Der Markt um Indie-Spiele ist in den letzten Jahren explodiert. Plattformen wie Steam bieten eine niedrige Einstiegshürde, doch den großen Durchbruch schaffen nur die wenigsten. Aber auch die erfolgreichsten Hits haben mal ganz klein angefangen, was die ersten Erfahrungen von Eric Barone perfekt widerspiegelt.
Leute, vergesst eure Backups nicht
Den Solo-Dev kennt ihr womöglich besser unter seinem Nicknamen ConcernedApe. Er ist der Kopf hinter der extrem erfolgreichen Farming-Sim Stardew Valley, die sich bis bereits über 40 Millionen Mal verkauft hat und auch zehn Jahre nach Release mit neuen Inhalten versorgt wird.
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Dass es einmal so weit kommen würde, konnte Baron vor dem Release nicht einmal träumen. Wie er in Interviews berichtet hat, startete er komplett ohne Vorerfahrung in das Projekt, das hauptsächlich in seiner Freizeit entstand.
Das Magazin PC Gamer hat ihn bereits im Juli 2016 interviewt, kurz nach dem Release auf Steam. Eine Dekade später erinnert ein Blick zurück noch einmal daran, wie schwierig die Umstände damals waren.
Barone berichtete etwa davon, dass er im Laufe der Entwicklung mehrmals große Teile seiner bisherigen Arbeit über den Haufen geworfen hat und wieder von vorne anfangen musste, weil er mit dem bisherigen Fortschritt nicht zufrieden war.
Beinahe hätten wir Stardew Valley nie zu Gesicht bekommen
Einmal wäre sogar fast das komplette Spiel im Nirvana verschwunden. Ein PC-Crash legte seinen Rechner nach etwa einem Jahr Entwicklung lahm. Barone zeigte sich überzeugt davon, dass alle Daten verloren gingen.
Um das zu verhindern, besorgte er sich komplett neue Hardware – bis auf die Festplatte. Zum Glück konnte das Fiasko damit verhindert werden. Es ist kaum auszumalen, wie anders das Leben des heutigen Multi-Millionärs aussehen würde, wenn sein Mega-Hit an einem PC-Crash gescheitert wäre.
Das Problem: Er hatte kein Backup angelegt. Glück gehabt, dass ihn diese Unachtsamkeit nicht alles ruiniert hat.
"Im Rückblick fühlt es sich verrückt an, dass alles funktioniert hat. Die ganze Entwicklung war so schludrig. Mehr Indie geht nicht: kein professioneller Stil, alles währenddessen gelernt und der furchtbarste Code, den du dir vorstellen kannst."
So sprach Barone im Interview über seine eigenen Anfänge. Es sei ihm sogar peinlich gewesen, anderen seinen Code zu zeigen. Aber die Zeit zeichnet ein ganz anderes Bild, als die Selbstwahrnehmung des Solo-Entwicklers. Offensichtlich hat er sein Projekt vielleicht nicht professionell, aber auf jeden Fall sehr gut umgesetzt.
Übrigens entwickelte Barone das Spiel zu Beginn nicht einmal auf einem richtigen Schreibtisch. Stattdessen stand sein Monitor zumindest eine Zeit lang auf einer abenteuerlichen Konstruktion aus alten Kartons und Lautsprechern.
Der Anblick ist in der Community mittlerweile fast schon legendär und es gibt den früheren Arbeitsplatz sogar als Mod, falls ihr ihn in eurem Stardew-Haus verewigen möchtet.
Also Leute: Backups nicht vergessen. Man kann nie wissen, welche Chancen mit verlorenen Daten in die ewigen Jagdgründe wandern könnten.
Habt ihr schon mal etwas wichtiges durch einen PC-Crash verloren oder konntet es gerade noch rechtzeitig retten?
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