Vor 21 Jahren, im Jahr 2005, wurde ein legendärer Titel für die PlayStation 2 veröffentlicht. Dann gab es im Jahr 2011 nochmal eine Veröffentlichung für die PS3, ehe 2018 ein ebenfalls legendäres Studio das PS4-Remake rausgehauen hat. Die Rede ist natürlich von Shadow of the Colossus, wobei auch das Original heute noch ganz fantastisch aussehen kann.
So hübsch ist Shadow of the Colossus in 4K bei über 110 Bildern die Sekunde
Moment Mal, 110 FPS und 4K in Shadow of the Colossus? Da kann doch irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugehen! Stimmt.
Was ein Reddit-User hier der staunenden Community präsentiert, ist eine Recomp-Version des Titels, also eine Art inoffizieller, selbstgemachter Port für den PC. Darum sieht das Spiel so gut aus und läuft so flüssig. So sah übrigens die PS4-Fassung aus:
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Shadow of the Colossus - Story-Trailer bereitet uns auf das melancholische PS4-Remake vor
Ein Recomp funktioniert in der Regel so, dass man die Originalversion des Spiels dafür benötigt, um die aufgebohrte, grafisch meist stark verbesserte Version auf dem PC spielen zu können. Ursprünglich wurde die Recompilation aka Rekompilierung dazu genutzt, alte Titel auf neuer Hardware wieder spielbar zu machen.
Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um einen Emulator, die zugrundeliegende Technik kann aber ganz unterschiedlich funktionieren. Ein Recomp-Port ist normalerweise immer auf ein einzelnes Spiel zugeschnitten und aktuell erleben wir eine ganze Welle solcher Titel, die mit Hilfe von sogenannter KI rekompiliert werden.
Mit der Legalität dürfte das natürlich so eine Sache sein. Zwar wird hier nicht mit illegalen Raubkopien gearbeitet, da in der Regel ja immer noch das Original-Spiel benötigt wird. Trotzdem dürfte Sony nicht besonders glücklich über solche inoffiziellen PC-Ports der eigenen Exclusives sein.
Hier könnt ihr euch aber zumindest einmal anschauen, was dadurch technisch ermöglicht wird:
Link zum Reddit-Inhalt
In den Kommentaren heißt es allerdings, dass diese Recomp-Version noch sehr viel Arbeit braucht. Sie scheint aktuell nicht das gesamte Game spielbar zu machen und auch noch unter Performance-Problemen zu leiden. Was ihr hier sehen könnt, scheint also ganz klar die Ausnahme und nicht die Regel zu sein.
Bloodborne, Ico, The Last Guardian, Shadow of the Colossus oder Ghost of Yotei – es gibt durchaus noch PlayStation-Spiele, auf die PC-Gamer schielen. Mit Hilfe von KI werden sie wohl nach und nach alle auch ohne Sonys Zustimmung ihren Weg auf den PC finden.
Was dem Konzern natürlich nicht gefallen dürfte, der erst vor Kurzem beschlossen hat, seine PC-Port-Politik der Exclusives umzustellen.
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