"Das ist ein S-Tier-Hobby. Jetzt verstehe ich es." Vater macht sein Leben lang einen Bogen um LEGO, baut dann ein Set mit seinem Sohn und ist nach wenigen Bauabschnitten absolut verliebt

Ein Vater lästerte als Kind über LEGO-Fans – jetzt baut er mit seinem Sohn zusammen Set um Set. Der Auslöser für den Sinneswandel war eine Piranha-Pflanze.

Eine Piranha-Pflanze, ein Küchentisch und die ewige Frage, ob der Sohn merkt, wenn man heimlich weiterbaut. (© LEGO) Eine Piranha-Pflanze, ein Küchentisch und die ewige Frage, ob der Sohn merkt, wenn man heimlich weiterbaut. (© LEGO)

Manchmal dauert es eine Weile, bis man entdeckt, dass einem ein Hobby doch zusagt. Vielleicht springt man einfach mal über seinen Schatten, wird von Freund*innen zum Ausprobieren überredet oder bekommt zufällig die Gelegenheit, etwas Neues zu versuchen.

So eine zufällige Gelegenheit erhielt "TheTimeIsChow" mit einem LEGO-Set. Über die Klemmbausteine hatte er stets gespottet, doch jetzt scheint die Community einen neuen Fan gewonnen zu haben, der sich prompt für seine Vorurteile entschuldigt.

Video starten 0:39 Dieses LEGO-Set ist das ungewöhnlichste, das ich bisher gebaut habe, und auch mein liebstes

Piranha-Pflanze mit Folgen

Die Geschichte von "TheTimeIsChow" beginnt mit einer Erzählung aus Kindertagen: Als Kind bekam er nie eigene LEGO-Sets. Vielmehr hielt er alle, die solche Sets sammelten, für Trottel ("Dorks").

Dann gewann sein sechsjähriger Sohn im vergangenen Sommer ein LEGO-Set einer Piranha-Pflanze, das für ältere Kinder gedacht war und prompt bat sein Nachwuchs um Hilfe.

  • Der Vater habe innerlich gestöhnt, aber fleißig mitgebaut. Ein Drittel der Konstruktion haben die beiden noch am selben Abend geschafft – und plötzlich, selbst nachdem der Sohn ins Bett musste, ging das Set "TheTimeIsChow" nicht mehr aus dem Kopf.
  • Danach habe er den Rest des Abends immer wieder zum Küchentisch geschaut und überlegt, ob er heimlich ein paar Seiten weiterbauen könnte, ohne dass der Sohn es merkt.

Seither seien sechs weitere Sets gefolgt. Im Zimmer des Sohnes hängen inzwischen Regale für die fertigen Modelle, und im Keller gibt es einen Werktisch, an dem Angefangenes über Nacht liegen bleiben darf.

Mehrere hundert Dollar habe er inzwischen investiert und bereue keinen Cent davon – das Hobby ist eben "S-Tier", weshalb sich "TheTimeIsChow" höchst offizell bei der LEGO-Community für seine Vorurteile entschuldigt.

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Das Subreddit zeigt sich wohlwollend und nimmt die Entschuldigung auch kompromisslos an. Vielmehr gratuliert "xadriancalim" dazu, dass der Vater nun endlich sein "dunkles Zeitalter" hinter sich gelassen hat – also die Zeitspanne zwischen dem Kinderzimmer und dem Moment, in dem LEGO im Erwachsenenalter wieder zündet.

Anderweitig fragen sich manche Kommentare, woher das Vorurteil überhaupt stammt, dass Erwachsene nichts zum Spaß machen dürfen. Zumindest im LEGO-Subreddit dürft "TheTimeIsChow" sich jetzt gut aufgehoben fühlen – oder, um es mit den Worten von "AlignedMoon" zu sagen: "Glückwunsch, Trottel".

Seid ihr auch erst spät zu LEGO gekommen – und was war euer erstes Set?


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