PS5 vs. Xbox Series X: Leak verrät Hardware-Specs der Next-Gen-Konsolen

Das Harware-Rennen geht in die nächste Runde. Ein aktueller Leak scheint zu zeigen, dass die Xbox Series X gegenüber der PS5 deutlich schneller sein wird.

von Hannes Rossow,
31.12.2019 11:02 Uhr

Die PS5 ist zwar leistungsstark, scheint aber der Xbox Series X unterlegen zu sein. Die PS5 ist zwar leistungsstark, scheint aber der Xbox Series X unterlegen zu sein.

Nur noch ein paar Stunden und dann können wir sagen, dass die PS5 und die Xbox Series X "noch dieses Jahr erscheinen". Aber auch wenn die nächste Konsolengeneration immer näher rückt, bleiben handfeste Details zu den jeweiligen Hardware-Komponenten und der allgemeinen Leistung weiterhin Mangelware.

Leak: Xbox Series X ist deutlich schneller als die PS5

Ein Github-Leak, der durch die Experten von Digital Foundry verifiziert wurde und offenbar seinen Ursprung direkt bei AMD hat, soll nun angeblich mehr darüber verraten, wie sich Sony und Microsoft für die nächsten Jahre aufstellen werden. Und wie es scheint hat Microsoft in Sachen TeraFLOPS die Nase vorn.

Bitte mit Vorsicht genießen: Bevor wir in die Details abtauchen, noch einmal der deutliche Hinweis, dass selbst diese Art von spezifischeren Leistungsangaben nur ein Bruchteil der Gesamtsituation zeigen. Handfeste Schlüsse daraus zu ziehen, ist nicht wirklich möglich und deswegen auch nicht zu empfehlen.

Mini-Überblick

PS5:

  • 36 Navi Compute Units (jeweils 2.0GHz)
  • 9,2 TeraFLOP CPU (Oberon)
  • GDDR6 (448GB/s bis 512GB/s)

Xbox Series X

  • 56 Navi Compute Units (basierend auf 3584 Shadern)
  • 12 TeraFLOP CPU (Arden)
  • 560GB/s

PS5 - "Oberon"-Chip mit 9,2 TeraFLOPS

Leistungsstark, aber nicht High-End: Sollte der Leak recht behalten und die AMD-Testdaten sind korrekt, dann wartet die PS5 mit etwa 9,2 TeraFLOPS auf. Zum Vergleich: Die Standard-PS4 kommt auf ein Maximum von 1,84 TeraFLOPS. Der Next-Gen-Sprung ist also deutlich zu sehen.

Was waren noch einmal TeraFLOPS?
FLOPS steht für "Floating Point Operations Per Second" und beschreibt die Fähigkeit eines Computers, viele mathematische Operationen gleichzeitig vorzunehmen. Je mehr TeraFLOPS eine Konsole hat, desto schneller kann sie also Prozesse ablaufen lassen.

Drei Konsolen in einer: Was den Chip besonders macht, ist die Tatsache, dass Sony offenbar auf drei verschiedene Hardware-Modi setzt, zwischen denen die PS5 springen können soll. Der native Modus wird mit dem Namen "Gen2" gelistet und stellt die oben genannten Hardware-Specs zur Verfügung. Weiterhin soll es noch Gen1 und Gen0 geben.

Was sind das für Modi? Dahinter versteckt sich eine Hardware-Lösung, um Abwärtskompatibilität mit der PS4-Bibliothek zu ermöglichen. Die jeweiligen Parameter der beiden Modi entsprechen nämlich der PS4 Pro (Gen1) und der Standard-PS4 (Gen0). Auf diese Weise kann die PS5 einfach den Modus wechseln, je nachdem welcher Titel der aktuellen Generation gespielt werden soll.

Xbox Series X - "Arden"-Chip mit 12 TeraFLOPS

Leistung über alles: Auf dem ersten Blick scheint es so, als gäbe es ein deutliches Leistungsgefälle zwischen der PS5 und der Xbox Series X. Zwar sind TeraFLOPS längst nicht das einzige Element, das Hardware-Power definiert, ist der Abstand dennoch enorm. Im Falle der Xbox Series X-Details ist der aktuelle Leak aber auch weniger umfangreich.

So wissen wir zwar, dass die Series X mit 3584 Shadern ausgestattet ist, doch auf die 56 Navi Compute Units kommen die Experten von Digital Foundry nur auf indirektem Weg. Außerdem wissen wir, dass Microsoft in der kommenden Generation mit mehreren Konsolen-Modellen plan. Es ist wahrscheinlich, dass auch ein Einsteigermodell wartet, das näher an der Leistung der PS5 ist.

Und was hat das alles nun zu bedeuten?

Ganz ehrlich? Erst einmal nicht viel. Über die 12 TeraFLOPS der neuen Xbox haben wir schon in den letzten Monaten öfter etwas gehört und auch wenn die PS5 hier weniger bieten könnte, ist das mehr eine bewusste Entscheidungs Sonys als die Befürchtung, man könne nicht mithalten.

Microsoft und Sony gehen unterschiedliche Wege mit ihrer neuen Hardware, was aus Konsumentensicht sicher eine gute Sache ist. Diese möglichen Unterschiede in der Leistung werden sich schließlich auch im endgültigen Preis der Konsolen niederschlagen. Während die PS5 noch Chancen hat, die magische 399 Euro-Marke nicht zu durchbrechen, wird die Xbox Series X wohl eher Premium-Kunden ansprechen.

So oder so bleibt es spannend. Weitere Details zum Leak und mehr Kontext findet ihr bei Digital Foundry, die ihre Erkenntnisse auch via Eurogamer zur Verfügung gestellt haben.

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