Nicht nur Sammler machen sich Sorgen um Playmobil. Dem Konzern scheint es ganz allgemein nicht besonders gutzugehen und bald soll auch noch das letzte Werk in Deutschland schließen. Das sorgt natürlich auch bei den Angestellten für Zukunftsängste.
BR-Doku beleuchtet aktuelle Playmobil-Krise
Der Bayerische Rundfunk hat anlässlich der baldigen Schließung des letzten Playmobil-Werks in Deutschland eine kleine Doku produziert. In dem Fernsehbeitrag kommen sowohl Menschen vor Ort als auch ein prominenter Sammler zu Wort. Alle scheinen sich zumindest dahingehend einig zu sein, dass die Zukunft düster wirkt.
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Sky Trails lässt Playmobil-Figuren an euren eigenen Strecken durch die Lüfte sausen
Wenn das Playmobil-Werk im mittelfränkischen Dietenhofen bis Ende Juni schließt, stehen 350 Mitarbeitende vor dem Aus. Auch der Gemeinde dürften die Steuereinnahmen fehlen, und das Ganze führt natürlich zu großer Verunsicherung bei allen Beteiligten.
Zu denen zählt – wenn auch indirekt – natürlich auch der Playmobil-Fan und -Sammler Hans-Jörg Lochbühler. Der kauft seit 25 Jahren fleißig Playmobil-Figuren und hat mittlerweile deutlich über 10.000 Stück der kleinen Plastikmännchen gesammelt. Er umschreibt die aktuelle Lage und Stimmung unter Sammler*innen wie folgt:
"Da gibt es sehr, sehr viele Meinungen, die reichen bis hin zu ja, ich möchte fast sagen: Panik. 'In drei Jahren gibt es kein Playmobil mehr'."
Das wirkt vielleicht etwas apokalyptisch, könnte aber tatsächlich sein. Die Produktion wurde zunehmend ins Ausland verlagert und Firmengründer Horst Brandstätter ist 2015 verstorben. Seitdem geht es mit Playmobil gefühlt bergab. Das fränkische Herz des deutschen Unternehmens geht manchen Fans zufolge mit der Schließung der letzten Fabrik dann vielleicht vollends verloren.
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Warum kriselt es bei Playmobil so sehr?
Die Verluste im aktuellen Geschäftsjahr um acht Prozent und in den Jahren zuvor könnten dem Sammler Hans-Jörg Lochbühler damit zusammenhängen, dass Kinder heutzutage einfach deutlich kürzer mit klassischem Spielzeug spielen würden, bevor sie auf digitale Medien umsteigen.
Ansonsten könnte es natürlich aber auch daran liegen, dass die Konkurrenz in Form von LEGO gnadenlos an Playmobil vorbeizieht.
Dem fränkischen Unternehmen ist es nie so erfolgreich gelungen, sich dem Erwachsenen-Markt zu öffnen. Ganz im Gegensatz zur direkten Konkurrenz aus Dänemark. Außerdem lassen sich LEGO-Sets nach Belieben neu und kreativ zusammenbauen, was bei Playmobil größtenteils gar nicht oder nicht so einfach geht.
Was glaubt ihr, wie es mit der Marke weitergeht und was findet ihr besser: LEGO oder Playmobil?
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