Deutscher Spielzeughersteller macht nach Insolvenz endgültig dicht - 110 Menschen verlieren ihren Job

Das Werk wird geschlossen und über 100 Menschen müssen sich nach einer neuen Arbeit umsehen – was angesichts ihres hohen Alters recht schwierig werden könnte.

Kennt ihr die Firma Rolly Toys? Die wird es bald nicht mehr so geben wie bisher. Kennt ihr die Firma Rolly Toys? Die wird es bald nicht mehr so geben wie bisher.

Wenn ihr als Kind auf einem Spielzeugtraktor durch die Gegend gefahren seid, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es einer von Rolly Toys war. Die Firma macht jetzt aber bald endgültig dicht. Insolvenz wurde bereits angemeldet, die versuchte Rettung hat nicht geklappt. Zum Ende des Jahres soll dann Schluss sein.

Rolly Toys bleibt womöglich bestehen, die Produktion in Deutschland aber nicht

Insgesamt sollen über 110 Menschen ihren Job verlieren, wenn Rolly Toys zum 31. Dezember 2026 seine Pforten schließt. Das Werk im fränkischen Neustadt stellt dann auf jeden Fall keine Spielzeug-Bagger und Ähnliches mehr her. Zuletzt gab es zwar wohl noch Hoffnung auf eine Rettung des Standortes, die Kosten seien möglichen Investoren aber zu hoch gewesen.

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Insgesamt sollen vor allem die gestiegenen Energie-Preise seit Beginn des Ukraine-Krieges ein Faktor gewesen sein, der dem Familienunternehmen zum Verhängnis wurde. Aber auch höhere US-Zölle, Konkurrenz aus China und höhere Material- sowie Einkaufskosten sollen bei der Insolvenz eine große Rolle gespielt haben. Dann sei letztes Jahr auch noch der zweitgrößte Kunde abgesprungen.

Jetzt ist der Standort im fränkischen Neustadt bei Coburg laut dem Inhaber Frank Schneider einfach nicht mehr zu retten, womit natürlich "ein Stück Spielzeuggeschichte verloren" geht. Besonders hart trifft es aber selbstverständlich die Angestellten, von denen jetzt über 110 ihren Job verlieren.

Da deren Alter größtenteils zwischen 50 und 62 Jahren liegen soll, könnte es für die Belegschaft durchaus schwierig werden, anderswo Fuß zu fassen. Erst recht, wenn wir bedenken, dass es beispielsweise auch für das deutsche Playmobil-Unternehmen aktuell mehr als düster aussieht. Immerhin werde an einer Art Prämie für die Angestellten gearbeitet, die bis zum Ende bleiben, wie t-online berichtet.

Ein bisschen Hoffnung bleibt aber zumindest bestehen: Es soll gleich zwei Unternehmen geben, die die Marke Rolly Toys und damit wohl auch viele ihrer Produkte weiterführen wollen – nur eben nicht an ihrem bisherigen Standort in Deutschland.

Die Franz Schneider GmbH & Co., besser bekannt als Rolly Toys, wurde im Jahr 1938 als Familienunternehmen in Deutschland gegründet.

Zunächst wurden Teile für die Puppenherstellung produziert, in den 1950ern kam es dann zur Markeneintragung Rolly Toys und ab 1964 beziehungsweise 1966 wurden die ersten, legendären Trettraktoren hergestellt.

Hattet ihr als Kind auch ein Rolly-Toy-Spielzeugauto oder fahren vielleicht sogar jetzt eure eigenen Kinder mit so einem Trettraktor der altehrwürdigen Marke herum?


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