Die ersten professionellen Gamer und die Anfänge des eSports

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    Sind eSport und Videospiele ein neumodischer Trend bei der Generation Z und den Millenials? Wohl nicht, weil die Geschichte des Zockens in Wettbewerbsform nahezu 50 Jahre in die Vergangenheit reicht. In diesem Artikel werden die Anfänge des eSports erklärt.

    In der Geschichte des eSports zählt als das erste offizielle Turnier ein kleiner Wettbewerb an der Stanford University zwischen Studenten im Jahr 1972, so ein Sprecher der deutschen eSport Informationsplattform Fragster.de. Die Teilnehmer traten im Spiel „Spacewar!“ in einer „intergalaktischen Olympiade“ gegeneinander an. Hierbei handelte es sich für den Computer PDP-1 um einen Eins-gegen-Eins-Titel. Jeder Spieler steuerte hierbei ein Raumschiff und hatte das Ziel, den gegnerischen Spieler im Game zu zerstören. Dabei erhielt der Gewinner des Turniers für die Zeitschrift Rolling Stone ein Jahres-Abonnement.

    Unter den Videospielfans blühte der Gedanke um Spiele in Wettbewerbsform mit der Einführung von dem Highscore-System Im Jahr 1978 schnell auf. Das weltweit erste große eSport-Turnier fand zwei Jahre später bei der „Space Invaders Championship“ von dem Hersteller Atari statt. Aus den USA nahmen über 10.000 Spieler teil. In New York dominierte schließlich bei den Grand Finals Rebecca Heineman, eine Transgender-Ikone, die eine Stunde und 45 Minuten im Spiel durchhalten konnte. Zum Vergleich hält ein guter Spieler im Durchschnitt ungefähr drei Minuten durch und etwa 30 Minuten ein großartiger Spieler, meinte sie in der Netflix Dokumentation „High Score“.

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    Der Vergleich von High Scores ist zwar ein faires Mittel, damit der bessere Spieler gekürt werden kann, doch es ist deutlich spannender, wenn gegnerische Spieler ihre Kräfte direkt messen können. Im eSport wurden in den 1990er Jahren Fighting Games wie zum Beispiel „Street Fighter“ äußerst beliebt. Schließlich führte der Boom dazu, dass die Turniere „Evolution Championship Series“ (EVO) im Jahr 1996 gegründet wurden. Auf den Zug des eSports sprang auch Nintendo auf und verwendete Turniere wie beispielsweise „Nintendo World Championship“, damit das Unternehmen seine Spiele besser vermarkten konnte.

    Darüber hinaus brachten die 1990er Jahre eine Komponente mit sich, die deutlich revolutionärer war: die Entwicklung vom Internet. Hierbei eroberten Online-Multiplayer-Titel wie „Quake“ (1996) und „Doom“ (1993) die Welt. Auch von daheim vom PC aus konnten nun Gamer gegen andere spielen. Allerdings wurden insbesondere LAN-Partys populär. Der US-Amerikaner mit dem Namen Dennis „Tresh“ Fong erspielte sich im Jahr 1997 bei einem Quake-Turnier den ersten Platz und daher gewann er von dem Entwickler John Carmack den Ferrari 328. Daraufhin verlieh ihm das Guinness Buch der Rekorde den Titel als erster professioneller Gamer.

    Das Echtzeit-Strategiespiel „Starcraft“ erschien dann gegen Ende der 1990er Jahre. Der Aufstieg von Südkorea als eine Talentschmiede im Bereich des eSports begann mit diesem Titel. Schließlich kam es dann im Jahr 2000 zu der „Korean eSports Association“ Gründung und im Bereich des Gamings in Wettbewerbsform begann ein neues Zeitalter. Der eSport blickte bis zur Jahrtausendwende auf eine eSport-Geschichte von fast 30 Jahren zurück und ihre rasante Entwicklung hält bis zum heutigen Tag an.

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