Dieser Harry Potter-Charakter sollte sterben, aber Rowling brachte es nicht über Herz - dafür mussten zwei andere Figuren dran glauben

Während J.K. Rowling die Harry Potter-Bücher schrieb, warf sie einige Ideen kurzfristig um. Das betrifft auch das Schicksal einiger Charaktere.

Arthur Weasley hatte Glück. (Bild: Warner Bros. Jaap Buitendijk) Arthur Weasley hatte Glück. (Bild: Warner Bros. / Jaap Buitendijk)

In der Welt von Harry Potter fallen immer wieder Charaktere dem Kampf gegen den dunklen Lord zum Opfer. Tatsächlich hatte ein Charakter aber Glück im Unglück, denn Autorin J.K. Rowling wollte ihn eigentlich sterben lassen. Als es soweit war, brachte sie es aber nicht übers Herz und opferte dafür zwei andere Figuren. (via Screenrant & TODAY.com via Reddit)

Achtung, es folgen Spoiler.

Mr. Weasley darf leben, dafür musste ein Elternpaar sterben

Während Rowling die ersten Romane schrieb, war klar: Arthur Weasley, der Vater von Ron, muss sterben. Angedacht war dafür eine Szene in Harry Potter und der Orden des Phönix, als er im Zaubereiministerium von Voldemorts Schlange Nagini angegriffen wird. Eigentlich sollte er das nicht überleben, aber die Autorin entschied sich doch noch um – dank Harrys Vision überlebt er.

Video starten 2:15 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 - Kino-Trailer zum letzten Potter-Film

Der Grund dafür war aber weniger, dass Arthur Weasley für sich genommen eine wichtige Figur war, sondern lag viel mehr an seiner Rolle als Vater. In einem Interview mit Meredith Vieira von TODAY erklärte sie genauer, warum er letztendlich überlebte:

"Ich denke, das liegt zum Teil daran, dass es in dem Buch nur sehr wenige gute Väter gab. [...] Tatsächlich könnte man argumentieren, dass Arthur Weasley der einzige gute Vater in der gesamten Reihe ist.“

Der zweite Teil der Begründung bezieht sich eher darauf, wie sich der Tod von Mr. Weasley auf seinen Sohn Ron ausgewirkt hätte. Da Ron eher für den Humor zuständig war, hätte der Tod seines Vaters sein Wesen zu stark verändert.

Statt Arthur Weasley aber einfach nur zu verschonen, mussten dafür andere Charaktere mit ihrem Leben bezahlen: Remus Lupin und seine Frau Tonks, die in der Schlacht um Hogwarts in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nicht überleben. Kurz hatte Rowling für Band 7 noch einmal überlegt, Arthur Weasley dieses Mal sterben zu lassen, entschied sich dann aber für die frischgebackenen Eltern von Teddy.

Wobei es hier nicht unbedingt nur darum ging, dass auch mal gute Personen sterben müssten. Rowling wollte, auch wenn es fies klingt, bewusst ein Elternpaar sterben lassen, um mehr Bedeutung aus der Geschichte herauszuholen:

"Ich wollte ein Echo dessen schaffen, was Harry widerfahren ist, um die absolute Boshaftigkeit von Voldemorts Taten zu verdeutlichen.“

Am 2. Mai 2016 entschuldigte sie sich auf Social Media im Rahmen ihrer Tradition, sich am "Jahrestag der Schlacht um Hogwarts" für einen Charaktertod um Verzeihung zu bitten, sogar dafür. Dabei machte sie nochmal deutlich, dass Lupin für Arthur dran glauben musste.

Tatsächlich gehen auch immer wieder Behauptungen durch das Netz, dass Sirius Black oder Fred Weasley an Arthurs Stelle sterben mussten. Rowling erklärte allerdings bereits in mehreren Interviews, dass deren Schicksale unabhängig davon besiegelt waren.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.