Vor 37 Jahren eroberte ein legendäres Brettspiel-RPG tausende Kinderzimmer und jetzt kehrt es zurück – als PC-Umsetzung

HeroQuest bekommt eine neue digitale Adaption.

Ein alter Klassiker kehrt zurück. Ein alter Klassiker kehrt zurück.

Vor langer, langer Zeit, als Wunder noch Wirklichkeit waren – also 1989 – wurde das Brettspiel HeroQuest veröffentlicht. Seitdem hat das Koop-RPG des Autoren Stephen Baker viele Kinderzimmer und Fanherzen erobert. Nun kehrt der Klassiker als HeroQuest: Digital Edition für PC (Steam) zurück.

Einen Release-Termin gibt es noch nicht, aber ein erster Trailer gibt schon mal einen Eindruck davon, was uns erwartet:

Video starten 0:59 HeroQuest: Digital Edition bringt das legendäre RPG-Brettspiel auf den Bildschirm

Darum geht's in der neuen Adaption

Grundsätzlich erwartet uns eine direkte Adaption des Originals. Als Barbar, Zauberer, Elfe und Zwerg müssen wir uns also durch einen schachbrettartigen Dungeon kämpfen, um den bösen Magier Zargon zu besiegen (oder Morcar, falls ihr damals die deutsche Fassung gespielt habt).

Über Bewegungsreichweiten und die Stärke der Angriffe entscheiden die Würfel, aber im Laufe der verschiedenen Szenarien könnt ihr den Figuren auch neue Ausrüstungsgegenstände kaufen, um so gegen noch größere Gefahren gewappnet zu sein.

Bei HeroQuest schwingt also eine gute Portion DnD-Energie mit, allerdings sind die Regeln des Brettspiels wirklich sehr übersichtlich und auch für kleine Fantasy-Fans absolut zugänglich.

Offenbar sehen wir nicht immer das komplette Spielbrett, sondern nur den relevanten Teil (Bild © Balor Games). Offenbar sehen wir nicht immer das komplette Spielbrett, sondern nur den relevanten Teil (Bild © Balor Games).

Nur das Hauptspiel? Bisher wurden nur Inhalte des Basisspiels als Teil der Digital Edition angekündigt. Für die Brettspielvorlage gab es im Laufe der Zeit mehrere Erweiterungen, die neue Missionen, Charaktere und Monster hinzufügten.

Besonderheiten der digitalen Version

Entwicklerstudio Nomad Games orientiert sich, gemessen an den ersten Bildern, recht direkt an der Vorlage. Das Schachbrettmuster des Spielbretts, die Spielkarten, die Figuren und die Würfel orientieren sich am Bekannten.

Die 3D-Umgebungen, die dank schicker Möbel und Schatzkisten auch im Original schon ein echter Hingucker waren, sind hier digital nachgebaut und präsentieren den Dungeon offenbar wie aus einem Guss.

In Bewegung sehen wir zwar noch nichts, aber die rundenbasierten Kämpfe sind wohl animiert (Bild © Balor Games). In Bewegung sehen wir zwar noch nichts, aber die rundenbasierten Kämpfe sind wohl animiert (Bild © Balor Games).

So wie es aussieht, seht ihr also nicht immer das komplette Spielbrett, sondern nur den Teil, der für das aktuelle Kapitel relevant ist.

Außerdem dürfte es in der digitalen Variante wohl keine hitzigen Diskussionen um Sichtlinien geben, immerhin zeigt ein Bild bereits eine rote Linie des Zauberers, der einen Ork hinter einem Tisch nicht mit seinen Fernangriffen erreichen kann.

Wer hier in Sicht- und Reichweite ist, klärt jetzt das Spiel für uns (Bild © Balor Games). Wer hier in Sicht- und Reichweite ist, klärt jetzt das Spiel für uns (Bild © Balor Games).

Quest-Editor: Ihr könnt auch eigene Abenteuer schreiben und euch die Kreationen anderer Fans direkt im Spiel herunterladen. Da es in der HeroQuest-Community bereits jede Menge Inhalte gibt, dürfte sich das Angebot vermutlich auch recht schnell füllen.

Online-Koop oder Solo

Ein Vorteil der Adaption ist, dass ihr auch komplett alleine losziehen könnt. Das war im Original nur über Umwege möglich (oder in der Neuauflage von 2022 per App-Unterstützung). Eigentlich muss nämlich eine Person die Rolle des Spielleiters aka des Antagonisten Zargon übernehmen, während alle anderen die vier Charaktere unter sich aufteilen.

In der digitalen Version ist das natürlich kein Thema mehr. Wer solo in den Kampf ziehen will, kann das also tun. Ein Multiplayer-Modus für bis zu vier Leute ist ebenfalls angekündigt.

Außerdem ist in der offiziellen Beschreibung davon die Rede, die Rolle des bösen Zargon selbst übernehmen zu können. Das würde allerdings eigentlich einen Koop-Modus für bis zu fünf Leute voraussetzen. Hier müssen wir weitere Details abwarten.

Was denkt ihr: Freut ihr euch über HeroQuest Digital oder seid ihr erstmal noch skeptisch?


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