Wer World of Warcraft, Diablo oder Overwatch spielt, kennt Battle.net vermutlich ziemlich gut. Der Launcher gehört für Blizzard-Fans seit Jahrzehnten zum Alltag, während viele andere PC-Spieler*innen ihre Bibliothek lieber auf Steam verwalten.
Mit der Übernahme von Activision Blizzard im Jahr 2023 ist Battle.net bei Microsoft gelandet. Und dort hat man offenbar festgestellt, dass deutlich mehr in der Plattform steckt, als man bislang daraus gemacht hat.
Battle.net kann laut Xbox mit Steam mithalten
Bei einer internen Mitarbeiterversammlung am 6. Oktober sprach Xbox-Chefin Asha Sharma über die Zukunft des PC-Geschäfts. Wie Windows Central berichtet, will Microsoft künftig deutlich mehr in Battle.net investieren.
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Dabei zog Sharma auch einen Vergleich mit Steam:
"Es stellt sich heraus, dass Battle.net eine Zielgruppe erreicht, die wir außerhalb der Plattform nicht erreichen. Und darin ist es richtig gut. Die Spielerbindung ist fast so gut wie bei Steam, obwohl wir bisher kaum Arbeit in die Plattform gesteckt haben."
Mit Spielerbindung ist gemeint, wie viele Nutzer*innen regelmäßig zu einer Plattform zurückkehren. Das bedeutet allerdings nicht, dass Battle.net ähnlich viele Spielende wie Steam besitzt.
Zudem hat der Vergleich einen Haken. Battle.net ist seit Jahrzehnten eng mit Blizzard-Spielen wie World of Warcraft, Diablo und Overwatch verbunden. Dass Spieler regelmäßig für diese Titel zurückkehren, bedeutet noch lange nicht, dass sie dort auch andere Spiele kaufen würden, die beispielsweise ebenfalls auf Steam erhältlich sind.
Für Microsoft ist die hohe Spielerbindung dennoch Grund genug, den Launcher künftig stärker zu unterstützen. Sharma erklärte weiter:
"Und genau das ändern wir jetzt. Wir machen es auf die richtige Weise für diese Community. Das wird sowohl für unsere eigenen Spiele als auch für ausgewählte Spiele von Drittanbietern großartig sein."
Künftig sollen mehr Spiele auf Battle.net erscheinen
Microsoft hat inzwischen schon mehrere Titel anderer Studios auf der Activision-Blizzard-Plattform veröffentlicht und möchte das Angebot künftig weiter ausbauen. So zuletzt beispielsweise mit The Witcher 3: Remastered.
Dabei betreibt Microsoft mit der Xbox-App bereits eine eigene Plattform für PC-Spiele. Battle.net soll diese offenbar nicht ersetzen. Sharma erklärte, dass Microsoft weiterhin verschiedene PC-Plattformen unterstützen möchte, solange sie unterschiedliche Zielgruppen erreichen.
Wie genau sich beide Angebote künftig voneinander abgrenzen sollen, bleibt allerdings offen. Auch Steam will Microsoft weiterhin als Vertriebsplattform nutzen.
Was haltet ihr von Microsofts Plänen? Könnte Battle.net für euch zu einer echten Alternative zu Steam werden, oder habt ihr ohnehin schon genug Launcher auf eurem PC?
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