Vor 9 Jahren erschien auf Netflix die erste wirklich gute Videospiel-Adaptionen - ohne sie hätte es Arcane wohl nie gegeben

Heutzutage gibt es hochwertige Spiele-Verfilmungen wie die Last of Us-Serie oder den neuen Resident Evil-Film. Eine der besten Adaptionen ist aber noch immer eine Netflix-Serie.

Die animierte Netflix-Serie konnte sich als erste Videospiel-Adaption einen positiven Wertungsschnitt auf Rotten Tomatoes sichern (Bild © NetflixPowerhouse Animation). Die animierte Netflix-Serie konnte sich als erste Videospiel-Adaption einen positiven Wertungsschnitt auf Rotten Tomatoes sichern (Bild © Netflix/Powerhouse Animation).

Videospiel-Verfilmungen hatten viele Jahre lang einen schlechten Ruf. Kein Wunder, immerhin gab es in den 2000ern so einige durchmischte bis fragwürdige Leinwand-Umsetzungen – denken wir da nur mal an den Doom-Film oder Prince of Persia: The Sands of Time.

Zu den ersten richtig guten Videospielumsetzungen gehörte ausgerechnet eine Serie auf Netflix und dass die überhaupt entstehen konnte, war wohl alles andere als selbstverständlich.

Über 10 Jahre hat es gedauert, ehe diese Serie entstehen konnte

Am 7. Juli 2017 feierte die erste Staffel der Castlevania-Serie auf Netflix ihre Premiere. Die animierte Serie, die auf der gleichnamigen Videospiel-Reihe basiert, wurde zwar von einigen Fans der Spiele dafür kritisiert, sich ein paar Freiheiten zu nehmen, insgesamt wurde die Serie aber extrem positiv aufgenommen und war ein riesiger Erfolg.

Video starten 1:26 Castlevania - Trailer: Erste Szenen aus der Netflix-Animationsserie

Laut der Aggregator-Seite Rotten Tomatoes war die erste Staffel von Castlevania sogar die allererste Videospielumsetzung überhaupt, die beim Wertungsschnitt auf ein "Fresh" Rating gekommen ist – das heißt, mindestens 60 Prozent der Wertungen von Kritiker*innen sind positiv.

Die erste Staffel steht aktuell bei einem Tomatometer-Rating von 83 Prozent positiv. Staffel 2 schaffte es dann sogar auf ein 100 Prozent positives Rating.

Dabei war es aber wohl lange Zeit gar nicht sicher, ob die Serie entstehen würde. Schon 2007 hatten die Frederator Studios die Rechte an einer animierten Filmumsetzung für Castlevania erworben.

Die befand sich dann allerdings 10 Jahre lang im Limbo, wie Studiogründer Fred Seibert auf seinem Blog, erklärt. Grund sei gewesen, dass "niemand dramatische und brutale Cartoons für Erwachsene haben wollte."

Netflix habe sich dann aber während ihrer "kurzlebigen experimentellen Phase" bereiterklärt, einer Serienumsetzung grünes Licht zu geben.

Letztlich wurde die Serie ein voller Erfolg für den Streamingservice und zeigte auch, dass Cartoons für Erwachsene nicht nur Comedy sein müssen. "Ohne Castlevania würde es kein Arcane geben, kein Blue Eye Samurai", so Seibert.

Welche ist eurer Meinung nach die erste wirklich gute Videospielumsetzung?


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