Auf der gamescom im August konnte ich unter anderem das neue Spiel der Disney Illusion Island-Macher namens “Murals” ansehen und eines sage ich euch: Das ist die witzigste und ungewöhnlichste Darstellung der berühmtesten Märchen der Gebrüder Grimm und anderen Schriftsteller*innen, die ich bislang gesehen habe.
Darum geht's in Murals
Bei Murals handelt es sich um ein isometrisches Action-Adventure mit Fokus auf die Story. In Murals schlüpft ihr in die Rolle eines namenlosen Helden und müsst bekannten Märchenfiguren wie Hänsel und Gretel, der kleinen Meerjungfrau, Rapunzel und vielen anderen bei ihren Problemen helfen.
Die Waffen, die der Held mit sich führt, haben ebenfalls ihre eigenen Geschichten zu erzählen und können sogar sprechen.
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In Murals tauchen wir in die Welt von berühmten Märchen ein, in der etwas schrecklich schief gelaufen ist
Murals ist kein Hades-like, obwohl es so aussieht
Auf der gamescom konnte ich zudem mit Game Director und CEO Aj Grand-Scrutton und Design Director Grant Allen von Dlala Studios sprechen. Da sich das Spiel noch in der Entwicklung befindet, durfte ich bei der Vorstellung des Spiels leider nicht selbst Hand anlegen – mir wurde lediglich vorgespielt.
Grant Allen hat entsprechend das Gamepad in die Hände genommen und mir gezeigt, wie das Gameplay von Murals funktioniert, während mir Aj Grand-Scrutton Fragen beantwortet und mir mehr über die Welt des Spiels erzählt hat.
In Sachen Gameplay soll sich Murals trotz der Ähnlichkeiten zu Hades nicht wie ein Roguelite oder Roguelike spielen, sondern eher wie ein narratives Action-Spiel à la Bayonetta. Das heißt also, dass die Geschichte linearer erzählt und in einzelne Levels, die sogenannten “Murals”, aufgeteilt wird.
Jedes Mural stellt eine Neu-Interpretation eines bekannten Märchens dar, etwa Rapunzel, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen, Rumpelstilzchen und mehr. Auf der gamescom habe ich den Abschnitt der kleinen Meerjungfrau gesehen.
Gameplay-technisch kann ich also nicht viel zu dem Spiel sagen, da ich selbst nicht den Controller in der Hand hatte. Insbesondere die Kämpfe erinnerten mich aber dennoch an Hades, unter anderem mit folgenden Zutaten:
- Nahkampfwaffen in Kombination mit Fernkampf-Angriffen
- Auswahl von unterschiedlichen Waffen, die das Moveset des Helden verändern
- ausrüstbare Gegenstände und Modifikatoren, die im Spiel “Eeries” genannt werden, beeinflussen unter anderem das Angriffstempo oder können Gegner im Kampf einfrieren
- Spezial-Fähigkeiten des Helden
- und so weiter
Der Look und das witzige Setting haben es mir angetan
Nach der gezeigten Demo und meinem Gespräch mit den beiden muss ich ehrlich sagen: Abseits des Action-Gameplays haben es mir der Look und die Art Direction des Spiels besonders angetan.
Unser namenloser Held wird im Spiel nämlich von einer zum Leben gewordenen Skizze namens Loaf begleitet. Spongebob-Fans werden mit Sicherheit eine starke Parallele zwischen dem Sidekick und dem berühmten Kritzelbob sehen – was mir im Gespräch mit den Entwicklern als Inspiration für Loafs Design bestätigt wurde.
Loaf ist jedoch nicht der Grund, warum mich Murals mit seinem Look so bezaubert hat, sondern Dlala Studios’ Darstellung der kleinen Meerjungfrau, die ich in der Spiel-Demo sehen konnte.
Sie hat in Murals einen ganz anderen und ungewöhnlichen Look, als ich es beispielsweise von Disney, dem Anime Goodbye, Lara oder sonstigen Interpretationen der Figur gewohnt bin.
Diese kleine Meerjungfrau hatte keine roten, orangefarbenen oder blonden Haare oder überhaupt ein menschliches Aussehen. Es war eher ein kurioser Mix aus einer Frau und einem Fisch.
Dlala Studios haben ihr unglaublich große, goldene und zugleich glubschige Augen verpasst und ein Oktopus auf ihrem Kopf ist quasi ihre Frisur. Meiner Meinung nach eine sehr kreative Darstellung der allzeit bekannten Meerjungfrau.
In dem gezeigten Abschnitt sollten der Held und Loaf die Stimme der Meerjungfrau zurückholen und konnten dabei (leider) auch die falschen Stimmen finden – wie die eines Hundes, die ihr dann eher ein tiefes Bellen und Wauwau-Geräusche verleiht als die gesuchte Gesangsstimme.
Als die tatsächliche Stimme dann gefunden wurde, war das für mich ebenfalls ein witziges Highlight.
Die kleine Meerjungfrau hat in diesem Spiel nämlich eine Stimme, die sich so anhört, als hätte ihr jemand die Nase beim Reden zugekniffen und sie würde nicht genug Luft beim Sprechen bekommen. Sie hört sich also etwas kratzig, aufmüpfig oder gar erkältet an.
Hier könnt ihr sehen und hören, wie sich die kleine Meerjungfrau mit einer Hunde-Stimme und ihrer eigentlichen Stimme im Spiel anhört. Die Interaktion dabei ist ebenfalls sehr amüsant.
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In Murals hat die kleine Meerjungfrau nicht nur ein ungewöhnliches Aussehen, sondern auch eine sonderbare Stimme
Abseits davon sehen auch die anderen gezeigten Figuren aus den beliebten Märchen witzig und kreativ aus, was dem Spiel einen gewissen Charme gibt, der mir sehr gefallen hat.
Murals werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und ich bin gespannt darauf, was Dlala Studios’ sich für ungewöhnliche Twists bei den Neu-Interpretationen der Märchen-Figuren hat einfallen lassen.
Hattet ihr schon von Murals gehört und wie gefällt euch der neue Look der kleinen Meerjungfrau in diesem Spiel?
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