Kind will mit den Pokémon-Karten des Papas spielen – der denkt sich eine Alternative aus und die wurde jetzt zum Kinderspiel des Jahres gewählt

Das kürzlich gewählte Kinderspiel des Jahres 2006 hat eine herzerwärmende Entstehungsgeschichte, die im Rahmen einer Pressekonferenz erzählt wurde.

Die wunderschön von Illustratorin Seppyo gezeichneten Monster in Die Insel der Mookies erinnern nicht von ungefähr an Pokémon. Die wunderschön von Illustratorin Seppyo gezeichneten Monster in Die Insel der Mookies erinnern nicht von ungefähr an Pokémon.

Mitte Juli hat der Verein Spiel des Jahres e.V. den renommiertesten Brettspielpreis der Welt vergeben und das Spiel des Jahres, das Kennerspiel des Jahres sowie das Kinderspiel des Jahres gekürt.

Letzteres ist mit Die Insel der Mookies ein Titel geworden, der einen ähnlichen Preis schon in Frankreich abräumen konnte – und dessen Design nicht von ungefähr an Pokémon erinnert.

Denn dieses Die Insel der Mookies hat eine ziemlich herzergreifende Entstehungsgeschichte. Diese schilderte der französische Autor Florian Sirieix auf der Spiel des Jahres-Pressekonferenz und ist unter anderem im Podcast der Anonymen Ludoholiker nachzuhören.

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Pokémon-Alternative wird zum Kinderspiel-Hit

Demnach gab der vierjährige Sohn des Autoren die entscheidende Idee für das Spiel. Der neugierige Nachwuchs wollte nämlich unbedingt mit den Pokémon-Karten des Papas spielen, konnte die Texte darauf aber noch nicht lesen.

Also wünschte er sich eine schnell gespielte und auch für kleine Kinder verständliche Alternative. Und der Vater – der schon in der Vergangenheit Brettspiele erdacht hatte – machte sich direkt ans Werk.

Das Ergebnis heißt nun eben Die Insel der Mookies und kam bei den der Spiel des Jahres-Jury und deren Testgruppen derart gut an, dass es den begehrten Kinderspiel des Jahres-Preis einheimsen konnte.

In seiner Dankesrede, die auch auf YouTube angeschaut werden kann, dankte Sirieix vor allem seinem Sohn – dieser sei zwar noch zu jung, um als Co-Autor genannt zu werden, habe aber trotzdem den entscheidenden Impuls gegeben.

Schachtel Die Schachtel von Insel der Mookies ist angenehm kompakt, ist also auch ein prima Mitbringsel.

Karten Die glitzernden Foil-Karten haben gleich zwei Symbole einer Art aufgedruckt.

Orden Diese Orden werden am Spielende verteilt. Wer die meisten Spinnen hat, muss einen Orden wieder abgeben.

So funktioniert die Insel der Mookies

Die Insel der Mookies ist ein Kartenspiel für zwei Personen ab 4 Jahren. Darin sammelt ihr Pokémon-ähnliche Monster – die Mookies. Wer am Zug ist, zieht eine Karte, schaut sich beide Seiten dieser Karte an und entscheidet, welche Seite bzw. welches Monster mit welchem Symbol in der eigenen Sammlung landet. Mit Spinnen kann die jeweils andere Person geärgert werden, es gibt sogar besonders wertvolle Glitzerkarten mit gleich zwei Symbolen einer Art.

Am Ende wird ausgewertet: Wer die meisten Symbole einer Art auf seinen Karten hat, bekommt eine Trophäe, die Punkte bringt. Insgesamt gibt es fünf Trophäen, die Person mit den meisten Punkten gewinnt.

Die Insel der Mookies kann in etwa 5 bis 10 Minuten gespielt werden, kostet etwa 15 Euro und ist beim Kosmos-Verlag erschienen. Im nächsten Jahr soll ein weiteres Spiel im Mookies-Universum erscheinen.


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