Indie-Entwickler wollen für ihre Sprachausgabe nicht auf KI setzen, lassen kurzerhand ihre Freunde übers Handy-Mikrofon einsprechen

Eine Entwicklerin schnappt sich ein paar Freunde und lässt sie über das Handy ein paar Dialoge für ihr Spiel einsprechen. "Ganz ohne AI-Slop".

Stellt euch vor, ihr spielt euer eigenes Spiel und der Vampir, der euch aussaugt, hat die Stimme eures besten Freundes. Stellt euch vor, ihr spielt euer eigenes Spiel und der Vampir, der euch aussaugt, hat die Stimme eures besten Freundes.

Gute Synchronisationen sind zeitaufwendig und teuer. Kein Wunder also, dass insbesondere kleine Spiele mit überschaubarem Budget oftmals nur eine lückenhafte und überhaupt keine lokalisierte Sprachausgabe anbieten.

Das könnte sich durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz in Zukunft jedoch ändern, immerhin bietet die Technik mittlerweile kostengünstigere Möglichkeiten, um in vergleichsweise kurzer Zeit komplett Spiele zu vertonen.

Video starten 1:47 Lokalisierte Synchros, wie in Orbitals sind gar nicht mal so günstig.

Der Widerstand dagegen ist aus verschiedenen Gründen jedoch sehr hoch. Während viele bemängeln, dass die Ergebnisse schlicht nicht gut klingen und Spiele durch die Nutzung von AI einen Teil ihrer Seele einbüßen, kritisieren andere in erster Linie, dass auf diese Weise Jobs von Synchronsprecher*innen gefährdet werden.

Wie ein Kompromiss aussehen kann, der mit einem kleinen Budget umsetzbar ist und dennoch auf menschliche Stimmen setzt, zeigt aktuell das kleine Indie-Studio Moonana. Das setzt die Vertonung nämlich mit Unterstützung aus dem Freundeskreis und einfachen Smartphone-Mikrofonen um.

So kann eine Syncho ohne großes Budget und AI klingen

Für ihr Spiel Bathory - Heritage of Blood wollen die Moonana-Devs demonstrieren, dass das auch für ein kleines Studio ohne die Hilfe von AI möglich ist. Dafür haben sie einfach ein paar Freundinnen und Freunde vor die Mikrofone ihrer Smartphones gezerrt.

Das Ergebnis teilen sie aktuell auf ihren Social-Media-Kanälen und im folgenden Video könnt ihr auch das Ergebnis einmal anhören:

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Der Unterschied zu einer professionellen Synchronisation ist zwar durchaus hörbar, das Video beweist aber, dass es mit ein paar passenden Stimmen im Freundeskreis durchaus möglich ist, auch ohne großes Aufnahmestudio und Profitechnik möglich ist, passable Ergebnisse zu erzielen.

Wir können uns auf jeden Fall vorstellen, dass es einige Leute gibt, die das einer nicht vorhandenen oder durch AI erstellten Synchronisation vorziehen würden.

Bei Bathory - Heritage of Blood handelt es sich um ein Metroidvania, das in die Fußstapfen klassischer Castlevania-Titel schlüpfen möchte – samt Vampir-Thema natürlich. Wann das Spiel erscheinen soll und ob es zum Release tatsächlich eine komplette Synchro enthalten soll, ich derzeit noch nicht bekannt.

Was sagt ihr zu dem Clip? Wäre euch eine solche Vertonung lieber als gar keine? Oder ist euch dann doch der Einsatz von KI lieber? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!


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