Woher kommt eigentlich das é in Pokémon? Der Grund dahinter liegt in der Aussprache

Wenn ihr euch schon mal gefragt habt, wieso "Pokémon" einen Akzent im Namen trägt, haben wir hier die schnelle Antwort für euch.

Pokemon oder Pokémon? Der Grund für die richtige Schreibweise steckt in der Aussprache. (© The Pokémon Company) Pokemon oder Pokémon? Der Grund für die richtige Schreibweise steckt in der Aussprache. (© The Pokémon Company)

Pokémon ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Popkultur – ursprünglich hieß das Franchise in Japan aber mal "Pocket Monsters". Weil auf den damaligen Game Boy-Bildschirmen kaum Platz war, wurde daraus die uns bekannte Kurzform Pokémon geschaffen.

Doch woher kommt plötzlich der Akzent auf dem é, wenn das Wort Pocket kein solches hat? Dieser Etymologie-Frage ging die Plattform Stack Exchange nach.

Vom Japanischen ins Englische und wieder zurück

Die Erklärung ist schnell gefunden: Das é im Namen ist ein Hinweis auf die korrekte Aussprache. Ohne solches würde sich "Pokemon" wie das englische "poke" für pieksen lesen – und damit haben nur die wenigsten Monster im Franchise zu tun.

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Vielmehr soll die korrekte "Po-kay-mon"-Aussprache das ursprüngliche Pocket aus dem Namen ableiten, sodass der Akzent eine ausdrücklicke Markierung darstellt. Damit könnt ihr euren Eltern übrigens auch erklären, wieso die Aussprache "Pokiimon" falsch ist.

Aber warum gerade ein Akzent?

Mit diesem Auslöser lässt sich auch auf das Zusammenspiel zwischen zwei Sprachsystemen schließen. Wie bereits erwähnt ist das englische "e" als Vokal mindestens ebenso flexibel in der Aussprache wie sein Einsatz – im Japanischen ist die Silbe ケ (ke) unmissverständlich und eindeutig festgelegt.

Und um genau diese Eindeutigkeit abzubilden, wurde eben ein Symbol gesucht, das möglichst global nachvollziehbar und vertraut ist, sodass der Akzent herauskam, der euch aus dem Französischunterricht vielleicht auch als "accent aigu" bekannt ist.

Von "Pocket Monsters" zu "Pokémon": Die internationale Umbenennung

Der aus Pocket und Monsters gebildete Kurzname war in Japan längst gebräuchlich, für die US-Einführung spielte laut Bulbapedia aber noch ein zweiter Grund eine Rolle.

Alfred R. Kahn, damals Chef des Lizenzpartners 4Kids Entertainment, befürchtete demnach, "Pocket Monsters" klinge zu sehr nach Konkurrenzmarken mit ähnlichem Sammelmonster-Konzept – und setzte sich für die kürzere Variante samt Akzent ein, die bis heute geblieben ist.

Wie oft musstet ihr eine falsche Aussprache von "Pokémon" korrigieren?


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