In einem gesundheitlichen Notfall macht nicht nur die fachliche, sondern auch die menschliche Kompetenz des medizinischen Personals einen riesengroßen Unterschied. Das habe ich mit meinen Lieben gerade erst selbst wieder in mehr als einem Fall festgestellt.
Positive Bestärkung und das Gefühl, dass sich gut gekümmert wird, ist Gold wert. Und das ist auch dem Arzt, über den wir hier berichten, nur allzu gut bewusst. Er hatte die Idee, den Aufenthalt in der Ambulanz für Kids mithilfe von Pokémon-Karten angenehmer zu gestalten. Und bei der Sammelkarten-Community gab es nach dem Spendenaufruf kein Halten mehr.
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Das ist die Aktion, die Arzt und Pokémon TCG-Community gemeinsam gestemmt haben
Der Arzt, um den es geht, heißt Dr. Nibras Naami. Gemeinsam mit Kollege PD Dr. Florian Babor betreibt er den Instagram-Kanal "Hand, Fuß, Mund" sowie einen Podcast und hat ein Buch geschrieben. Sein Thema ist dabei immer: Kindermedizin verständlich erklären und mit gängigen Irrtümern und Wissenslücken aufräumen.
Gleichzeitig praktiziert er als Oberarzt am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und ist Leiter des Westdeutschen Kinder- Hämatologischen Zentrums. Bei seiner Arbeit hatte er die Idee für den Pokémonkarten-Spendenaufruf via Instagram, damit kranke Kids bei ihrem Aufenthalt ein kleines Geschenk bekommen.
In einem Dankes-Video auf TikTok und Insta zeigt er danach, wie großzügig die TCG-Community war. Hier könnt ihr euch selbst einen Eindruck davon verschaffen, wie viele Pakete und Umschläge da angekommen sind.
Link zum TikTok-Inhalt
Da dürfte fast schon ein eigener Lagerraum nötig werden, und die Einsendungen sind gerade mal im Laufe einer Woche eingetroffen. Im Video betont Dr. Naami, was für einen Unterschied das positive Erlebnis sein kann, wenn ein Kind nach der Behandlung eine Pokémon-Karte geschenkt bekommt.
Er wünsche natürlich keinem Kind, in der Ambulanz zu landen, denn Medikamente, Krankheiten, Blut abnehmen und so weiter sei alles richtig ätzend. Eine kleine "Entschädigung" oder "Belohnung" kann da große Wirkung zeigen.
Sicher dürfte das auch einen Effekt auf die Angehörigen haben. Selbst falls denen die Karte an sich schnurz ist, bekommen die durch den Bonus das Engagement für die Kids vermutlich besonders deutlich zu spüren.
Natürlich braucht es dafür aber nicht immer unbedingt eine derartige Social Media-Aktion. Das ist auch sicher nicht jedermanns Sache. Auch freundliche Worte können richtig viel ausmachen – übrigens auch in die andere Richtung.
Bei dem Druck und den Überstunden, die viele Angestellte im medizinischen Bereich stemmen, tut ein nettes Dankeschön für die Mühen sicher auch mal gut.
Habt ihr auch schon mal einen Arzt, Ärztin oder Fachpersonal erlebt, das euch oder eure Kids mit einer besonderen Geste überrascht hat? Oder mit was belohnt ihr euren Nachwuchs selbst für solche Strapazen?
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