PS5 baut Barrierefreiheit aus & setzt es auch beim DualSense-Controller um

Sony setzt verstärkt auf Barrierefreiheit, wovon Menschen mit Behinderungen auch auf der PlayStation 5 profitieren.

von Annika Bavendiek,
30.10.2020 11:38 Uhr

Die PS5 wird mehr Barrierefreiheit als die PS4 bieten. Die PS5 wird mehr Barrierefreiheit als die PS4 bieten.

Das Thema Barrierefreiheit in Spielen rückt immer mehr in den Fokus. Kein Wunder, denn immerhin sollen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 15 Prozent der weltweiten Bevölkerung mit einer Behinderung leben, was auch das Spielen beeinträchtigt.

Entwickler und Publisher bemühen sich daher, ihre Spiele auch für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu gestalten. Aber auch bei den Konsolen selbst wird angesetzt, weshalb Sony auch die Barrierefreiheit für die PlayStation 5 weiter ausgebaut hat. Veronica Rogers von Sony berichtete im SIE-Blog, wie die neue Barrierefreiheit aussieht.

Sony arbeitet an mehr Zugänglichkeit

Rogers ist Senior Vice President und Global Head of Business Operations and Executive Sponsor of ABLE@PlayStation. Bei ABLE@PlayStation handelt es sich um ein "barrierefreies und auf Inklusion ausgerichtetes Mitarbeiternetzwerk", dass Anfang des Jahres gestartet ist und auf zwei Prinzipien aufbaut, wie Rogers erklärte:

"Das erste Prinzip der Gruppe besteht darin, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der die Menschen ihr ganzes Selbst sein können. Das zweite Prinzip basiert auf der Gewährleistung der Zugänglichkeit und Inklusion von Behinderungen für Mitarbeiter und unsere Gemeinschaft."

Mit dieser Gruppe will Sony ein Umfeld schaffen, um emotionale Gesundheit, den Kampf gegen chronische Krankheiten und das Erreichen von Ziel zu unterstützen. Und dadurch sollen auch die SIE-Produkte und folglich die Kunden profitieren.

PS5 baut auf die Barrierefreiheit der PS4 auf

Geht es gezielter um die Konsolen, hat Sony bereits bei der PlayStation 4 mit Fachberatern für Barrierefreiheit zusammengearbeitet. Die PS4 verfügt beispielsweise über Eingabehilfen wie Text to Speech, Farbinvertierung und benutzerdefinierte Tastenbelegung.

Wie die Barrierefreiheit-Optionen beispielsweise aussehen können, zeigte auf der PS4 The Last of Us 2. Wie die Barrierefreiheit-Optionen beispielsweise aussehen können, zeigte auf der PS4 The Last of Us 2.

Die PS5 bekommt jetzt noch weitere Funktionen hinzu, die der Barrierefreiheit dienen. Dazu zählen eine bessere Audioausgabe, die Farbkorrektur der bereits anpassbaren Untertitel sowie eine Sprachdiktierfunktion, die einem das Tippen von Texten abnimmt. Der Speech Reader liest dagegen Bildschirmtexte vor, falls Spieler*innen über ein eingeschränktes Sehvermögen verfügen. Dabei werden unterschiedliche Sprachen unterstützt. Neben Deutsch gibt es auch länderspezifische Formen von Englisch oder Spanisch.

Auch der DualSense-Controller lässt sich anpassen

Die erweiterten Einstellungen für Barrierefreiheit finden sich aber nicht nur im System der PS5 selbst wieder, sondern betreffen auch auf den neuen DualSense-Controller. Die adaptiven Trigger als auch das haptische Feedback lassen sich in ihrer Stärke anpassen oder auch ganz deaktivieren. Das dürfte beispielsweise Spieler*innen zugute kommen, die körperliche Einschränkungen in den Fingern haben.

Um das Spielen zugänglicher zu machen, lassen sich die angepriesenen Funktionen den DualSense anpassen oder deaktivieren. Um das Spielen zugänglicher zu machen, lassen sich die angepriesenen Funktionen den DualSense anpassen oder deaktivieren.

Wie bereits erwähnt, setzen auch Spiele immer mehr auf Barrierefreiheit und bieten hier verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an. Rogers nannte hier Uncharted 4: A Thief's End, das bereits 2016 auf mehr Zugänglichkeit setzte. Ein jüngeres und gutes, wenn auch noch nicht perfektes Beispiel, ist da The Last of Us 2. Naughty Dog bietet in seinem PS4-Hit über 60 Einstellungen an:

The Last of Us 2 ist ein Accessibility-Vorbild, aber an einigen Stellen hakt's   15     13

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Welche Funktionen könnte Sony eurer Meinung nach noch umsetzen, um die Barrierefreiheit zu fördern?

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