Anime-Fan wird verhaftet, weil sie Naruto- und One-Piece-Merch für über $27 Mio. bestellt hat, nur um dann nie die Rechnungen zu bezahlen

Die Firma blieb durch die wiederholten Bestellungen auf den Unsummen an Versandkosten sitzen.

Bei diesem hohen Geldbetrag ist sogar Ruffy extrem geschockt. (© Eiichiro Oda, Shueisha Toei Animation) Bei diesem hohen Geldbetrag ist sogar Ruffy extrem geschockt. (© Eiichiro Oda, Shueisha / Toei Animation)

In der heutigen Zeit voller Influencern, Doomscrolling in den sozialen Medien und Reizüberflutung durch unzählige Product-Placements im Internet, lauert immer die Gefahr, dem Überkonsum zu verfallen und sich dabei Dinge zu kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen.

Ein aktuelles Beispiel für ein solches, extremes Konsumverhalten ist eine 32-jährige Anime-Liebhaberin aus Japan, die Naruto- und One Piece-Merch in Höhe von 27 Millionen US-Dollar bestellt, aber nie bezahlt oder angenommen hat. Und dafür nun verhaftet wurde.

Über drei Jahre lang Bestellungen in Millionenhöhe aufgegeben und nie bezahlt

In diesem Extremfall handelt es sich um die Restaurantmitarbeiterin Mayu Y., die aufgrund des Verdachts auf betrügerische Behinderung eines Geschäftsbetriebs festgenommen wurde. 

Mayu soll laut einem Bericht des Online-Magazins japantoday und des japanischen Nachrichten-Outlets TBS News Dig im Zeitraum zwischen 2023 und 2025 im Online-Store des großen Manga-Verlags von Shueisha über 2000 Bestellungen verteilt auf 238 unterschiedliche Accounts getätigt haben. 

Shueisha ist der Manga-Verlag hinter den größten Shonen-Manga-Titeln der Geschichte und verantwortlich für die Veröffentlichung von Serien-Giganten wie Dragon Ball, One Piece, Bleach und Naruto. 

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Der Gesamtwert aller ihrer Bestellungen soll sich auf mindestens 27 Millionen US-Dollar belaufen (umgerechnet ca. 23 Mio. Euro).

Am 4. August 2026 wurde sie verhaftet. Sie wurde verdächtigt, mit betrügerischen Absichten die Bestellungen auf Shueishas Online-Store getätigt zu haben, um dem Geschäft zu schaden, da sie ihre Bestellungen bei Auslieferung nie angenommen oder jemals bezahlt hat.

Als Resultat bleibt der große Manga-Verlag und Merch-Anbieter auf riesigen Versandkosten sitzen und machte in dem Zeitraum durch ihr Kaufverhalten Verluste.

Die Liebe zu ihren Lieblingsanimes und möglicher Überkonsum auf sozialen Medien sollen verantwortlich sein

Obwohl es nach außen tatsächlich so wirken könnte, als hätte Mayu es auf Shueisha abgesehen und mit ihren Aktionen dem Verlag absichtlich Schaden wollen, ist der wahre Grund offenbar ein ganz anderer – und traurig noch dazu.

Mayu äußerte sich nach ihrer Festnahme zu den Beweggründen ihres Kaufverhaltens und sagt Folgendes:

“Ich stand im Alltag unter Stress und empfand es als befriedigend und erfrischend, Artikel zu bestellen, bevor sie ausverkauft waren. Ich hege keinerlei Groll gegen Shueisha.“

Ihre Aussage lässt vermuten, dass Mayu mit dem Kauf der Merch-Artikel ihrem Alltagsstress entgehen wollte und es als eine Art Bewältigungsmechanismus betrachtet hat. Ob es wirklich der Fall ist oder es andere Beweggründe gibt, können wir natürlich als Außenstehende nicht bestätigen.

Die Verbindung zwischen Überkonsum und sozialen Medien

Mayus Fall ist ein Extrembeispiel für problematisches Kaufverhalten und die Tendenz zum Überkonsum, die durch soziale Medien nur noch gesteigert wird – denn dort wird ein solches Verhalten, wie ständiger Kauf von neuer Kleidung und Produkten durch Influencer und andere User oftmals normalisiert (via Unplugged).

Dadurch kann es dann eben auch zu einer Extremsituation wie von Mayu Y. mit schweren finanziellen Folgen kommen.

Wie geht ihr mit dem Überkonsum-Trend im Internet um und was habt ihr bei euch vielleicht schon beobachtet?


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