Viele von uns haben noch ihre in die Jahre gekommenen Harry Potter-Bücher zu Hause herumliegen. Für eine Britin erwies sich dieser Umstand als echter Glücksfall. Denn der Dachbodenfund hat ihr in diesem Jahr ein kleines Vermögen eingebracht. Ihr solltet euch da aber lieber nicht zu viele Hoffnungen machen.
Britin versteigert ihr altes Harry Potter-Buch und die Verkaufssumme übertrifft den Schätzpreis um Längen
Katrina McNicol ist der Name der Glücklichen. Tatsächlich hatte sie sich das Buch damals nicht einmal selbst gekauft, wie viele von uns als Kinder oder Teenager; stattdessen wurde es ihr als sogenanntes "Rezensionsexemplar" zugeschickt: Sie sollte also ein Review über das Buch schreiben. Sie arbeitete damals für ein schottisches Magazin (via HansonAuctioneers).
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Das Luxusproblem damals: Die Redaktion bekam viel mehr Bücher zugeschickt, als die Mitarbeitenden lesen und rezensieren konnten. McNicol spricht von etwa 20 (!) Zusendungen pro Woche. Heute ist das ihr großes Glück, denn dadurch hatte sie das Buch einfach nur in einem Karton verstaut, was dazu führte, dass es heute in makellosem Zustand ist; ganz im Gegensatz zu vielen geliebten und häufig gelesen Exemplaren.
Zusätzlich handelt es sich um eine Erstauflage, die sich neben der Angabe im Buch auch an bestimmten Fehlern erkennen lässt, die später korrigiert wurden. Beispielsweise fehlt im Klappentext ein Buchstabe im Titel. Die Kombination aus Zustand und Ausgabe sorgte für den hohen Verkaufspreis. Lustig ist dabei auch, dass das Buch im Laden damals für umgerechnet knapp 5 Euro angeboten wurde.
Versteigert wurde das Buch, übrigens ein Taschenbuch, bei Rare Book Auctions, einem spezialisierten Auktionshaus aus Lichfield, UK. Zunächst wurde geschätzt, dass McNicols Ausgabe umgerechnet rund 11.000 Euro einbringen dürfte, was schon mal eine ordentliche Summe ist. Vor allem in Anbetracht dessen, dass es sich um keinen gut gehüteten Familienschatz, sondern ein altes Rezensionsexemplar handelt.
Der Schätzpreis wurde aber noch mal ordentlich übertroffen. Tatsächlich brachte die Auktion dem Glückspilz fast das Doppelte ein.
Falls ihr selbst noch alte deutsche Harry Potter-Bücher zu Hause rumliegen habt, solltet ihr euch aber keine Hoffnungen machen, dass diese allzu viel wert sind, auch wenn es sich um Erstauflagen handelt. Dass die englischen Originale so teuer gehandelt werden, liegt nämlich vor allem daran, dass sie damals zunächst in noch sehr kleinen Auflagen produziert wurden und dementsprechend viel seltener sind.
Habt ihr selbst noch eure ersten Potter-Bücher zu Hause rumliegen? Vielleicht auch englische Ausgaben von damals?
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