Harry Potter-Serie: Neuer Lucius-Darsteller zeigt uns eine völlig neue Seite des Malfoy-Oberhaupts - so haben wir ihn noch nie gesehen

Jason Isaacs machte Lucius Malfoy in den Harry Potter-Filmen zu einem herrlich arroganten Mistkerl. Sein Nachfolger Johnny Flynn möchte hinter dem Todesser allerdings noch etwas mehr sehen.

In Jason Isaacs Fußstapfen zu treten ist keine leichte Aufgabe. (Quelle: Warner Bros.) In Jason Isaacs Fußstapfen zu treten ist keine leichte Aufgabe. (Quelle: Warner Bros.)

Die Fußstapfen sind nicht gerade klein. In der neuen Harry Potter-Serie übernimmt Johnny Flynn die Rolle von Lucius Malfoy. In den Filmen wurde Dracos Vater noch von Jason Isaacs gespielt, dessen Version für viele Fans inzwischen fest mit der Figur verbunden ist.

Flynn möchte allerdings gar nicht erst versuchen, Isaacs einfach zu kopieren. Stattdessen hat er sich Gedanken darüber gemacht, warum Lucius selbst zu dem Mann geworden sein könnte, der später nicht nur Muggel verachtet, sondern seine Ansichten auch an seinen Sohn weitergibt.

Lucius soll früher selbst gemobbt worden sein

Im Gespräch mit Radio Times verrät Flynn, welchen Hintergrund er sich für seine Version von Lucius überlegt hat:

"Er war eines dieser Kinder, die in der Schule gemobbt wurden, und jetzt ist er selbst zum Mobber geworden. Er kennt also keinen anderen Weg."

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Dabei greift Flynn auch auf eigene Erfahrungen zurück. Der Schauspieler kam bereits mit sieben Jahren auf ein Internat und wurde dort nach eigener Aussage stark gemobbt. Die Zeit bezeichnet er rückblickend als traumatisch.

Diese Erfahrungen möchte er auch in seine Interpretation von Lucius einfließen lassen:

"So möchte ich ihn spielen, denn ich kenne solche Menschen ziemlich gut. Einerseits waren es die Leute, die mich gemobbt haben, die Täter. Aber irgendwann waren sie selbst die Opfer. Niemand auf der Welt ist einfach nur gut oder böse."

Lucius bekommt damit zumindest in Flynns Version eine neue Hintergrundgeschichte. In den Büchern und Filmen kennen wir ihn vor allem als reichen Reinblüter, der sich anderen überlegen fühlt und diese Haltung auch an Draco weitergibt.

Ob es dafür zusätzlich noch eine Mobbing-Vergangenheit gebraucht hätte, ist Geschmackssache. Die Geschichte vom früheren Opfer, das später selbst zum Täter wird, ist bei Bösewichten mittlerweile jedenfalls kein sonderlich ungewöhnlicher Ansatz mehr.

Ob die Serie diese Geschichte übernimmt, ist noch offen

Wichtig ist allerdings: Flynn spricht hier zunächst über seine eigene Interpretation von Lucius. Ob die Serie dessen Vergangenheit tatsächlich zeigt und das Mobbing damit Teil der neuen Serienhandlung wird, wissen wir noch nicht.

Mehr von den Malfoys werden wir aber wohl sehen. Lox Pratt, der den jungen Draco spielt, hat bereits verraten, dass die erste Staffel Einblicke in Malfoy Manor und Dracos Familienleben geben soll.

Was haltet ihr von Flynns Ansatz? Muss ein Bösewicht für euch immer eine nachvollziehbare Vorgeschichte haben oder darf jemand auch einfach ein richtiges Arschloch sein?


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