Im Jahr 2000 veröffentlichte Activision mit Soldier of Fortune einen Ego-Shooter, der besonders für seine intensive Gewaltdarstellung bekannt ist. In Deutschland schlug der Jugendschutz zu, der Titel landete auf dem Index. 2025 ist diese Einschätzung abgelaufen.
Soldier of Fortune steht nicht mehr auf dem Index
Wie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in ihrer Entscheidungsbegründung mitgeteilt hatte, wurden seinerzeit sowohl die amerikanische Originalfassung als auch eine zensierte Version von Soldier of Fortune indiziert.
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Dass auch die zensierte Version indiziert wurde, lag nicht zuletzt daran, dass die Gewaltdarstellung der Originalfassung vergleichsweise simpel mit Mods wiederhergestellt werden konnte.
In der Begründung hieß es unter anderem:
"Noch nie wurde Gewalt in einem Spiel derart realistisch umgesetzt und dargestellt. Je nach Todesursache fällt der Feind regungslos zu Boden oder geht auf die Knie während er erstickt [...] Das ganze Spiel besteht aus einer fortlaufenden Gewalt- und Schießorgie, in der der Spieler fortwährend dazu aufgefordert wird, spielerische Gewalt- und Tötungshandlungen vorzunehmen."
Medien, die auf der "Liste der jugendgefährdenden Medien", umgangssprachlich meist "Index" genannt, landen, werden dort standardmäßig 25 Jahre lang geführt. Danach müsste ein neues Verfahren eröffnet werden, falls eine weitere Indexierung vorgesehen ist.
Im Fall von Soldier of Fortune wurde ein solches Verfahren nicht eingeleitet, weshalb der Titel Anfang 2025 vom Index gestrichen wurde. Der Ego-Shooter darf nun also wieder frei in Deutschland verkauft werden. Auch einem Remaster stünde so nichts mehr im Weg.
Ob eine solche Rückkehr eine realistische Option ist, ist allerdings unklar. Neben der für die damalige Zeit realistischen und detaillierten Gewaltdarstellung bot der Shooter eher Standardkost und gilt auch im Ausland nicht unbedingt als Meisterwerk.
Entwickelt wurde Solder of Fortune übrigens von Raven Software. Das Studio konnte sich damit und mit anderen Titeln einen Namen machen und ist heute vor allem für Auftragsarbeiten bekannt. Seit 2011 arbeitet Raven ausschließlich an den Call of Duty-Spielen mit und ist dort vor allem für den Multiplayer verantwortlich.
Erinnert ihr euch noch an Soldier of Fortune?

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