Pascal Breuer, Stimme von Ace aus One Piece: "Die ersten Kritiken haben uns in der Luft zerfetzt"

Im Interview erinnern sich die deutschen Stimmen von Ace und Ruffy an die harschen Reaktionen auf die frühe One-Piece-Synchro – und daran, wie daraus über die Jahre echte Dankbarkeit wurde.

Pascal Breuer und Daniel Schlauch sind die deutschen Stimmen von Ace und Ruffy in der One-Piece-Anime-Serie. (© Eiichiro Oda Toei Animation) Pascal Breuer und Daniel Schlauch sind die deutschen Stimmen von Ace und Ruffy in der One-Piece-Anime-Serie. (© Eiichiro Oda / Toei Animation)

Seit über 20 Jahren leihen Daniel Schlauch und Pascal Breuer den One-Piece-Figuren Monkey D. Ruffy und Puma D. Ace ihre deutschen Stimmen.

Im GamePro-Interview erinnern sich beide an eine Zeit, die mit dem heutigen Kultstatus der Serie wenig gemein hatte: die Anfänge der deutschen Synchronisation – und die alles andere als wohlwollende erste Reaktion der Fangemeinde.

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"Die haben uns zerfetzt in der Luft"

Breuer sammelte als Regie-Eleve gemeinsam mit Martin Halm seine ersten Erfahrungen an der noch jungen Anime-Serie, die damals bei PPA produziert wurde. Wie groß das Projekt einmal werden würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand im Team. Kurz nach dem Start folgten die ersten Kritiken – und die fielen vernichtend aus, wie Breuer erzählt:

Und dann kamen die ersten Kritiken, gell? Und die waren nicht begeistert. Die haben uns zerfetzt in der Luft, kannst du dir nicht vorstellen.

Breuer erklärt sich die harsche Reaktion im Nachhinein mit den festen Erwartungen, die Fans an vertraute Stimmen stellen. Einen ähnlichen Effekt habe er bereits bei den ersten deutschen Asterix-und-Obelix-Verfilmungen erlebt.

Egal, wer eine bekannte Figur synchronisiert – trifft die Stimme nicht die Vorstellung im eigenen Kopf, gilt sie zunächst als falsch. Diese anfängliche Ablehnung habe sich bei One Piece aber "unglaublich schnell" gedreht.

Vom Verriss zur Dankbarkeit

Für Schlauch wiederum wurde erst um die Corona-Zeit herum spürbar, wie groß One Piece tatsächlich geworden war: Plötzlich schossen überall Conventions aus dem Boden, sodass der direkte Kontakt zur Fangemeinde entstand.

Was ihn dabei bis heute bewegt, sind die persönlichen Geschichten der Fans – Momente, in denen Menschen laut Schlauch durch die Serie Kraft und Durchhaltevermögen zurückgewonnen hätten.

"Wir sind wirklich, und das meine ich ernst, das ist kein Geschleime, wir sind sehr dankbar und es ist eine Ehre, da mitzumachen", so Schlauch.

Diese Haltung versuche er auch Kolleg*innen im Studio zu vermitteln, die nicht denselben Zugang zur Serie hätten – One Piece sei eben weit mehr als "Zeichentrick" oder "Geschreie".

Habt ihr die deutsche One-Piece-Synchro schon in den frühen 2000ern verfolgt, oder seid ihr erst später eingestiegen?


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