Sony hat turbulente Monate hinter sich. Unter anderem trennte sich das Unternehmen von seinem Fernsehergeschäft; kurz darauf stimmte man zu einem vieldiskutierten Abgesang zu physischen Disks an.
Eine der treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung ist Sony-Chef Hiroki Totoki, der seit 2025 die Geschicke der Firma leitet und diese Umwälzung vorantreibt. Im Gespräch mit dem Wall Street Journal blickte Totoki nun weiter in die Zukunft – genauer gesagt, zur PlayStation 6, zu der weiterhin kein Release-Zeitraum offiziell feststeht.
Immerhin sagt der Sony-Chef auch, weshalb sich der gängige Konsolenzyklus verzögert: das omnipräsente Thema der Speicherkrise.
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Gaming wird immer teurer – wann ist Schluss mit der Preisexplosion?
Sony-CEO: Es steht mehr als nur die PS6 auf dem Spiel
Demnach hat Sony auch intern schlichtweg keinen Zeitraum für den Launch – oder gar einen konkreten Termin – festgelegt. Der Grund ist (wie heutzutage fast selbstverständlich) in der weltweiten Knappheit wichtiger Bauteile zu finden, der durch die enorme KI-Nachfrage ausgelöst wird.
Auch eine Preiseinschätzung kann Totoki in dem Interview nicht liefern; zwar kennen die Hardware-Preise für uns als Endkunden gefühlt nur eine Richtung (nach oben), doch in der "Bill of Materials", also der Stückliste, schwanken diese in schnöder Regelmäßigkeit.
Daraus resultiert ein Nebenaspekt, den der Sony-CEO zu seiner Kernaufgabe zählt: Für Totoki gehe es aktuell angesichts anhaltender Handelskonflikte und gestörten Lieferketten vor allem darum, das Überleben des Unternehmens zu sichern.
- Die erwähnten Speicherchips hängen indes nicht nur direkt mit der PlayStation 6 zusammen, sondern haben noch viel ausuferndere Konsequenzen für das Unternehmen.
- So hat die Sony-Aktie binnen eines Jahres rund 2,5 Prozent an Wert verloren, was der Konzern selbst auf exakt die gestiegenen Bauteilkosten zurückführt.
Angesichts dieser Lage müssen wir handeln. Sonst können wir in diesem Umfeld nicht bestehen.
Sony-CEO Hiroki Totoki via Wall Street Journal
Solche (drohenden) Preisspiralen beobachten wir nicht zum ersten Mal. Aktuelle Hardware – ganz gleich in welchem Segment – kostet inzwischen so viel, dass man sich statt einer neuen Grafikkarte auch gleich einen Kleinwagen dafür kaufen kann.
- Falls überhaupt, denn wie wir angesichts dieser PS6-Meldung beobachten können, macht die Speicherkrise nicht nur aktuelle Geräte teurer, sondern verzögert auch die Ankunft neuer Hardware.
- Die PS5 hat inzwischen auch schon bald sechs Jahre auf dem Buckel, Zeit wäre es also langsam mit handfesten Infos – doch selbst die Hersteller selbst wagen sich nicht mehr aus der Deckung, auch wenn der Profit am Ende des Tages zumindest teilweise bei ihnen landet.
In Summe sorgt die Speicherkrise also nicht nur für höhere Kosten, sondern einfach für rundum zermürbende Hiobsbotschaften. Oder, um meine Gefühlslage frei nach dem grandiosen Film "Green Mile" zusammenzufassen: Ich bin müde, Boss.
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Sonys Umbruch zur Entertainmentfirma
Wie das Wall Street Journal weiter ausführt, stammen inzwischen mehr als zwei Drittel des Sony-Umsatzes von Filmen, Musik und Spielen – Hardware nimmt hier nur eine Nebenrolle ein.
Diese Entwicklung soll fortgeführt werden, gerade den digitalen Vertriebsweg will der Konzern immer weiter ausbauen. Die Eskapade rund um das Ende der physischen Disks dürfte hier vielen von uns noch in den Ohren klingen:
In diesem Kontext will Totoki Spielemarken wie God of War als ineinandergreifende Serienableger weiterverwenden, ähnlich wie es schon zu The Last of Us geschehen ist. Ganz ohne Hardware kommt man bei Sony dann aber doch nicht aus: Zusätzlich dazu richtet sich der Blick auf "physische KI", die sich als eingebettete Systeme in Robotern oder Wearables wiederfinden könnte.
Ist die PlayStation 6 überhaupt noch eine Konsole, die ihr im Visier habt?
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