Die Gamescom 2026 ist Geschichte und hundertausende Fans besuchten die Kölner Messe auf der Suche nach coolen Spielen. Leider gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Leute, die sehr negative Erfahrungen gemacht haben. Mehrere Indie-Entwickler*innen wurden offenbar bestohlen.
Indie-Devs auf Gamescom ausgeraubt
Die Gamescom ist jedes Jahr logistisch eine große Herausforderung für die Betreiber, aber auch für die Teilnehmenden. Gerade für selbstständige Indie-Studios bietet das Event eine Chance auf mehr Aufmerksamkeit, ist aber oft auch mit einigem finanziellen Risiko verbunden.
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Die Kosten für die Anreise, die Übernachtungen, die Tickets sowie den Stand sind enorm. Dafür winkt im besten Fall aber eben auch eine wertvolle Plattform, auf der die eigene Arbeit präsentiert werden kann.
Dieser Traum ist für den britischen Indie-Dev Ryan Laley 2026 leider zum Albtraum geworden. Am vergangenen Freitag hat er ein Video auf X gepostet, in dem er erzählt, dass die von ihm mitgebrachte Hardware über Nacht gestohlen wurde.
Dabei handelte es sich wohl vor allem um mehrere Gaming-Laptops von Alienware und Razer im Wert von mehreren tausend Euro. Gameswirtschaft berichtet, dass es auch andere Indie-Studios getroffen hat. Offenbar fanden alle Diebstähle in der Business Area der Gamescom statt.
Hier der Post mit dem Video:
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Unter Tränen erzählt Laley, dass er mit Verantwortlichen der Gamescom und der örtlichen Polizei gesprochen hat, aber nicht davon ausgeht, dass die Sachen wieder auftauchen.
Das Video hat viel Aufmerksamkeit erregt und mittlerweile mehr als 4,5 Millionen Views. Viele Fans spenden darunter Trost und bieten etwa an, ihn über Crowdfunding zu unterstützen. Laley schreibt aber, dass die größte Hilfe für ihn eine Unterstützung seines Spiels Mimic wäre.
Neben Fans hat sich auch CD Projekt Red, beziehungsweise der X-Account von Cyberpunk 2077 gemeldet. Sie schreiben dabei:
"Es tut uns sehr leid, dass dir das passiert ist. Wir hoffen, du weißt, dass du damit nicht allein bist. Und auch wenn es dir in diesem Moment vielleicht nicht sofort weiterhilft: Wir werden die Arasaka-Hardware-Archive durchsehen und schauen, ob wir dir ein paar Sachen schicken können. Kein Choom sollte bei Null anfangen müssen."
Weniger geschickt äußerte sich die Messe selbst zu den Vorfällen. In einem Statement auf X bestätigte der Veranstalter die Vorfälle, verwies kurz darauf allerdings auf die allgemeinen Teilnahmebedingungen und bestehende Sicherheitsmaßnahmen, sowie kostenpflichtige Zusatz-Security-Angebote für Entwickler.
Einsicht oder ein glaubwürdiger Wille zur Besserung fehlen in diesem Post, der mittlerweile eine Reichweite von über 2 Millionen verzeichnet und von vielen Usern scharf kritisiert wird. Auch namenhafte Personen wie der Journalist Tom Henderson meldeten sich zu Wort und ziehen den Veranstalter in die Verantwortung.
Allerdings hat die Koelnmesse auch direkten Kontakt zu Ryan Laley aufgenommen, wie dieser kürzlich bestätigte. Konkrete Ergebnisse oder Lösungen aus den Gesprächen teilte der Indie-Dev zwar noch nicht, aber er plant in den nächsten Tagen bereits ein weiteres Video, in dem er noch einmal ein Update geben möchte.
Die breite Unterstützung der Betroffenen aus der Community kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei der Gamescom offensichtlich ein Sicherheitsproblem gab. Die Betreiber der Messe täten wohl gut daran, bis zum kommenden Jahr ein neues Konzept vorzulegen, damit Indie-Devs in Zukunft ihre Spiele dort gefahrlos zeigen können.
Wart ihr dieses Jahr auf der Gamescom und was waren eure Highlights?
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