 6 hat 600.000

GTA 6 kleckert nicht, es klotzt. Das gilt natürlich auch für die NPCs im Spiel, die dieses Mal sogar um die 600.000 Animationen spendiert bekommen haben. Das ist das Doppelte von denen in Red Dead Redemption 2.

Die Spielwelt von GTA 6 wird mit unzähligen NPCs bevölkert, die möglichst individuell wirken sollen. Die Spielwelt von GTA 6 wird mit unzähligen NPCs bevölkert, die möglichst individuell wirken sollen.

Die Spiele von Rockstar Games sind seit jeher für ihre Detailversessenheit, Größe und Fülle bekannt. Aber auch die Lebendigkeit von Los Santos und Co. sucht oft ihresgleichen. Nur wenige Spiele haben so detailiierte und smooth animierte NPCs, wie es zum Beispiel in Red Dead Redemption 2 der Fall ist. GTA 6 toppt das nochmal.

GTA 6 legt wohl unglaublich großen Wert auf viele, sehr unterschiedliche und gut animierte NPCs

In der Titelstory des neuen Edge-Magazins dreht sich alles um GTA 6. Darin kommt auch nochmal der eigens nur für die Entwicklung von NPCs gegründete Studio-Ableger zur Sprache – zusammen mit einigen wahnwitzigen Zahlen und Details. Erst recht im Vergleich zum Vorgänger GTA 5 oder RDR2.

Video starten 25:25 Kurz vor dem Release sieht GTA 6 plötzlich ganz anders aus!

Die NPCs in GTA 6 sollen nämlich "um die 600.000 Animationen" spendiert bekommen haben. Das klingt natürlich nach einer großen Zahl, aber ohne Kontext auch irgendwie egal. Aber, haltet euch fest: In GTA 5 waren es gerade einmal 55.000 individuelle NPC-Animationen, und bei Red Dead 2 schon 300.000.

Das heißt also, dass die wirklich schon sehr detailliert und beeindruckend animierten Bewegungen der Red Dead Redemption 2-Figuren nochmal deutlich besser aussehen und sich smoother bewegen dürften. GTA 6 bietet einfach doppelt so viele Animationen, und mehr als das Fünffache von GTA 5.

Besonders cool: Diese Animationen und NPCs sind allesamt handgemacht. Hier wird nichts prozedural generiert und die Wiederholungen sollten sich auch im Rahmen halten. Außerdem sieht es ganz danach aus, als würden die Nicht-Spieler-Charaktere in der Regel auch immer irgendetwas Sinnvolles tun. So erklärt sich dann auch, dass ein eigenes Studio dafür nötig war.

"Diesen Fußgängern werden Persönlichkeits-Eigenschaften zugewiesen, die dabei helfen, wie sie reagieren: Temperament, Aggression, wo sie sind, was sie gesehen haben und wie sich der Spieler ihnen gegenüber verhält. Verschiedene Bezirke haben ihre eigenen demografischen und professionellen Texturen."

Was sich hinter dem Begriff der professionellen Textur verbirgt, erklärt Rockstar Norths Rob Nelson ebenfalls in der Edge-Coverstory (via PCGamer):

"Wer wird aggressiv sein? Wie viele Leute werden nach ihrer Waffe greifen? Wie viele werden mich testen?"

In der 90-minütigen Preview, die die Menschen vom Edge-Magazin sehen konnten, soll ein Mann beispielsweise seinen Hund von der Leine und auf Jason losgelassen haben, weil er das Gefühl hatte, von ihm angestarrt worden zu sein. Der Hund habe ihn dann kurz verfolgt, irgendwann aber das Interesse verloren. A propos:

Laut dem Rockstar North-Co-Chef Aaron Garbut soll sich über jeden einzelnen Raum im Spiel ein Mitglied des Entwicklerteams Gedanken gemacht haben. Jede Figur sei ganz bewusst gestaltet worden und irgendwer habe für jeden einzelnen darüber nachgedacht, wer wo sitzt, was getrunken wird, was an den Wänden hängt, wer welche Tattoos hat und was auf den Tischen steht.

Kein Wunder also, dass GTA 6 wohl so viel Speicherplatz braucht.


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