Open Worlds können in Videospielen viele Vor- und Nachteile bieten. Wo sie auf der einen Seite die riesige Freiheit eines The Legend of Zelda: Breath of the Wild versprechen, gibt es andererseits oft "Beschäftigungsaufgaben" – beispielsweise in einigen Ubisoft-Titeln.
Aber ob man sie nun mag oder nicht, Open Worlds gehören zur heutigen Gaming-Landschaft fest dazu. Das ist allerdings gar keine so neue Erscheinung. Das erste Spiel, dem man eine offene Welt zurechnen kann, ist nämlich schon älter, als ihr vielleicht denkt.
Eine offene Galaxie
Zuerst einmal ist es natürlich gar nicht so einfach, das wirklich allererste Open-World-Spiel zu bestimmen. Das liegt auch daran, dass es für die frühesten Titel noch keine "Formel" gab und man sich je nach Definition streiten kann, welche Spielelemente unbedingt enthalten sein müssen.
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Klar ist: Das Spiel sollte ein nicht-lineares Gamedesign mit einer weitläufigen und frei erkundbaren Welt bieten. Wie groß aber allein das "weitläufige" Gebiet sein muss, schon hier kann man streiten. GTA 3 (2001) mag für viele der "Vater" moderner Open-World-Spiele sein, davor gab es aber bereits The Legend of Zelda (1986).
Theoretisch lassen sich auch die Arcade-Flugsimulation Jet Rocket (1970) oder das cRPG Ultima mit seiner frei begehbaren Overworld Map als Kandidaten aufführen. Häufig wird aber ganz besonders ein Spiel als Vorfahre der heute bekannten Open Worlds genannt:
Das 1984 erschienene Elite.
Auch Guinness World Records nennt den Titel das erste Open-World-Videospiel. Kein Wunder, zu einem Zeitpunkt als 2D-Jump&Runs und Arcade-Shooter noch die Spielelandschaft prägten, sollte Elite ein 3D-Weltraum-Simulator mit acht Galaxien und insgesamt 2.048 Planeten werden!
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Das größte Problem war damals Speicherplatz, gerade einmal 16 Kilobyte standen zur Verfügung. Weshalb die Entwickler (und damaligen Studenten) Ian Bell und David Braben Stunden damit verbrachten, einzelne Bytes einzusparen (via Through the Interface, Gamespot).
Die Lösung war letztlich prozeduale Generation, um die Details und Informationen für jeden Planeten zu generieren. Darauf landen durfte man zwar nicht, dafür aber auf Orbitalstationen. Das Ziel ist im Spiel letztlich, ein erfolgreicher Weltraum-Pirat zu werden, indem ihr handelt, schmuggelt, andere Piratenschiffe jagt oder auf Asteroiden Ressourcen schürft.
Viel wichtiger dürfte aber bis heute noch das Gefühl der Freiheit gewesen sein, immerhin konnte man sein Raumschiff komplett frei durch die Galaxien bewegen und erkunden, wie und wo man wollte. Es gab keinen Highscore und kein Endziel – wenn das nicht nach Open World klingt, dann wissen wir auch nicht.
Welches Open-World-Spiel hat euch am meisten geprägt?
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