Robin (38) ist Inhaber eines Edeka-Markts und weigert sich, GTA 6 in seinem Laden anzubieten: "Diese ganzen Trends schaden"

So ziemlich jeder will ein Stück vom GTA 6-Kuchen abhaben. Außer dieser Kaufmann. Er denkt, dass das Spiel und andere Trends seinem Markt eher schaden.

GTA 6 gibts bald in fast jedem Edeka zu kaufen, aber in einem garantiert nicht. (Bildquelle R. Hertscheck: Galileo) GTA 6 gibt's bald in fast jedem Edeka zu kaufen, aber in einem garantiert nicht. (Bildquelle R. Hertscheck: Galileo)

Der Hype um GTA 6 erreicht so ziemlich jeden und ist selbst in Lebensbereiche vorgedrungen, wo wir Videospiele sonst nicht unbedingt erwarten. Das geht so weit, dass im Edeka-Prospekt groß der Verkaufsstart des Spiels am 12. November angekündigt wird – eine Woche vor Release, kurz nachdem der Preload beginnt. Gespielt werden kann dann natürlich noch nicht.

Aber nicht jeder will dabei mitmachen. Dieser Edeka-Kaufmann will das Spiel etwa gar nicht in seinem Markt anbieten, während andere auf den Zug aufspringen.

Robin Hertscheck, der Besitzer eines Edeka-Marktes in Neubiberg (Landkreis München) hat beispielsweise gegenüber Lebensmittelpraxis erklärt, dass er bei solchen Aktionen nicht mitmachen wolle und GTA 6 überhaupt nicht in seinem Markt anbieten wird.

GamePro hat genauer nachgefragt, immerhin winkt mit dem Spiel ein lukratives Geschäft, besonders wenn es vor dem offiziellen Release in den Ladentheken auftaucht.

Video starten 25:25 Kurz vor dem Release sieht GTA 6 plötzlich ganz anders aus!

Im Gespräch hat Hertscheck verraten, dass er sich zwar sehr wohl bewusst sei, dass das Spiel als Lockmittel für andere Produktkäufe dient, er das aber nicht als nachhaltig ansehe. Vielmehr befürchte er, dass der Trend nach der ersten Woche vorbei sei und dem Markt selbst dann gar nichts mehr bringe.

Auch finanziell scheint sich das nicht groß zu lohnen, da die Marge (also die Gewinnspanne) gleich null sei. Da wolle er nicht mitmachen, zumal so auch Fachmärkten die Kundschaft weggenommen wird.

Für Hertscheck gleicht GTA 6 also anderen Trends wie Pokémon TCG-Packs, die er ebenfalls nicht anbieten will – zu wenig nachhaltig für den Markt. Gaming-Zeug gibt es entsprechend in seinem Store nicht. Naja, fast nicht.

Um Kund*innen langfristiger anzulocken, hat er sich nämlich trotzdem ein paar Sachen für seinen Markt einfallen lassen. So gibt es etwa eine Kletterwand, einen Tischkicker und natürlich auch eine Spielstation mit PS5. Darauf wird aber nicht GTA gezockt, sondern FIFA (beziehungsweise EA Sports FC) und Gran Turismo.

Videospielen allgemein ist der Marktbesitzer also ganz eindeutig nicht abgeneigt. Tatsächlich will er GTA 6 sogar selbst zocken und mag nach eigener Aussage auch die Vorgänger. Nur in seinem Laden werden die eben nicht zu finden sein.

Fühlt es sich für euch auch komisch an, Videospiele in einem Supermarkt zu finden oder ist euch das egal, solange der Preis stimmt?


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